Direkt zur Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Übernehmen

Ihr Behördenlotse

Ihr Wegweiser zu unseren Dienststellen. Geben Sie dazu einfach Ihren Suchbegriff ein, den Anfangsbuchstaben, oder wählen Sie direkt Ihr Thema:

 

Bauen und Denkmalschutz

Aufgaben der Denkmalbehörde

Die Erhaltung von Denkmälern ist zu einer wichtigen Aufgabe geworden. Dabei geht es heute nicht mehr nur um einige historische Prunkstücke, wie Kirchen und Schlösser, sondern ganz allgemein um Zeugnisse unserer lebendigen Vergangenheit. Dazu zählen gewachsene Stadt- und Ortsbereiche, Ensembles, Straßenzüge, Plätze, Grünanlagen, ganze Dörfer ebenso wie alte Bauernhäuser, Tagelöhnerkaten, Handwerksbetriebe oder Fabrikanlagen aus der frühindustriellen Zeit. Aus diesem Grunde sind die zuständigen Denkmalbehörden verpflichtet, schutzwürdige Gebäude in die Denkmalliste einzutragen.

Untere Denkmalbehörden sind alle Städte und Gemeinden des Kreises mit folgenden Aufgaben:

  • Führen der Denkmalliste, 
  • Beraten der Denkmaleigentümer in Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, 
  • Erteilen von Erlaubnissen für Bauen und Renovieren an und in einem Baudenkmal sowie in dessen näherer Umgebung, 
  • Ausstellen von steuerlichen Bescheinigungen für alle denkmalpflegerisch abgestimmten und mit einer Erlaubnis versehenen Maßnahmen, 
  • Bearbeiten von Förderungsanträgen (siehe Abschnitt Denkmalförderung Kapitel 9.3), 
  • Erteilen von Bußgeldbescheiden bei Maßnahmen, die ohne Erlaubnis durchgeführt wurden (Bußgeldrahmen bis zu 500.000 Euro), 
  • Anfordern von Ersatzvornahmen, wenn ein Denkmaleigentümer sein Gebäude vorsätzlich verfallen lässt.

Der Rheinisch-Bergische Kreis als Obere Denkmalbehörde hat folgende Aufgaben:

  • Aufsichtsbehörde für die Unteren Denkmalbehörden,
  • Erteilen von Grabungserlaubnissen, wenn Bodendenkmäler betroffen sind.

Erlaubnispflicht

Bauliche Veränderungen an Baudenkmälern greifen fast zwangsläufig in die Substanz ein, vor allem dann, wenn Gebäude mit dem zeitgemäßen Komfort ausgestattet werden sollen. Einschneidende Umbaumaßnahmen erfordern allerdings viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Hier müssen schon im Planungsstadium Architekt und Denkmalpfleger zur Beratung hinzugezogen werden. Sind Bauteile, wie zum Beispiel Fenster, auszuwechseln, müssen sie auf ihre Erhaltungswürdigkeit geprüft und gegebenenfalls repariert oder ersetzt werden. Alle Maßnahmen an einem Denkmal sind nach dem Denkmalschutzgesetz erlaubnispflichtig, ganz gleich ob sie am geschützten Gebäude selbst oder in naher Umgebung eines Baudenkmals stattfinden. Deshalb ist hier eine vorherige Beratung unabdingbar. In allen Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege bietet die jeweils zuständige Untere Denkmalbehörde spezifische Beratung über die Verfahrensweise und den richtigen Umgang mit der Bausubstanz an.

Denkmalförderung

Nachdem ein Gebäude unter Denkmalschutz gestellt ist, übernimmt der Eigentümer die Pflicht, sein Gebäude nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu erhalten. Das
führt in vielen Fällen zu Mehrkosten, die aus denkmalpflegerischen Auflagen resultieren. Diese Mehrkosten sind zuschussfähig und können steuerlich geltend gemacht werden.

Diese Zuschüsse und auch steuerliche Vergünstigungen werden nur erteilt, wenn die denkmalpflegerische Erlaubnis nach dem Denkmalschutzgesetz vorliegt. Die erforderliche Bescheinigung wird von der Unteren Denkmalbehörde ausgestellt.

Über die Förderprogramme von Land, Kreis, Stadt oder Gemeinde und über die steuerlichen Vergünstigungen informieren die Unteren Denkmalbehörden gerne. Anträge müssen bei der zuständigen Unteren Denkmalbehörde der jeweiligen Stadt oder Gemeinde vor Beginn der Bauarbeiten gestellt werden.