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Der Landrat: Vorsitzender des Kreistages und Leiter der Kreisverwaltung

Dr. Hermann-Josef Tebroke

Am 20. November 2011 haben die Bürgerinnen und Bürger des Rheinisch-Bergischen Kreises Dr. Hermann-Josef Tebroke (CDU) zum Landrat gewählt.

Der Landrat wird alle 6 Jahre von der Bürgerschaft des Kreises direkt gewählt.

Er hat den Vorsitz im Kreistag und auch im Kreisausschuss inne, ohne jedoch deren Mitglied zu sein. Er setzt die Tagesordnung fest und leitet die Sitzungen. Außerdem nimmt er die repräsentative Vertretung des Kreises nach außen wahr. In diesen Funktionen wird er im Bedarfsfall von den ehrenamtlichen Landräten vertreten. Daneben ist der Landrat Chef der Kreisverwaltung. Als solcher erledigt er die Geschäfte der laufenden Verwaltung und führt die Beschlüsse des Kreistages und des Kreisausschusses aus.

Von den Selbstverwaltungsaufgaben des Kreises sind die Aufgaben zu unterscheiden, die der Landrat für den Staat erfüllt. Das Land Nordrhein-Westfalen verzichtet überwiegend auf eigene Behörden zur Wahrnehmung seiner Verwaltungsaufgaben auf Kreisebene. Statt dessen leiht sich das Land den Landrat gewissermaßen vom Kreis aus und beauftragt ihn, Aufgaben der unteren staatlichen Verwaltungsbehörden zu erfüllen. Man nennt das "Organleihe". Diese Regelung ist zweckmäßig, spart Kosten und hat sich bestens bewährt. Als staatliche Behörde übt der Landrat die Kommunalaufsicht über die kreisangehörigen Gemeinden aus, ist Leiter der Kreispolizeibehörde und bildet zusammen mit den staatlichen Schulräten das Schulamt. Darüber hinaus vertritt der Landrat den Rheinisch-Bergischen Kreis in zahlreichen Gremien von Gesellschaften und Institutionen.