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Bauen und Landschaft

Der Rheinisch-Bergische Kreis liegt in einer landschaftlich reizvollen Umgebung im Übergangsbereich zwischen dicht besiedelten Ballungsräumen und einer eher landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft. Hier findet sich eine vielfältige Landschaft, in der die Menschen Erholung und Entspannung finden. Gleichzeitig ist dies aber auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Hier werden Nahrungsmittel erzeugt, die Luft gereinigt und Trinkwasser gewonnen. Aus diesen Gründen muss dieser Raum besonders geschützt werden.

Diese Aufgabe setzt der Rheinisch- Bergische Kreis durch die Aufstellung von Landschaftsplänen, in denen Entwicklungsziele, Schutzgebiete und Maßnahmen für die Landschaft festgelegt werden, um. Dies hat auch Einfluss auf viele Bauvorhaben. An ein Bauvorhaben außerhalb der zusammenhängend bebauten Siedlungen, also im „Außenbereich“, werden beispielsweise höhere Anforderungen gestellt, als innerhalb der Ortschaften, im sogenannten „Innenbereich“. Generell gilt, dass die Landschaft im Außenbereich von weiteren Bauvorhaben freigehalten werden soll. Dies bedeutet, dass dort nicht gebaut werden darf. Im konkreten Einzelfall sind jedoch Ausnahmen möglich. Wenn eine Ausnahmegenehmigung erteilt wird, sollten die Gebäude und alle weiteren Anlagen im Einklang mit der Landschaft geplant werden. Dazu gehört neben der Wahl eines geeigneten Standortes auch die Gestaltung.´Diese sollte sich an den für das Bergische Land typischen Farbgebungen, Materialien und Bauformen sowie an der vorhandenen Nachbarbebauung orientieren. Im Bergischen Land wurde das Bauen wesentlich von den Rohstoffen Bruchstein, Eichenholz, ab der Jahrhundertwende Nadelholz und als Gefachfüllung Stroh und Lehm geprägt. Ab etwa 1770 wurde die Schieferverkleidung eingeführt.

Ab 1890 verwendete man Fabrikziegelaus geformtem und gebranntem Lehm , die ebenfalls das typische Erscheinungsbild bestimmen. Gleichfalls typisch 33 ist die dunkle, schwarze oder anthrazitfarbene und unglasierte Dacheindeckung.Wenn ein Baugrundstück in einem Schutzgebiet liegt, benötigt das Vorhaben neben der Baugenehmigung auch eine Ausnahme oder Befreiung von den Regelungen für Schutzgebiete. Dies gilt auch für Anlagen, die sonst keine Baugenehmigung benötigen, wie zum Beispiel Gartenhäuser, Wege, Sitzplätze, Zaunanlagen, kleinere Anschüttungen oder Abgrabungen. Die Abgrenzungen der Schutzgebiete und die Regelungen der Landschaftspläne und Schutzverordnungen werden im Internet unter www.rbk-direkt.de, Stichwort „Landschaftsplanung im Kreis“, dargestellt.

Wenn eine Ausnahmegenehmigung erteilt wird, müssen die Beeinträchtigungen, die dadurch für die Landschaft entstehen, ausgeglichen werden. Dies betrifft sowohl das Hauptgebäude sowie alle damit verbundenen weiteren Anlagen. Hierzu sollten zusammen mit den Bauantragsunterlagen weitere Papiere eingereicht werden, welche die Beeinträchtigungen beschreiben und ein Konzept zum Ausgleich enthalten. Entsprechende Informationen und Formulare für einfache Vorhaben gibt es auf der Homepage des Kreises, www.rbk-direkt.de, unter dem Stichwort „Landschaftsrechtliche Eingriffsregelung“. Bei größeren oder komplexeren Bauvorhaben ist ein Fachgutachten erforderlich. Die Beeinträchtigungen werden mit einem Bewertungsverfahren beurteilt und in „Öko-Punkten“ ausgedrückt. Ein Ausgleich kann durch sinnvolle Maßnahmen auf dem Baugrundstück oder auch sonstigen Grundstücken hergestellt werden. Wenn dies nicht möglich ist, besteht die Möglichkeit, auf bereits durchgeführte Maßnahmen, sogenannte Öko-Konten, zurückgreifen und bei diesen einen entsprechenden Punktumfang zu erwerben.

Die Untere Landschaftsbehörde bietet gerne ihre fachliche Beratung an. Dafür steht Herr Fleischer unter der Rufnummer 02202 13-2536 zur Verfügung.