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Die finanzielle Förderung

Förderung durch Land und Kommune

Der Bau und der Erwerb eines eigenen Hauses, der Bau von Mietwohnungen und die Modernisierung von Wohnraum wird durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Erstmalig seit längerer Zeit wurde in 2014 wieder ein Wohnraumförderprogramm für mehrere Jahre (2014 - 2017) mit deutlich verbesserten Konditionen beschlossen.

Die vom Rheinisch-Bergischen Kreis verwaltete Landrat-Lucas-Stiftung fördert ebenfalls den Eigenheimbau oder Erwerb. Die Abteilung Wohnungsbauförderung der Kreisverwaltung berät über die Fördermöglichkeiten und bewilligt die Darlehn. Darlehnsgeber ist die NRW.BANK. Die Stadt Wermelskirchen fördert den Bau oder Kauf eines Eigenheims in ihrem Stadtgebiet mit Darlehn von 10.000 Euro aus Mitteln des Wohnungshilfswerks Wermelskirchen.

Familienheime und Eigentumswohnungen

Förderdarlehn des Landes Nordrhein-Westfalen werden unter bestimmten Bedingungen für den Neubau von Familienheimen, selbst genutzten Eigentumswohnungen oder den Kauf einer neuen Immobilie gewährt. Hinweis: Im Gebiet der Gemeinde Kürten wird kein Neubau oder Erstwerb mehr gefördert, sondern nur noch der Erwerb von gebrauchten Familienheimen mit gutem energetischen Standard beziehungsweise in Verbindung mit baulichen Maßnahmen zur energetischen Verbesserung des Objekts (Kombimodell).

Gefördert werden Haushalte mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren oder einem schwerbehinderten Haushaltsmitglied mit einem mindestens 50-prozentigen Grad der Behinderung. Die Förderung ist an Einkommensgrenzen gebunden. Beispielsweise kann ein Vierpersonenhaushalt mit zwei Kindern unter 18 Jahren und einem Bruttojahreseinkommen von circa 51.000 Euro mit einer Förderung rechnen. Die Höhe der Fördersumme ist regional unterschiedlich und setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Es wird ein Grunddarlehn von bis zu 73.000 Euro gewährt. Daneben gibt es Zusatzdarlehn pro Kind je 5.000 Euro und ein Starterdarlehn von 10.000 Euro. Wird das Haus oder die Eigentumswohnung barrierefrei errichtet, kann ein weiteres Zusatzdarlehn von 10.000 Euro gewährt werden. Die Darlehn werden zunächst für die Dauer von fünf Jahren zu einem Zinssatz von 0,5 Prozent und einem laufenden Verwaltungskostenbeitrag für die NRW.BANK von ebenfalls 0,5 Prozent gegeben. Die Tilgung beträgt 1 Prozent. Das Starterdarlehn wird mit fünf Prozent getilgt. Die Darlehn werden mit 99,6 Prozent ausgezahlt. Nach fünf Jahren erfolgt die Neuberechnung des Zinssatzes auf der Grundlage des dann aktuellen Einkommens. Eine Anhebung des Zinssatzes erfolgt aber nur bei einer erheblichen Einkommenssteigerung. Neben der Neubauförderung wird auch der Erwerb einer gebrauchten Immobilie gefördert, wenn diese die Voraussetzungen der Wärmeschutzverordnung von 1995 erfüllt. 

Die Darlehnshöhe beträgt bei dem Grunddarlehn 70 Prozent der Neubauförderung. Die Konditionen sind gleich, die Tilgung beträgt hier zwei Prozent. Zudem wird auch der Erwerb einer älteren gebrauchten Immobilie, die nicht den Standard der Wärmeschutzverordnung von 1995 erfüllt, in Verbindung mit baulichen Maßnahmen zur energetischen Verbesserung des Objekts (Kombimodell) gefördert. Die Darlehnshöhe beträgt bei dem Grunddarlehn 80 Prozent der Neubauförderung. Zweite Wohnungen in Familienheimen werden grundsätzlich nicht gefördert.

Förderung des Mietwohnungsbaus

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung den Bau von barrierefreien Miet- und Genossenschaftswohnungen für Personen, die einen Wohnberechtigungsschein erhalten. Der Wohnberechtigungsschein kann ausgestellt werden, wenn das Familieneinkommen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet. Die Förderung ist regional unterschiedlich nach den ortsüblichen Mieten festgelegt. Die Förderpauschale wurde auf bis zu 1.650 Euro pro Quadratmeter erhöht.

Bauherren, die diese Förderung in Anspruch nehmen, verpflichten sich gleichzeitig, die Wohnungen wahlweise für die Dauer von 15, 20 oder 25 Jahren nur Personen mit Wohnberechtigungsschein zur Verfügung zu stellen und die vorgegebene Miete einzuhalten. Aufgrund der Einstufung der Kommunen im Rheinisch-Bergischen Kreis in das Mietenniveau drei (Wermelskirchen) und vier (alle anderen Kommunen im Kreis) beträgt der Zinssatz für die ersten zehn Jahre der Mietpreis- und Belegungsbindung 0 Prozent, danach bis zum Ablauf der Zweckbindung 0,5 Prozent, die Tilgung 1 Prozent und der Verwaltungskostenbeitrag für die NRW.BANK 0,5 Prozent der Darlehnssumme.

Erhöht wurden auch verschiedene Zusatzdarlehn für zum Beispiel Kleinwohnungen, Aufzug oder ähnliches. Für die Herrichtung des Baugrundstücks kann ein Brachflächendarlehn in Höhe von 75 Prozent der förderfähigen Kosten (zum Beispiel Abrisskosten) gewährt werden. Seit dem Förderjahr 2014 können im Mietenniveau 4 zusätzlich auf Antrag Tilgungsnachlässe von 10 Prozent auf die Grunddarlehn und in allen Mietenniveaus 50 Prozent auf die Zusatzdarlehn, wie beispielsweise Aufzug, Herrichtung von Brachflächen oder Anlegen von Sinnesgärten gewährt werden. Der Investor beziehungsweise Vermieter kann für eine geförderte Neubauwohnung ein Miete ohne Umlagen von bis zu 5,75 Euro monatlich pro Quadratmeter Wohnfläche fordern. Die Miethöhe wird unter Beachtung der Förderbestimmungen mit der Kreisverwaltung vereinbart. Förderdarlehn des Landes Nordrhein-Westfalen werden
auch für den Bau von Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen, Studentenwohnheimen und die Errichtung von Einfamilienhäusern, die zur Vermietung vorgesehen sind, bereit gestellt. Barrierefreies Bauen ermöglicht ein selbst bestimmtes und eigenverantwortliches Leben und Wohnen in allen Lebensräumen und Lebensphasen. Barrierefreies Bauen und Wohnen ist Bauen für die Zukunft eines jeden Einzelnen.

Dabei soll der gebaute Lebensraum – privat und öffentlich – für alle Menschen sicher und unabhängig von fremder Hilfe nutzbar sein. Die Bedürfnisse vieler Menschen an die gebaute Umwelt sind vielfältig, liegen jedoch nah beieinander. Auf Grund der demographischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts wächst die Zahl derer, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind ständig. Kurz: Ein jeder von uns wird einmal zur steigenden Zahl der Senioren zählen. Bauen wird sich immer mehr nach der größten Nutzergruppe richten müssen, jenen die auf Barrierefreiheit angewiesen sind.