Direkt zur Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Übernehmen

Ihr Behördenlotse

Ihr Wegweiser zu unseren Dienststellen. Geben Sie dazu einfach Ihren Suchbegriff ein, den Anfangsbuchstaben, oder wählen Sie direkt Ihr Thema:

 

Die Antragsverfahren

Genehmigungsbedürftige Vorhaben

Alle Bauvorhaben, bei denen es um die Neuerrichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von baulichen Anlagen geht, sind genehmigungsbedürftig. Das gilt auch für Sanierungen, bei denen statisch wichtige Bauteile verändert werden. Auch der Abbruch baulicher Anlagen ist ab einer bestimmten Größe genehmigungsbedürftig. Dies ist in der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen geregelt (§ 63). Sofern dem Bauvorhaben keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegen stehen, besteht ein Anspruch auf die Baugenehmigung. Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Bauvorhaben jedoch genehmigungsfrei oder unterliegt dem sogenannten Freistellungsverfahren.

Für kleinere Bauvorhaben die nicht genehmigungsfrei sind, wird das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren angewendet. Dies ist das Regelverfahren. Bei großen Sonderbauten, wie zum Beispiel Hochhäusern, größeren Verkaufsstätten und größeren Versammlungsstätten wird das generelle Genehmigungsverfahren durchgeführt. Vor der Durchführung auch kleinerer baulicher Maßnahmen sollten man sich bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde erkundigen, ob für das geplante Bauvorhaben oder auch die Sanierung des Objekts eine Baugenehmigung notwendig ist. Die Mitarbeiter helfen gerne.

Genehmigungsfreie Vorhaben und Anlagen

Für die Errichtung oder Änderung kleinerer Gebäude oder baulicher Anlagen ist keine Baugenehmigung nötig. Hierzu zählen zum Beispiel Gebäude bis zu 30 Kubikmeter Brutto-Rauminhalt ohne Aufenthaltsräume. Im Außenbereich gilt dies jedoch nur, wenn sie einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dienen. Für die Einrichtung oder Änderung nicht tragender oder statisch nicht notwendiger Bauteile ist ebenfalls keine Baugenehmigung erforderlich.

Für Zäune und Mauern bis zu 2 Meter, an öffentlichen Verkehrsflächen bis zu 1 Meter über Geländehöhe ist ebenfalls keine Baugenehmigung erforderlich. Im Außenbereich sowie teilweise auch in Bebauungsplänen gelten hierzu andere Regelungen. Außerdem können haustechnische Anlagen wie Heizungsanlagen, Feuerungsanlagen, Wärmepumpen, Abwasseranlagen und Lüftungsanlagen ohne Baugenehmigung errichtet werden. Vor der Benutzung dieser Anlagen benötigt der Bauherr jedoch eine Bescheinigung des Unternehmers, dass die Anlagen den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprechen. Dies regelt die Landesbauordnung (§§ 65 und 66).