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Die Riedbachaue

Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen

Das Naturschutzgebiet der Riedbachaue in Leichlingen

Die Riedbachaue ist ein Lebensraum mit einer besonderen Vielfalt an schützenswerten Pflanzen und Tieren. Nährstoffarme und grundwasserstauende Bodenschichten prägen das Gebiet. Neben dem Riedbach gibt es zahlreiche Gewässer und Sümpfe. Entlang des Riedbachs befinden sich noch Flächen mit sehr naturnahen älteren Silber-, Bruchweiden- und Roterlenauenwälder.

In diesen Waldbeständen lebt der selten gewordene Kleinspecht, der seine Bruthöhlen gerne in morschen Weidengehölzen und in vorhandenen Asthöhlen anlegt.
Auch der Kiebitz ist im Riedbachgebiet beheimatet. Er nutzt die hier vorhandenen guten Deckungsmöglichkeiten für Junge und Brutgelege. Ab Februar kann man den Kiebitz bei seinen Balzflügen, über den Grünlandflächen mit mit rasanten Sturzflügen, Luftkämpfen und Rollen beobachten.

Die Tier- und Pflanzenwelt in der Riedbachaue
Die feuchtnassen Standorte sind Lebensraum für gefährdete Pflanzen wie Ried-grasbestände, Sauergraswiesen mit Binsen- und Seggenbeständen oder Hochstauden-fluren. Die dichtwachsenden und hohen Riedgrasbestände bevorzugt der gleichfalls seltene und in seinem Lebensraum gefährdete Teichrohrsänger als Lebens- und Fortpflanzungsraum. Das aus Gräsern und Schilfhalmen geflochtene Nest (Hauptbrutzeit ist Mai bis Juli) ist in den Gras- und Röhrichbeständen zwischen drei bis vier Schilfhalmen über dem Wasser befestigt.

Auf den landwirtschaftlich wenig genutzten Wiesen und Weiden gibt es ebenfalls einen großen Artenreichtum. Diese im Frühjahr und Sommer sehr farbenprächtig blühenden Wiesen sind der Lebensraum von Blut- und Gilbweiderich, Mädesüß, Baldrian sowie von verschiedenen Seggen- und Binsenarten. Diese Pflanzen nutzen seltene und gefährdete Großschmetterlingsarten wie der Mädesüß-Perlmutterfalter, Eulenfalter und Waldbrettspiel als Lebensraum.

Auch Amphibien wie der Berg- und Teichmolch oder der Grasfrosch finden in der Riedbachaue ihre Nahrung und pflanzen sich fort. Der Rheinisch-Bergische Kreis will dieses Schutzgebiet mit gezielten Pflegemaßnahmen wie einer ökologisch verträglichen Beweidung oder Mahd und der Erhaltung der Wald-, Gehölz- und Riedgrasbestände erhalten und sichern.