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Festakt zur Fusion der Berufskollegs Wipperfürth und Wermelskirchen

Mit einem Festakt wurde Mittwoch die Fusion der Berufsschulen in Wermelskirchen und Wipperfürth gefeiert. "Ich freue mich, dass es uns durch die gute interkommunale Zusammenarbeit gelungen ist, beide Standorte mit einem attraktiven Bildungsangebot zu sichern", so Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke.

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres hatten die Kreistage der Kreise der Fusion zugestimmt. „Die Fusion der beiden Berufskollegs ist ein historischer Beschluss, in dessen Folge der wertvolle Standort des Berufskollegs in Wermelskirchen gesichert bleibt. Daher danke ich der Kreisverwaltung sowie allen weiteren Beteiligten, die sich für dieses gute Ergebnis engagiert haben", so Thorsten Schmalt von der CDU. Die neue Schule trägt nun den Namen „Bergisches Berufskolleg Wipperfürth und Wermelskirchen".

Bildungsstandort stärken
Aufgrund rückläufiger Schülerzahlen an den Berufskollegs ist es wichtig, die Schulstandorte für die Zukunft gut aufzustellen. Sowohl der Oberbergische Kreis als auch die Stadt Wermelskirchen hatten zuvor Gutachten zur Schulentwicklung in Auftrag gegebenen. Beide kamen zu dem Ergebnis, dass es aufgrund rückläufiger Schülerzahlen sinnvoll sei, die jeweiligen Standorte beizubehalten, aber Kooperationen zu bilden. Denn sowohl der Standort in Wipperfürth als auch der in Wermelskirchen tragen zu einem hochwertigen Bildungsangebot bei und stärken die Region als Wirtschaftsstandort. Mit ihren schulischen Angeboten im Rahmen der verschiedenen Ausbildungsgänge der dualen Ausbildung sind sie ein wesentlicher Faktor für die Ausbildungssituation der ortsansässigen Betriebe und Unternehmen. Daneben sind auch die Bildungsgänge zur Erlangung von Schulabschlüssen bis zur allgemeinen Hochschulreife, wie beispielsweise der Abschluss des neu eingerichteten Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft und Verwaltung, wichtiger Bestandteil der regionalen Bildungslandschaft. Aus diesen Gründen ist es von großem Interesse, dass beide Standorte der Berufskollegs langfristig erhalten bleiben. Diese hatten auch bisher bereits intensiv zusammengearbeitet. So beauftragte die Bezirksregierung Köln die Leiterin des Berufskollegs Bergisch Land in Wermelskirchen 2014 mit der kommissarischen Leitung des Berufskollegs in Wipperfürth. Beide Schulen befürworten die Fusion daher sehr und haben in ihren Schulkonferenzen bereits die entsprechenden Beschlüsse gefasst.

Kreise übernehmen Trägerschaft - bisheriger Zweckverband wird aufgelöst
Bislang lag die Trägerschaft des Berufskollegs Wermelskirchen in Händen des Zweckverbandes Bergisches Land, einem Zusammenschluss der Kommunen Hückeswagen, Radevormwald und Wermelskirchen. Die Geschäftsführung für diesen Zweckverband hatte die Stadt Wermelskirchen. Gesetzlich ist jedoch festgelegt, dass ein bestehender Zweckverband nicht zusätzlich die Schulträgerschaft einer neuen Schule übernehmen oder mit einem anderen Kreis eine gemeinsame Trägerschaft eingehen kann. Dies können nur Kreise und kreisfreie Städte oder eigens dafür geschlossene Zweckverbände, die sich aus solchen zusammensetzen. Um den Weg zur Fusion frei zu machen, löst sich der Zweckverband nun auf und der Rheinisch-Bergische Kreis wird Partner für eine Schulträgerschaft gemeinsam mit dem Oberbergischen Kreis. Der Rheinisch-Bergische Kreis delegiert seine Trägerschaft an den Oberbergischen Kreis, der damit für die Organisation und Verwaltung der Schule verantwortlich zeichnet. Bei wesentlichen strategischen Entscheidungen bleibt der Rheinisch-Bergische Kreis weiterhin eingebunden. Mit dem vorgesehenen neuen Namen der Schule wird der regionale Charakter des Berufskollegs hervorgehoben sowie seine Verknüpfung zum „Bergischen Land" betont. Der Standort in Wipperfürth wird künftig der Hauptstandort der Schule sein, Wermelskirchen fungiert als Teilstandort.
Als Träger für beide Standorte übernimmt der Oberbergische Kreis zunächst auch die Kosten für das Berufskolleg. Die Kostenverteilung zwischen den beiden Kreisen erfolgt nach einem Kostenschlüssel in Abhängigkeit davon, wie viele Schüler mit Wohnsitz in den beiden Kreisen das Berufskolleg besuchen. In den letzten Jahren kamen rund 25 Prozent der Schüler an beiden Standorten aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, etwa 75 Prozent aus dem Oberbergischen Kreis.

von: Rheinisch-Bergischer Kreis/Pressestelle

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