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Das Haushaltsbuch

Das alltägliche Leben wird für viele Bürgerinnen und Bürger im nächsten Jahr teurer – steigende Strom- und Gaspreise, hohe Benzinkosten, aber auch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung für Beschäftigte belasten die privaten Haushaltskassen: „Hinzu kommt, dass vielen Mietern bei den Heizkostenabrechnungen für 2011 auch noch dicke Nachforderungen ins Haus stehen“, rechnet die Verbraucherzentrale NRW vor: „Ein besseres Finanzmanagement im Haushalt ist deshalb gefragt, damit die Ausgaben nicht die Einnahmen übersteigen und am Monatsende fürs Ablegen auf der hohen Kante auch noch etwas übrig bleibt." Einige Tipps für den Check oder Wechsel eines Haushaltspostens helfen schon, das eigene Budget im nächsten Jahr nicht überzustrapazieren:
Stromanbieterwechsel: Die Suche nach Produkt- und Tarifalternativen auf dem Energiemarkt kann sich lohnen! Kunden haben angesichts der vielfach angekündigten Preiserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht. Wer den Saft aus der Steckdose in der teuren Standard-Grundversorgung seines lokalen Energielieferanten bezieht, kann durch den Wechsel in einen günstigeren Tarif sparen. Oder Stromkunden wechseln zu einem neuen – preiswerteren – Stromanbieter. Um das individuell günstigste Angebot zu finden, ist der eigene Stromverbrauch pro Jahr eine wichtige Größe zum Vergleich. Je kürzer die Vertragsbindung, umso flexibler ist ein Stromkunde. Empfehlenswert sind Vertragslaufzeiten von nicht mehr als einem Jahr, damit schnell auf aktuelle Preisentwicklungen reagiert und bei einem weiteren Preisanstieg eventuell zu einem neuen Anbieter gewechselt werden kann.
Versicherungsschutz: Auch die Vorsorge für Schadensfälle gehört auf den Prüfstand, denn viele Policen sind überflüssig, passen nicht zum persönlichen Bedarf oder sind zu teuer. Der Versicherungsschutz sollte nach dem GAU-Prinzip aufgebaut werden, das heißt, der „größte anzunehmende Unfall“ ist in jedem Fall abzusichern. Ein Muss ist die private Haftpflichtversicherung, auch die Risiken Tod und Invalidität sollten abgesichert sein. Verzichtet werden kann auf Policen, die keine Existenz bedrohenden Schäden versichern. Auch die Prämien gilt es kritisch in den Blick zu nehmen: Bei identischen Leistungen unterscheiden sich die Preise bei den verschiedenen Versicherern erheblich.
Mobilität: Hohen Spritpreisen und steigenden Kosten für den Unterhalt des eigenen Autos kann man mit Fahrgemeinschaften, dem Umstieg aufs Fahrrad sowie auf Bus und Bahn einiges an Fahrt nehmen. Aber auch Car-Sharing ist für viele ein geeignetes Modell, um die Fixkosten beim Auto auf viele Köpfe zu verteilen und so ohne Mobilitätsverlust ans Ziel zu kommen.
Kredit: Jedes geliehene Darlehen hat seinen Preis. Nicht nur ein aufgenommener Kredit muss abgestottert werden, sondern zusätzlich werden auch noch Zinsen und Gebühren fällig. Eine bessere Variante ist deshalb meist nicht der Griff zum schnellen Geld, sondern das rechtzeitige Vorsparen. Bevor es an eine Kreditaufnahme geht, sollte man prüfen, ob die eigene Haushaltskasse eine monatliche Ratenbelastung überhaupt verkraftet. Außerdem sollte man Kreditvermittler meiden. Durch zusätzliche Provisionen, die sie kassieren, werden deren Angebote noch teurer.

Weitere Hilfestellungen für den persönlichen Sparkurs im Haushalt gibt „Das Haushaltsbuch“ der Verbraucherzentrale NRW. Der Ratgeber bietet zwölf Monatsübersichten zum Eintragen und Festhalten der Einnahmen, der festen Ausgaben und des finanziellen Spielraums, 54 Wochenübersichten fürs Notieren der täglichen Ausgaben sowie eine Jahresübersicht für die Gesamtbilanz. Das Buch ist für 5,90 Euro in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Bergisch Gladbach, Paffrather Str. 29 erhältlich.

von: Verbraucherzentrale NRW

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