Wilhelm-Wagener Schule und Johannes-Gutenberg-Realschule aus Bergisch Gladbach erhalten Zertifizierung zur Ausbildung von Sporthelfern
Auf Initiative des Kreissportbundes Rheinisch-Bergischer Kreis wurde in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Köln eine Sportlehrerfortbildung für die Ausbildung von Sporthelferinnen und Sporthelfern an Schulen in der Sportschule Hennef ausgerichtet. Diese Ausbildung hat einen Umfang von 25 Lerneinheiten und wurde in zwei Modulen durchgeführt. Inhaltlich gestaltet wird diese Fortbildung von Referenten der Sportjugend NRW und Lehrkräften der Bezirksregierung. Die Ausweitung des Sporthelferprogramms ist ein Schwerpunkt der Sportjugend NRW im Programm „NRW bewegt seine Kinder“.
Am 30.November ging die Fortbildung mit 22 angehenden Sporthelferausbildern aus der Regierungsbezirk Köln in die letzte Runde. Neben theoretischen Inhalten wie rechtlichen Rahmenbedingungen, möglichen Organisationsformen eines Ausbildungslehrgangs oder konkrete Umsetzungsmöglichkeiten, mussten die Sportlehrer auch praktisch ran. Sie schlüpften in die Rolle von Schülern und wurden von echten Sporthelfern der Realschule Oberpleis in die Welt des Fußballs, Körbe werfen und Jazztanz eingeführt. Auch wenn die Schüler strenger waren, als mancher Sportlehrer, konnten die Lehrgangsteilnehmer viel aus dieser Praxiseinheit mitnehmen und sich ein klareres Bild von den Einsatzmöglichkeiten und Fähigkeiten von Sporthelfern machen.
Die zertifizierten Pädagogen dürfen ab jetzt Schülerinnen und Schüler zu Sporthelfern ausbilden, die an Schulen die Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote für Mitschülerinnen und Mitschüler im außerunterrichtlichen Sport und im Ganztag gestalten und durchführen sollen. Die Tätigkeitsfelder der Sporthelfer reichen von der Organisation von Pausensport, über die Mitarbeit bei Schulsportfesten bis hin zum Anbieten von AG’s im Ganztag. Alle Jungen und Mädchen ab 13 Jahren können eine solche Sporthelferausbildung absolvieren und erhalten mit dieser Qualifikation die Berechtigung in Schulen und Sportvereinen eingesetzt zu werden. Gerade Vereine können Sporthelfer als unterstützende Leiter von Praxisangeboten einsetzen und somit Übungsleiternachwuchs fördern. Denn das Zertifikat zum Sporthelfer ist der erste Baustein im Qualifizierungssystem des organisierten Sports auf dem Weg zur Übungsleiter-C-Lizenz.
Sporthelferausbildungen an Schulen können einen wertvollen Beitrag zum Ausbau und der Qualitätsentwicklung des schulischen Bewegungs-, Spiel und Sportangebots sowie der Zusammenarbeit von Schulen und Sportverein leisten. Diesen Vorteil möchten sich im Rheinisch-Bergischen Kreis die Wilhelm-Wagener Schule und die Johannes-Gutenberg-Realschule aus Bergisch-Gladbach zunutze machen. Mit ihren frisch zertifizierten Lehrkräften wollen sie ab jetzt im Bereich Sporthelfer aktiv werden und planen schon erste umfassende Sporthelferausbildungen.
Die Qualifizierung für Lehrkräfte ist über die Fortbildungen „Sport“ der Bezirksregierungen ausgeschrieben. Interessierte Schulen und Lehrkräfte des Regierungsbezirks Köln erhalten Informationen bei Inge Führ (bo_ing@t-online.de) oder bei der Sportjugend NRW (Elke Fröse elke.froese@lsb-nrw.de oder Kerstin Sorhagen kerstin.sorhagen@lsb-nrw.de).
Beim Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis können sich die Schulen sowie interessierte Kooperationspartner wie z.B. Vereine der Region näher über das Thema Sporthelfer informieren und erhalten Hilfe bei der Umsetzung.
Kontakt: Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis, Ansprechpartnerin Ira Treske, treske@kreissportbund-rhein-berg.de.
Das Landesprojekt „NRW bewegt seine Kinder“ im Rheinisch-Bergischen Kreis
Im Rahmen der Umsetzung des landesweiten Programms „NRW bewegt seine Kinder“ unterstützt ab sofort Ira Treske den Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. und den Rheinischen Turnerbund e.V. Die beiden Sportverbände haben sich zusammengetan und mit finanzieller Unterstützung der Landesregierung im Rahmen des „Pakts für den Sport“ eine neue gemeinsame Fachkraftstelle eingerichtet. Die frischgebackene Absolventin der Sporthochschule mit dem Schwerpunkt Sportmanagement und Sportkommunikation unterstützt, berät und informiert die Sportvereine bei den Themen Kindertagesstätten/Kindertagespflege, außerunterrichtlichen Schulsport/Ganztag, Kinder- und Jugendarbeit in den Sportvereinen und Entwicklungsplanung/Netzwerkarbeit. Zum Gesundheitszustand und den motorischen Fähigkeiten vieler Kinder und Jugendlicher vermelden zahlreiche Studien alarmierende Zahlen. Diese Befunde erfordern weitreichende Maßnahmen, die der beschriebenen Entwicklung entgegen wirken. Mit Hilfe des Projektes „NRW bewegt seine Kinder“ sollen die Ressourcen von Sportvereinen, Kindergärten/Kindertagesstätten und Schulen kombiniert werden. Dadurch soll Kindern und Jugendlichen in ausreichendem Umfang Bewegung, Spiel und Sport ermöglicht und damit ein Beitrag zur ganzheitlichen Bildung von Kindern und Jugendlichen geleistet werden.
Kontakt: Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis e.V.
Ira Treske
02202-2003 11
treske@f8b2dd876a6b4c3b9dfb0da804e82842kreissportbund-rhein-berg.de