Regionale 2010
Zukunft gestalten
Große Dhünn-Talsperre
:aqualon
Status
Kategorie B
Projektbeteiligte
Rheinisch- Bergischer Kreis, Wupperverband
Projektinhalt
Woher kommt unser Wasser? Wie sichern wir unsere Wasserqualität? Wie können wir unsere Wasserflächen schützen? Welche Maßnahmen werden getroffen, um Wasserressourcen und umliegende Siedlungsbereiche ökologisch und wirtschaftlich in Einklang zu bringen? Werden wir noch genügend Trinkwasser haben, wenn sich das Klima ändert? Rund um das Projekt :aqualon gehen Wissenschaftler und Planer diesen Fragen auf den Grund.
Im Regionale 2010-Projekt :aqualon geht es darum, im Einzugsgebiet der Dhünn die Themen "Wasser und Raumentwicklung" als traditionell hochbedeutende Kompetenzbereiche der Region innovativ weiterzuentwickeln und in nachvollziehbarer Form darzustellen und erlebbar zu machen.
Der Wupperverband und der Rheinisch-Bergische Kreis wollen in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Kommunen, Partner-Universitäten und -Hochschulen (z.B. Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund, RWTH Aachen) sowie regionalen Schulen die Faszination eines authentischen, aktiven wasserwirtschaftlichen Standorts inmitten einer hochattraktiven, authentischen (Wasser-)Landschaft nutzen, um die vorhandenen Kompetenzen zu vernetzen, vor Ort öffentlichkeitswirksam zu vermitteln und zu entwickeln sowie Zukunftsimpulse für die Region zu setzen.
Neu ist der wissenschaftliche Ansatz einer interdisziplinären, langfristigen Betrachtung des Projektraumes in der Schnittmenge von Wasserwirtschaft und Raumentwicklung.
Es sollen Impulse für die Region gesetzt sowie Bewusstsein geschafft werden für den Wert der Ressourcen Wasser und Raum. Die Weiterentwicklung von Kompetenzstandorten auch im Sinne der Wirtschaftsförderung, genauso wie die Kopplung des Projekts an die sanfte touristische Entwicklung der Landschaftsräume Dhünnkorridor und Dhünnhochfläche ist wichtig. Eine große Rolle spielt auch die Nachwuchsförderung durch das Aufzeigen der vielfältigen Möglichkeiten technischer Berufe und hochqualifizierender Ausbildungswege vor Ort.
Der Hauptstandort und Anlaufpunkt von :aqualon ist in Loosenau geplant, am Fuße der Großen Dhünn-Talsperre. Dies beinhaltet die Schaffung einer repräsentativen Adresse sowohl für Forschung und Wissenschaft als auch für Naherholung und Tourismus. Ein Schwerpunkt wird daher auf die Entwicklung eines Erlebnis- und Vermittlungsareals zwischen Loosenau und Lindscheid gelegt. Ein Vermittlungssystem wird die Thematik in die umgebende Landschaft transportieren.
Sachstand
In einer Expertenwerkstatt im Mai 2009 wurden erstmals wesentliche Zielgruppen des Projekts :aqualon an einen Tisch geholt. Dabei ist sowohl von universitärer Seite sowie auch von Seiten der regionalen Schulen Interesse und großer Bedarf formuliert worden. Auf dieser Basis ist ein Wissenschaftlicher Beirat :aqualon eingesetzt worden mit dem Ziel der Formulierung eines inhaltlichen Programms für die Wissenschaft sowie der Erarbeitung eines Organisationskonzeptes, auf dessen Basis ein Förderantrag gestellt werden soll. Es zeichnet sich dabei eine Federführerschaft der Universität Bochum/Prof. Dr. Andreas Schumann ab. Nach der inhaltlichen Konkretisierung des Projekts wird nun die Ausrichtung eines planerischen Wettbewerbs für den Raum Loosenau zwischen dem Sitz des Wupperverband-Forstbetriebs sowie dem Staudamm angestrebt mit dem Ziel einer Adressbildung für Wissenschaft und Schulen sowie als touristische Anlaufstelle.
Ausblick
Der planerische Wettbewerb zum Hauptstandort Loosenau wird voraussichtlich im Winter 2010 durchgeführt; ein Förderbescheid hierzu liegt vor.