Status
Kategorie A
Projektbeteiligte
Städte Leverkusen und Leichlingen, Rheinisch-Bergischer Kreis, Wupperverband
Projektinhalt
Aufgrund seiner vorwiegend industriellen Nutzung hat sich der Unterlauf der Wupper im Laufe des 20. Jahrhunderts sukzessive zu einer künstlichen und stinkenden „Industrierinne“ entwickelt, von der sich die Städte zunehmend abwandten.
Mittlerweile haben die Erfolge in der Wasserbewirtschaftung und Gewässerpflege das Bild der Wupper und ihres Umfeldes jedoch wieder verändert. Die Belastung durch Gerüche und Verunreinigungen nimmt stetig weiter ab. Im Gegenzug wird der Fluss wieder verstärkt als Erholungs-, Freizeit- und Erlebnisraum genutzt. Auch die Stadtentwicklung, die sich über Jahrzehnte von der Wupper abgewendet hat, wendet sich ihr heute wieder zu.
Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel der Projektbeteiligten im Rahmen des Projektes „WupperWandel“ darin, den räumlich-historischen Wandel der Unteren Wupper von einer landwirtschaftlich über eine industriell geprägte Flusslandschaft hin zu einem natur- und wohnortnahen Erholungsraum zu gestalten, erlebbar zu machen und innovativ zu vermitteln.
Der Projektraum zwischen der Wuppermündung in den Rhein bei Leverkusen und der Stadtgrenze Leichlingen/Solingen gliedert sich in sieben sog. Lupenräume, die exemplarisch die unterschiedlichen Themen des Wandels an der Unteren Wupper aufzeigen und mit Verbindungs- und Vermittlungskonzepten in einen regionalen Gesamtzusammenhang gebracht werden. So soll z.B. ein durchgängiger WupperWander- und WupperRadweg mit einem hochwertigen Informationssystem geschaffen werden.
Sachstand
Der Lupenraum im Bereich der Leichlinger Innenstadt bildet einen thematischen Schwerpunkt, da hier die Abkehr des Stadtkerns vom Fluss städtebaulich gegenwärtig ist. Im Rahmen des Projektes „WupperWandel“ will die Stadt Leichlingen gemeinsam mit den Projektpartnern die Wupper in der Stadtmitte präsent und die Innenstadt so wieder zu einem hochwertigen Aufenthalts- und Lebensort machen. Mit breiter Beteiligung der Bürger vor Ort wurde ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt, dessen Siegerentwurf nun modulweise umgesetzt werden soll.
Für die Entwicklung der Balker Aue zu einem Freizeit- und Erholungsgebiet wurde ebenfalls eine intensive Bürgerbeteiligung durchgeführt. Das beauftragte Büro hat im Rahmen einer Bürgerwerkstatt erste Ideen vorgestellt und Anregungen aus der Bevölkerung gesammelt, die in die Umsetzungsplanung eingeflossen sind. Für den WupperWander- und Radweg wurde ein Drehbuch erarbeitet, das die Standorte und Vermittlungsinhalte des zu installierenden Informationssystems enthält.
Ein Antrag zur Förderung des Projektes aus Mitteln des Landes für den Städtebau ist gestellt.
Ausblick
In der Innenstadt Leichlingen sollen zunächst die Umgestaltung der Postwiese und der Bau einer westlichen Wupperpromenade erfolgen. Entsprechende Umsetzungsplanungen wurden bereits mit der Bevölkerung diskutiert. Im Herbst soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Balker Aue in Leichlingen wird ab Oktober 2010 als Freizeit- und Erholungsbereich aufgewertet. Insbesondere der große staubige Parkplatz soll begrünt und für eine Mehrfachnutzung umstrukturiert werden. Die Fertigstellung ist für Frühsommer 2011 geplant. WupperWander- und WupperRadweg sollen im Frühjahr 2011 fertig ausgeschildert und an notwendigen Stellen aufgewertet sein. Die Schiffsbrücke Wuppermündung als touristischer Anziehungspunkt und Einstieg in den Wupperkorridor wird voraussichtlich ebenfalls 2011 wieder an ihrem Platz in der alten Wuppermündung eingesetzt werden.