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Sperrung der Wupperbrücke

Die Wupperbrücke wurde am 14. Juni 2017 kurzfristig wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Auf dieser Seite halten wir Sie regelmäßig auf dem neuesten Stand.

5. Juli: Wupperbrücke für Fußgänger seit heutigem Mittwoch wieder geöffnet – Radler müssen absteigen

Ab sofort können Fußgänger die Wupperbrücke von Leichlingen nach Solingen wieder überqueren. Radler können passieren, müssen aber von ihren Fahrrädern absteigen. Dafür wurde eine rund anderthalb Meter breite Spur eingerichtet, die über den äußeren Bereich führt. Alle anderen Bereiche der Brücke bleiben jedoch abgeriegelt und dürfen weder betreten noch befahren werden. Der Aufbau passender Absperrungen konnte am heutigen Mittwoch bereits abgeschlossen werden – schneller als geplant. Weggeräumt wurden auch die Absperrungen auf der Wipperauer Straße am Solinger Ufer der Wupper, sodass der Verkehr dort wieder ohne Beeinträchtigungen fließen kann.

Damit ist es der Stadt Solingen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis gelungen, kurzfristig für eine erste wichtige Verbesserung der Situation zu sorgen. Der Statiker arbeitet weiter mit Hochdruck daran, um festzustellen, ob für weitere Teile des Verkehrs das Befahren der Brücke ermöglicht werden kann. Spätestens bis zum Ende der Sommerferien sollen diese weiteren Ergebnisse vorliegen, die im Detail Aufschluss darüber geben sollen, wie belastbar die Brücke trotz der vorhandenen Schäden noch ist.

Aufgeräumt werden muss jedoch auch an anderer Stelle. Mehrere Hinweisschilder sowie Absperrmaterialien wurden mutwillig zerstört und in die Wupper geworfen. Sie müssen nun geborgen und entsorgt werden.

3. Juli: Gute Nachrichten von der Wupperbrücke: Fußgänger dürfen ab spätestens Freitag passieren – Radfahrer müssen absteigen

Vor einer Woche fand auf der Wupperbrücke von Leichlingen nach Solingen eine Belastungsprüfung statt, die weitere Aufschlüsse über die Standfestigkeit des Bauwerks geben sollte. Jetzt gibt es ein erstes positives Ergebnis. Spätestens ab Freitag dieser Woche, den 7. Juli, können wieder Fußgänger die Brücke passieren, auch Radfahrer können dort die Wupper überqueren. Allerdings müssen sie ihr Zweirad schieben, da es durch die geringe Breite des Weges leicht zu Zusammenstößen kommen könnte. Damit ist es der Stadt Solingen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis gelungen, kurzfristig für eine erste wichtige Verbesserung der Situation zu sorgen. Der Statiker arbeitet weiter mit Hochdruck daran, um festzustellen, ob für weitere Teile des Verkehrs das Befahren der Brücke ermöglicht werden kann. Spätestens bis zum Ende der Sommerferien sollen diese weiteren Ergebnisse vorliegen, die im Detail Aufschluss darüber geben sollen, wie belastbar die Brücke trotz der vorhandenen Schäden noch ist.

Die Testfahrt vor einer Woche hat gezeigt, dass sich die Hauptträger dynamisch – in einem gewissen Spielraum beweglich – verhalten, so wie es notwendig und erforderlich ist. Vor diesem Hintergrund haben die Experten von der Stadt Solingen und dem Rheinisch-Bergischem Kreis grünes Licht gegeben, damit Fußgänger die Brücke wieder eingeschränkt nutzen können. Für sie wird auf der linken Seite in Richtung Solingen eine rund anderthalb Meter breite Spur eingerichtet. Radfahrer müssen ihr Gefährt in diesem Bereich schieben. Die Spur führt über den äußeren Längsträger der Brücke, der die notwendige Standsicherheit bietet. Alle anderen Bereiche der Brücke bleiben abgeriegelt und dürfen weder betreten noch befahren werden. Dazu werden am Mittwoch geeignete Absperrungen aufgebaut.

Auf Solinger Seite kann der provisorisch eingerichtete Fußweg an der Wipperauer Straße wieder aufgehoben werden, der Fahrzeugverkehr kann dort voraussichtlich ab Freitag wie gewohnt fließen.

Während der Statiker die Ergebnisse der Belastungsprüfung exakt auswertet, finden in den nächsten Tagen auf der Brücke weitere Untersuchungen statt. An vorgegebenen Stellen werden auf der Brücke Gehweg und Straße geöffnet, sodass der blanke Beton begutachtet werden kann. Der Blick von oben soll den Experten weiteren Aufschluss geben über die Beschaffenheit von Rissbildungen, die von unten entdeckt worden waren und die nicht ins „normale“ Bild passen.

27. Juni: Belastungsprobe für die Brücke - Test durchgeführt

Langsam fährt der über 35 Tonnen schwere Kranwagen der Feuerwehr über die Brücke, insgesamt sechsmal.
Zwischen den Fahrten schwenkt eine Arbeitsplattform, die im Flussbett steht, unter das Bauwerk. Exakt halten die Experten das Aussehen und die Beschaffenheit von Rissen in der Mittelstütze fest und damit die Veränderungen, die sich durch die Belastung ergeben. So erhalten sie das Arbeitsmaterial, das Grundlage ist für die statischen Berechnungen, die während der nächsten Wochen folgen.


"Aktuell hat die Brücke keinen Standsicherheitsnachweis mehr. Die heutige Belastungsprüfung dient dazu zu ermitteln, wie standsicher sie trotz der vorhandenen Schäden noch ist", erläutert Karsten Ditscheid von den Technischen Betrieben der Stadt Solingen. Im besten Fall könnte die wichtige Wegeverbindung zwischen Leichlingen und Solingen noch einmal mit Einschränkungen geöffnet werden, im schlimmsten Fall droht die endgültige Schließung. Spätestens bis zum Ende der Sommerferien soll die Entscheidung fallen. Die Brücke, die zu gleichen Teilen dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Stadt Solingen gehört, war vor zwei Wochen gesperrt worden, unmittelbar nachdem die Auswertungen einer Sonderprüfung vorlagen. Dabei hatte sich gezeigt, dass das bereits bekannte Schadensbild sich nochmals deutlich verschlechtert hatte. Der Gutachter hielt deshalb fest: "Weder für den Eigengewichtszustand noch für den Zustand mit eingeschränkter Verkehrsführung kann derzeit die Standsicherheit angegeben werden." Zur weiteren Abklärung empfahl er eine Belastungsprüfung, die heute durchgeführt worden ist.

Besondere Prüfungen stehen bei dem Bauwerk schon lange auf der Tagesordnung: Die Brücke wurde 1958 als Spannbetonkonstruktion gebaut. Heute weiß man, dass das verwendete Material zu einer minderwertigen Charge gehört und anfällig ist für die so genannte Spannungsrisskorrosion. Das ist besonders tückisch, da betroffene Bauwerke unvorhersehbar versagen können. Deshalb gelten für solche Bauten seit 2011 bundesweit vorgeschriebene Handlungsanweisungen. Sie werden von Kreis und Stadt sorgfältig befolgt.

Dass die heutige Belastungsprüfung so zeitnah stattfinden konnte, war auch der Solinger Feuerwehr zu verdanken: Sie half mit geeigneten Fahrzeugen und Personal aus. Während nun die Ergebnisse ausgewertet werden, planen Stadt und Kreis den Neubau, der vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Läuft alles nach Plan, könnten die Arbeiten 2019 beginnen, die Bauzeit beträgt voraussichtlich 18 Monate. Als Zwischenlösung wird  eine Behelfsbrücke gebaut werden. Diese wird schon seit längerer Zeit geplant und soll im Frühjahr befahrbar sein.

Interview mit Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke - erschienen am 23. Juni in der Rheinischen Post

In Woche eins nach der Brückensperrung ist immer noch zu beobachten, dass Leute die Absperrungen willkürlich umgehen. Alle warnen, das sei gefährlich. Inwieweit ist tatsächlich die Sorge begründet, dass die Wupperbrücke von jetzt auf gleich zusammenbricht?

Landrat Dr. Herman-Josef Tebroke: Es ist seit längerer Zeit bekannt, dass die Brücke schadhaft ist. Daher wurden die turnusmäßigen Überprüfungen intensiviert. Bislang hatten die Gutachter prognostiziert, dass die Brücke den Belastungen noch fünf bis acht Jahre standhält. Aufgrund der nunmehr vorgefundenen größeren Schäden und des seinerzeit verbauten Materials besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass die Brücke von jetzt auf gleich einbricht. Ich kann verstehen, dass dies an manchen Stellen für Unverständnis sorgt, zumal bis vor kurzem noch Fahrzeuge bis 16 Tonnen über die Brücke fahren durften. Man darf sich das Schadensbild aber nicht so vorstellen, dass sich vorhandene Risse langsam weiter ausbreiten oder verbreitern; vielmehr kann nach derzeitigem Kenntnisstand je nach weiterer Belastung die gesamte Tragfähigkeit nicht gewährleistet werden. Deswegen erfolgt die jetzige Sperrung, um genau untersuchen zu können, welche Belastungen noch möglich sind. Über die Ergebnisse werden wir laufend informieren. Bis dahin kann den Bürgerinnen und Bürgern im Interesse ihrer eigenen Sicherheit nur dringend geraten werden, die Sperrung zu beherzigen.

 
Die Gutachter haben davon gesprochen, dass sie 6-8 Wochen für eine intensive Prüfung des Bauwerks benötigen. Das ist die Haupt-Erdbeerzeit und damit eine kritische Phase für die Leichlinger Obstbauern, die insbesondere auch von ihrer Solinger Kundschaft leben. Haben Sie in ihren Gesprächen unter Umständen eine Chance für ein engeres Zeitfenster ausmachen können?

Landrat Dr. Herman-Josef Tebroke: Mir ist bewusst, dass die Sperrung für die Obstbauern und die anderen Unternehmen, die auf die Brücke angewiesen sind, ein echtes Problem darstellt. Gemeinsam mit dem Städten Leichlingen und Solingen sind wir bestrebt, die Nachteile so gering wie möglich zu halten. Leider waren wir aus den genannten Gründen gezwungen, die Brücke unmittelbar nach Bekanntwerden der jüngsten Prüfergebnisse zu sperren. Es tut mir leid, dass die Sperrung nun gerade in die Hochsaison der Erdbeerbauern fällt; hierauf hatten wir jedoch keinen Einfluss. Der Kreis hat gemeinsam mit der Stadt Solingen im engen Austausch mit den Gutachtern darauf hingewirkt, dass die Untersuchungen mit höchster Priorität durchgeführt werden. Derzeit wird mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die ausführlichen Belastungstests gearbeitet. Ich hoffe, dass die Gutachter schneller fertig werden. Darüber hinaus sind Umleitungen ausgeschildert, und der ÖPNV ist sichergestellt. Nähere Informationen zu der Baumaßnahme werden auf Infotafeln und im Internet zur Verfügung gestellt.


Auch wenn es sich in ganz anderen Dimensionen abspielt - die dramatischen Verschärfungen von Schäden innerhalb kurzer Zeit lassen sich durchaus mit Leverkusens Rheinbrücken-Problematik vergleichen - ist zu befürchten, dass es bald auch an diversen anderen Stellen des Kreises Sperrungen geben wird?

 Landrat Dr. Herman-Josef Tebroke: Hier kann ich natürlich nur für diejenigen Brücken sprechen, für die der Kreis zuständig ist. Zusammen mit der Wupperbrücke sind dies fünf Brücken – wenn man kleinere, technisch einfachere und demzufolge wenig anfällige Bauwerke außer Betracht lässt. Für die vier anderen Brücken kann ich diese Befürchtung ausdrücklich verneinen. In den vergangenen Jahren haben wir diese Brücken bereits erneuert; die letzte Maßnahme dieser Art ist die Aggerbrücke der K 37 in Vilkerath. Die Planungen sind in Abstimmung mit der Stadt Overath und den Anwohnern erfolgt und nahezu fertig; Baubeginn ist nächstes Jahr.


Was halten Sie von dem Vorschlag aus Solingen, eine Behelfsbrücke zu installieren?

Landrat Dr. Herman-Josef Tebroke: Die Behelfsbrücke ist seit langem ein gemeinsames Vorhaben. Der Rheinisch-Bergische Kreis ist zusammen mit der Stadt Solingen für die Wupperbrücke zuständig. Schon seit Beginn der Planungen für einen Neubau herrschte Einigkeit, dass für die Dauer der Bauzeit eine Behelfsbrücke installiert wird. Daher wurden auch schon vor Bekanntwerden der neuen Schäden die entsprechenden Planungen vorangetrieben und Fördermittelanträge vorbereitet. Dadurch sind wir nun in der Lage, den Bau der Behelfsbrücke vorzuziehen. Sie soll im März nächsten Jahres fertiggestellt sein. Auch hier werden wir alles unternehmen, damit es vielleicht noch etwas schneller vorangeht.

Pressemeldung 14.06.2017
Gesperrte Wupperbrücke: Prüfung ermittelt Dauer der Sperrung

Ab Mittwoch, 14. Juni, wird die Wupperbrücke an der Leichlinger Straße für den Fahrzeugverkehr gesperrt, ab Freitag, 16. Juni, gilt die Sperrung auch für Fußgänger und Radfahrer. Damit reagieren die Verantwortlichen im Rheinisch-Bergischen-Kreis und bei der Stadt Solingen auf ein Gutachten, das seit Montag schriftlich vorliegt. "Daraus geht hervor, dass die Standsicherheit der Brücke nicht mehr garantiert werden kann. Wir müssen umgehend reagieren", betont Solingens Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Kreis-Dezernent Gerhard Wölwer bekräftigt: "Wir sind in der Pflicht und Verantwortung. Zur Sperrung gibt es keine Alternative".

Behelfsbrücke und Neubau werden geplant
Stadt und Kreis als Eigentümer der Brücke planen einen zeitnahen Neubau, der vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Die Anträge dazu sind bereits gestellt. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Arbeiten 2019 beginnen, die Bauzeit beträgt voraussichtlich 18 Monate. Als Zwischenlösung soll eine Behelfsbrücke gebaut werden, die im Frühjahr 2018 stehen könnte. Die Planungen dazu haben bereits begonnen.

Die Wupperbrücke Brücke, die 1958 als Spannbetonkonstruktion errichtet wurde, steht schon seit längerer Zeit unter genauer Beobachtung, auch ihr Neubau war bereits mittelfristig vorgesehen. Der verarbeitete Spannstahl gehört zu einer Charge, von der man heute weiß, dass sie von minderwertiger Qualität ist und anfällig für die so genannte Spannungsrisskorrosion. Das Problem ist bundesweit bekannt, für betroffene Bauwerke gelten besondere Vorsorgemaßnahmen.

Detailprüfung soll Aufschluss geben
Vor diesem Hintergrund war die wichtige Verbindung zwischen Leichlingen und Solingen bereits Anfang 2016 einer Hauptprüfung unterzogen worden. Dabei wurde ein Risse-Kataster angelegt mit dem Ziel, zukünftige Entwicklungen im Vergleich besser beurteilen und bewerten zu können. Die Auswertung der Ergebnisse einer planmäßige Sonderprüfung vom 29. April diesen Jahres führte nun zur Entscheidung, die Brücke zu sperren. Im Vergleich mit dem früheren Risse-Kataster hatten sich auffällige negative Veränderungen gezeigt.

Wie es nun in den nächsten Wochen weitergehen kann, soll eine weitere Detailprüfung zeigen. Dabei werden alle Risse und Veränderungen nach einer Belastungsprobe noch einmal ausführlich untersucht und daraus Schlüsse gezogen. Ergebnisse werden frühestens in vier Wochen, spätestens aber zum Ende der Sommerferien vorliegen. Im besten Fall könnte dann eine Fahrspur vorübergehend wieder genutzt werden und auch Fußgänger und Radfahrer könnten passieren. Ebenso könnte aber auch die Entscheidung fallen, dass die Brücke aus Sicherheitsgründen nicht mehr geöffnet werden kann.

Umleitung ist ausgeschildert
Für den gesamten Fahrzeugverkehr gilt ab Mittwoch, 14. Juni, die Umleitungsstrecke, die seit 2016 schon für Fahrzeuge über 16 Tonnen ausgeschildert ist. Sie führt von Solingen über die Aufderhöher Straße (B229) und Opladener Straße (L288), von Leichlingen aus über die L79 (Landwehr Straße) und L288 (Opladener Straße) auf die Aufderhöher Straße (B229). Die betroffenen Busunternehmen sind informiert und werden Umleitungsstrecken fahren. Auf jeden Fall wird sicher gestellt, dass alle Ortsteile angebunden sind und alle Schulkinder ihre Schule erreichen.

Fußgänger und Radfahrer werden über die Juckelbrücke geleitet. Zu ihrem Schutz gilt auf der Wipperauer Straße Tempo 30, weitere Lösungen zur Absicherung ihres Weges werden vorbereitet.