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Bauen und Umweltschutz

Umweltgerechte Entwässerung

Grundsätzlich müssen die Städte und Gemeinden das auf ihrem Gebiet anfallende Abwasser beseitigen.

Im Einzelnen zählen hierzu das Sammeln und Fortleiten über eine Kanalisation und das Reinigen des Abwassers in einer Kläranlage. Von den circa 280.000 Einwohnern im Gebiet des Rheinisch-Bergischen Kreises sind mittlerweile über 98 Prozent an eine öffentliche Kanalisation und an eine zentrale kommunale Kläranlage angeschlossen. Betreiber der Großklärwerke sind die Kommunen oder auch Abwasserverbände wie der Aggerverband oder der Wupperverband. Nach den Vorgaben der kommunalen Abwasserverordnung haben die Städte und Gemeinden in den zurückliegenden Jahren Investitionen in Millionenhöhe in den Bau und die Sanierung von öffentlichen Kanälen investiert. Daher stellt der Kanalanschluss bei Bauvorhaben den Regelfall dar. Zu den Einzelheiten, wie Anschlussbedingungen, Anschlusskosten, Lage der Kanäle und viele Dinge mehr informieren die kommunalen Abwasserbetriebe.

Für weniger dicht besiedelte Außenortschaften, dort wo eine öffentliche Kanalisation nicht vorhanden ist, kann die Untere Umweltschutzbehörde beim Rheinisch-Bergischen
Kreis die Kommune von der Pflicht zur zentralen Abwasserbeseitigung freistellen. Sie überträgt diese dann auf den Grundstückseigentümer. In diesem Fall ist dieser
für die ordnungsgemäße Beseitigung des Abwassers verantwortlich. Dann ist dort eine Kleinkläranlage nach dem Stand der Technik zu errichten und zu betreiben. Für den dort anfallenden Klärschlamm bleibt weiterhin die Stadtbeziehungsweise Gemeinde verantwortlich.

Folgende Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein:

  • das Grundstück muss im Außenbereich liegen eine Übernahme des Abwassers durch die Gemeinde ist wegen technischer Schwierigkeiten oder wegen, 
  • eines unverhältnismäßig hohen Aufwandes nicht möglich, 
  • das Wohl der Allgemeinheit steht einer dezentralen Abwasserbeseitigung durch den Nutzungsberechtigten nicht entgegen.

Genehmigung von Kleinkläranlagen

Für den Bau und Betrieb einer Kleinkläranlage ist eine wasserrechtliche Erlaubnis notwendig. Zuständig dafür ist die Untere Umweltschutzbehörde beim Rheinisch-Bergischen Kreis. Nähere Auskünfte dazu finden sich auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises, unter dem Stichwort Schmutzwasserbeseitigung auf privaten Grundstücken.

Dichtheitsprüfung von privaten Abwasserleitungen

Abwasserleitungen müssen zum Schutze des Grundwassers dicht sein. Daher ist derjenige, der eine solche Leitung betreibt verpflichtet, ihren Zustand und ihre Funktionsfähigkeitselbst zu überwachen. Unterirdisch verlegte Leitungen für Schmutz- und Mischwasser müssen nach Errichtung oder wesentlicher Änderung durch einen Sachkundigen auf Dichtheit überprüft werden. Die Verpflichtung zur Dichtheitsprüfung besteht nicht für Leitungen, in denen nur Regenwasser abfließt. Innerhalb von Wasserschutzgebieten für die öffentliche Wasserversorgung (siehe auch 6.2 Bauen in Wasserschutzgebieten) sind die Leitungen, die zum Sammeln oder Fortleiten von Schmutz- und Mischwasser genutzt werden und vor dem 01.01.1965 errichtet wurden bis spätestens zum 31.12.2015 auf Zustand und Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen. Alle anderen Abwasserleitungen in Wasserschutzgebieten sind erstmals bis spätestens 31.12.2020 prüfen zu lassen. Für die anderen Leitungen außerhalb von Wasserschutzgebieten hat der Landesgesetzgeber keine Fristen für die erstmalige Prüfung festgesetzt. Es bleibt den Städten und Gemeineden allerdings vorbehalten, im Rahmen ihrer Satzung auch dort Fristen festzulegen. Detailliertere Auskünfte zu Fristen, zugelassenen Fachunternehmen, Prüfmethoden und den Sanierungsfristen erteilen die kommunalen Abwasserbetriebe.

Regenwassernutzung

Wer gleich beim Neubau seines Hauses daran denkt, das Regenwasser geschickt zu nutzen, kann später Kosten sparen. Wasser ist für den Menschen nicht nur die wichtigste Lebensgrundlage, sondern es ist auch unentbehrlich für das Gleichgewicht im Naturhaushalt. Der sparsame Umgang mit Wasser schont die Natur und gleichzeitig den Geldbeutel. In Deutschland werden täglich circa 130 Liter Trinkwasser pro Person verbraucht, davon fließen allein 20 bis 30 Liter durch die Toilettenspülung. Für Baden, Duschen und Körperpflege fallen noch einmal rund 45 Liter an. Die Waschmaschine schluckt etwa 20 Liter und der Rest wird für Geschirrspülen, Trinken, Kochen und Gartenbewässerung gebraucht. Durch die geschickte Nutzung des Regenwassers lässt sich der tägliche Wasserverbrauch deutlich reduzieren.

Dezentrale Regenwasserbeseitigung

Zum Erhalt des natürlichen Wasserkreislaufes ist es sinnvoll, das auf den befestigten Flächen, Dachflächen und weitere Flächen eines Baugrundstückes anfallende unverschmutzte Regenwasser örtlich zur Versickerung zu bringen. Dies funktioniert natürlich nur dort, wo der Boden genügend durchlässig ist. Weiterhin muss mit dem kommunalen Abwasserbetrieb die Befreiung vom Anschluss und Benutzungszwang geklärt werden. Sollte von dort aus eine Zustimmung vorliegen, ist zunächst ein Bodengutachten über die Aufnahmefähigkeit des Untergrundes zu erstellen. Dies kann dann als Grundlage für den bei der Unteren Umweltschutzbehörde vorzulegenden wasserrechtlichen Erlaubnisantrag sein.

Weitere Informationen gibt es bei den im Anhang benannten Mitarbeitern der Unteren Umweltschutzbehörde beziehungsweise auf der Homepage des Kreises.