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Die Baugenehmigung

Baulasten/Baulastenverzeichnis

Grundstücke sind oft ungünstig geschnitten, zu klein, ohne Zufahrtsmöglichkeit oder haben einen sonstigen bauordnungsrechtlichen Mangel, der eine Bebauung verhindert. Hier kann es Schwierigkeiten geben, sein Wunschhaus entsprechend den gesetzlichen Vorschriften auf dem Grundstück zu planen. Oft ist es ein Problem, die erforderlichen Abstandsflächen vom Gebäude auf dem eigenen Grundstück unterzubringen.

In vielen Fällen gibt es die Möglichkeit, dieses Problem mit einer sogenannten „Baulast” zu lösen. Sind auf dem Nachbargrundstück Freiflächen vorhanden und ist der Nachbar bereit, die fehlende Abstandfläche auf seinem Grundstück zu übernehmen, kann in das Baulastenverzeichnis eine Baulast eingetragen werden. Dieses Baulastenverzeichnis wird bei der Baugenehmigungsbehörde geführt. Vor dem Erwerb eines Grundstückes ist es in jedem Falle ratsam, sich mit dieser Dienststelle in Verbindung zu setzen.

Hier bekommt man nicht nur Auskunft über eventuell bereits bestehende Belastungen des Grundstückes, sondern auch über die Möglichkeiten, bauordnungsrechtliche Probleme durch Eintragung einer Baulast zu beseitigen.

Teilbaugenehmigung

Für Teile des Bauvorhabens kann eine Vorausgenehmigung als sogenannte „Teilbaugenehmigung” erteilt werden. Damit können Bauarbeiten für die Baugrube und für einzelne Bauteile, zum Beispiel die Fundamente, bereits´schriftlich gestattet werden. Allerdings können in der eigentlichen Baugenehmigung später für bereits begonnene Bauteile, falls nötig, zusätzliche Anforderungen gestellt werden, zum Beispiel Brandschutzauflagen.

Geltungsdauer der Baugenehmigung

Die Baugenehmigung und die Teilbaugenehmigung erlischt, wenn nicht innerhalb von drei Jahren mit dem Bau begonnen oder der Bau länger als ein Jahr unterbrochen wurde. Auf schriftlichen Antrag kann die Frist jedoch jeweils bis zu einem Jahr verlängert werden.

Bauausführung und Bauüberwachung

Während der Bauzeit übernimmt der Bauherr verschiedene Verpflichtungen. Der Beginn des Bauvorhabens, die Fertigstellung des Rohbaus und die abschließende Fertigstellung müssen der Baugenehmigungsbehörde mindestens eine Woche vorher schriftlich mitgeteilt werden. Das Bauvorhaben unterliegt der behördlichen Bauüberwachung.

Neben den Bauherren sind im Rahmen ihres Wirkungskreises die Entwurfsverfasser, die Fachplaner, die Bauleiter und die Bauunternehmer für die Einhaltung aller Bauvorschriften verantwortlich.

Die Baubehörde gibt Auskunft, welche Personen hierzu bestellt werden müssen. Die genehmigten Baupläne und der Bauschein müssen von Anfang an auf der Baustelle vorhanden sein. Nur wenn Bescheinigungen über Stichprobenkontrollen durch staatlich anerkannte Sachverständige vorliegen, findet für diesen Bereich eine bauaufsichtliche Überwachung nicht mehr, beziehungsweise in einem deutlich geringeren Umfang statt.