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Gebärdensprachdolmetscher

Handicap hautnah
Barrieren überwinden

Warum gibt es dieses Angebot?

In fast allen Bereichen des täglichen Lebens bewegen sich hörgeschädigte Menschen als Minderheit in einer hörenden Umwelt.
Viele Beratungsangebote können hörgeschädigte Menschen aufgrund ihrer Behinderung nicht in Anspruch nehmen. Sie können gesprochene Sprache nicht oder nicht ausreichend wahrnehmen.
Durch den Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern können hörgeschädigte Menschen besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben.
Gebärdensprachdolmetscher haben die Funktion des Sprachmittlers.
Sie übersetzen die deutsche Lautsprache simultan in die deutsche Gebärdensprache.

Am 06.07.2017 hat der Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises beschlossen, dass auf Antrag die Kosten für Gebärdensprachdolmetscher in „allgemeinen“ Beratungsprozessen übernommen werden.
Dies gilt, soweit Haushaltsmittel hierfür in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen.

Für welche Inhalte soll eine Kostenübernahme
erfolgen?

Die Kosten für Gebärdensprachdolmetscher können vom Amt für Integration und Inklusion übernommen werden, sofern kein anderer Leistungsträger für die Kostenübernahme vorrangig zuständig ist.

Eine Kostenübernahme durch den Rheinisch-Bergischen Kreis ist u.a. in den Bereichen

  • allgemeine Beratungsgespräche, z.B.:
    Vorsorge, oder Hygieneberatung
    Aufklärungsgespräche
    Verbraucher- oder Schuldnerberatung
    Frauenberatung
    Schuldnerberatung
  • Elterngespräche in Kindertageseinrichtungen
  • Erst-Beratung in Einrichtungen der Jugendhilfe
  • Beratungsgespräche oder Veranstaltungen

von Wohlfahrtseinrichtungen möglich.

Es erfolgt zwingend eine Einzelfallprüfung zur Beurteilung der Kostenübernahmemöglichkeit.

Wer kann die Leistung in Anspruch nehmen?

Zum berechtigten Personenkreis gehören Menschen, die das Merkzeichen „Gl“ (gehörlos) in ihrem Schwerbehindertenausweis bzw. Feststellungsbescheid haben.

Wie findet die Genehmigung statt?

Gehörlose Menschen können beim Rheinisch-Bergischen Kreis, Amt für Integration und Inklusion, einen Antrag auf Kostenübernahme stellen.
Zur Beantragung muss der beiliegende Antragsvordruck zusammen mit dem Schwerbehindertenausweis und dem Feststellungsbescheid (bei Erstantragstellung) beim Amt für Integration und Inklusion eingereicht werden.
Dazu ist eine Erklärung erforderlich, welche Art von Beratungsgespräch erfolgen soll, um erkennen zu können, ob ein anderer Träger für die Kosten des/der Gebärdensprachdolmetscher zuständig ist.

Andere Kostenträger können z.B. sein: 

  • Stadt
  • Gemeinde
  • Bezirksregierung
  • LVR
  • Krankenkassen
  • Pflegekassen
  • Deutsche Rentenversicherung
  • Bundesagentur für Arbeit
  • etc.

In welcher Höhe werden die Kosten übernommen?

Die Kosten werden analog der Rahmenvereinbarung zwischen dem Berufsverband der Gebärdensprachdolmetscher NRW und den Inklusionsämtern des Landschaftsverbandes Rheinland sowie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zur Finanzierung von Gebärdensprachdolmetscheinsätzen im Rahmen der begleitenden Hilfen im Arbeitsleben wie folgt vergütet:

Dolmetschzeiten:
75,00 € je volle Zeitstunde
37,50 € je angefangene halbe Einsatzstunde

Fahr- und Wartezeiten:
65,00 € je volle Zeitstunde
32,50 € je angefangene halbe Einsatzstunde

Welchen Qualifikationsabschluss müssen die
Gebärdensprachdolmetscher vorweisen?

Anerkannt sind:

  • Diplom GSD (Universität), zukünftig Bachelor (B.A.) Gebärdensprachdolmetschen (Universität), bzw. Master (M.A.) Gebärdensprachdolmetschen (Universität) 
  • Diplom-GSD/in (FH), zukünftig Bachelor Gebärdensprachdolmetschen ( FH) 
  • Staatl. geprüfter GSD (Prüfungsstellen Darmstadt/ München) 
  • Geprüfter GSD (IHK Düsseldorf)

Hinweis für gemeinnützige Träger und Veranstalter

Haben Sie eine Veranstaltung geplant, die sie inklusiv gestalten möchten, oder nehmen hörbeeinträchtigte Menschen an Ihrer Veranstaltung teil, können Sie auch als Veranstalter die Kostenübernahme beantragen.
Auch hier wird der Antrag geprüft und bei Genehmigung werden die Kosten übernommen.
Wenden Sie sich bitte dazu bereits vorab an das Amt für Integration und Inklusion.


Weiter möchten wir Sie auf die Informationsbroschüren des Rheinisch-Bergischen Kreises zu inklusiven Themen aufmerksam machen.

Das Amt für Integration und Inklusion bietet unter dem Thema "Handicap hautnah - Barrieren überwinden" verschiedene Materialien und Hilfsmittel rund um Inklusion an. Diese können kostenlos entliehen werden.
So stehen zum Beispiel eine mobile induktive Höranlage und ein mobiles Rampensystem zur Verfügung, um beeinträchtigten Menschen die Teilhabe zur ermöglichen.
Auch können unter dem Thema "Handicap hautnah - Behinderung erleben und verstehen" ein Rollstuhlparcours, ein Alterssimulationsanzug und ein Brillenset, mit dem verschiedene Augenerkrankungen simuliert werden, entliehen werden, um Behinderung erlebbar zu machen.

Die Angebote finden Sie unter dem Link:

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