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Gedenktag 27. Januar

Der Besuch des Bundespräsidenten Roman Herzog im Konzentrationslager Auschwitz im Januar 1995 war der erste Besuch eines deutschen Staatsoberhauptes an diesem Ort. Auschwitz ist das Synonym für die systematische Ermordung von Millionen jüdischer Menschen durch das NS-System. Aber auch andere Gruppen waren im Visier der Nazis, wie Roma und Sinti, Intellektuelle wie Geistliche, Kommunisten und Gewerkschafter, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, sogenannte Asoziale, geistig wie körperlich Behinderte …
Nach seiner Rückkehr aus Polen, wo die Nationalsozialisten zahlreiche ihrer Tötungslager errichteten, rief Roman Herzog 1996 den 27. Januar zum nationalen Gedenktag aus. Seitdem bemüht sich der Rheinisch-Bergische Kreis, jedes Jahr im Januar eine Ausstellung im Kreishausfoyer zu präsentieren, die diese Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.
Wenn es sich anbietet, werden die Eröffnungen durch den Landrat in Zusammenarbeit mit Schulen gestaltet.

Aktuelle Ausstellung:
zuletzt im Januar 2019

„Schalom. Drei Fotografen sehen Deutschland“

© Holger Biermann

Ausstellungseröffnung „Schalom. Drei Fotografen sehen Deutschland“ am 14. Januar um 11 Uhr im Kreishaus Heidkamp

Wie sieht jüdisches Leben in Deutschland heute aus? Mit dieser Frage befasst sich die Ausstellung „Schalom. Drei Fotografen sehen Deutschland“ der Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“, die am Montag, den 14. Januar um 11 Uhr durch Landrat Stephan Santelmann im Kreishaus eröffnet wird. Eine Einführung in die Thematik gibt Ann-Kathrin Heinzelmann vom Haus der Geschichte. Mitgestaltet wird die Eröffnung durch eine zehnte Klasse des benachbarten Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

Seit über 20 Jahren greift das Kulturbüro des Rheinisch-Bergischen Kreises den Gedenktag „27. Januar 1945“, den Tag der Befreiung des KZ-Auschwitz, mit Veranstaltungen im Kreishaus auf. Mit der diesjährigen Leih-Ausstellung wird die Frage behandelt, wie alltäglich und selbstverständlich jüdisches Leben in Deutschland 70 Jahre nach dem Holocaust ist. Die Ausstellung umfasst Werke der Fotografen Holger Biermann, Rafael Herlich und Benyamin Reich, von denen zwei auch in Israel geboren wurden. Die Bilder mit einer großen thematischen Bandbreite umspannen die Jahre 2000 bis 2015 und dokumentieren jüdisches Leben und Kultur - dabei nehmen die Künstler aufgrund ihres unterschiedlichen Alters, ihrer Herkunft und ihren Erfahrungen unterschiedliche Perspektiven ein. Sie zeigen Kinder in einer Talmudschule oder gläubige Juden am Neujahrsfest Rosch Haschana, aber auch antisemitische Schmierereien an einer Synagoge.

Wie auch in den Vorjahren wird eine Schulklasse die Veranstaltung aktiv mitgestalten. In diesem Jahr sind das Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Bergisch Gladbach, die vorbereitend ein Gespräch mit dem jüdischen Publizisten und Journalisten Günther Bernd Ginzel geführt haben. Unterstützt wurden sie dabei durch ihre Religionslehrerin Britta Averkamp-Peters. Die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Thema soll den Raum bieten, sich selbst mit den damit verbundenen Fragestellungen zu identifizieren: Warum ist Anderssein oftmals so unerwünscht, welche Erfahrungen habe ich selbst mit Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit gemacht? Gewiss hat fast jeder dazu eine Geschichte zu erzählen.

Bis zum 15. Februar einschließlich ist die Ausstellung „Schalom. Drei Fotografen sehen Deutschland“ montags bis donnerstags 8:30 bis 18:00 Uhr und freitags 8.30 bis 14:00 Uhr im Kreishaus zu sehen. Mehr Infos gibt es über das Kulturbüro, Telefon 02202 13-2770 oder per E-Mail an kultur@rbk-online.de.