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Gedenktag 27. Januar

Der Besuch des Bundespräsidenten Roman Herzog im Konzentrationslager Auschwitz im Januar 1995 war der erste Besuch eines deutschen Staatsoberhauptes an diesem Ort. Auschwitz ist das Synonym für die systematische Ermordung von Millionen jüdischer Menschen durch das NS-System. Aber auch andere Gruppen waren im Visier der Nazis, wie Roma und Sinti, Intellektuelle wie Geistliche, Kommunisten und Gewerkschafter, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, sogenannte Asoziale, geistig wie körperlich Behinderte …
Nach seiner Rückkehr aus Polen, wo die Nationalsozialisten zahlreiche ihrer Tötungslager errichteten, rief Roman Herzog 1996 den 27. Januar zum nationalen Gedenktag aus. Seitdem bemüht sich der Rheinisch-Bergische Kreis, jedes Jahr im Januar eine Ausstellung im Kreishausfoyer zu präsentieren, die diese Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.
Wenn es sich anbietet, werden die Eröffnungen durch den Landrat in Zusammenarbeit mit Schulen gestaltet.

Ausstellung:
zuletzt im Januar 2020

„Flucht früher und heute“ 

 Eve-Marie Minna Czyttrich (1923-2012) und  Azad Ibrahim (1987). © Marie-Louise Lichtenberg 2008 und 2018

„Flucht früher und heute“
Eine Ausstellung von Marie-Louise Lichtenberg

Die Wermelskirchener Künstlerin und Autorin Marie-Louise Lichtenberg stellt in ihrer eindrücklichen Fotoausstellung Fluchterfahrungen des Zweiten Weltkrieges denen der heutigen Opfer von Krieg und Terror gegenüber. Die großformatigen Porträtfotos, flankiert von begleitenden Texttafeln, erzählen Lebens- und Fluchtgeschichten in einem Zeitraum von über 80 Jahren. Der Besucher wird mit dem Leid der Opfer der irrsinnigen Rassenlehre der Nazis konfrontiert, aber auch mit Lebensgeschichten in denen Widerstand, Flucht, Terror und Vertreibung eine Rolle spielen – immer damals und heute, sei es in Deutschland oder Syrien. Marie-Louise Lichtenberg hat sich auf eine aufwühlende Reise begeben, auf eine Reise durch Europa, aber auch auf eine Reise im eigenen Land. Sie ist Menschen begegnet, die ihre Heimat verlassen und sich gleichsam eine neue suchen mussten, Menschen, die ungewollt zu Fremden wurden. Sie wollte sie kennenlernen, diese Fremden mitten unter uns, mit ihnen sprechen, ihre Geschichte erfahren, sie bewahren und dokumentieren, sie zu Wort kommen lassen und porträtieren. Die Ausstellung wirbt für Mitmenschlichkeit und Respekt, aber auch für eine kritische Auseinandersetzung mit einem Thema, was zu jeder Epoche nur Verlierer hervorbringt und unmenschliches Leiden schafft: Krieg und Terror. Gleichzeitig erzählen die Porträts aber auch Geschichten von Mut, Neubeginn und Hoffnung. Die Lebens- und Fluchtgeschichten beruhen auf zwei Büchern der Autorin, die insofern im Rahmen der Ausstellungseröffnung auch vorgestellt werden: „Zwischen Glück und Grauen. Begegnungen mit Überlebenden der nationalsozialistischen Diktatur“ und „Ein Gefühl von Zukunft. Menschen verlassen ihre Heimat, überschreiten Grenzen, betreten Neuland“.

Bis zum 14. Februar einschließlich ist die Ausstellung „Flucht früher und heute“ montags bis donnerstags 8:30 bis 18:00 Uhr und freitags 8.30 bis 14:00 Uhr im Kreishaus zu sehen. Mehr Infos gibt es über das Kulturamt, Telefon 02202 13-2770 oder per E-Mail an kultur@d4f32c8d016d4caa9d7fe12281074eb4rbk-online.de.