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Impfung COVID-19

Einzelfallentscheidungen zu Impfprioritäten:

Die Bundes- und Landesregierung beabsichtigen jeder Bürgerin und jedem Bürger ein Impfangebot zu unterbreiten. Da die Impfstoffmenge derzeit begrenzt ist, ist die Impfreihenfolge in der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes geregelt worden. Dort werden 3 Impfprioritäten festgelegt und beschrieben. In der ersten Märzhälfte wird es möglich sein, den ersten Menschen aus der 2. Priorität (§ 3) ein Impfangebot zu geben. Da sich in dieser Personengruppe sehr viele Menschen befinden und die Impfstoffmenge noch immer begrenzt ist, wird das Land NRW die weitere Reihenfolge innerhalb der 2. Priorität vorgeben. Der Gesetzgeber eröffnet zwei Möglichkeiten für Einzelfallentscheidungen:

I. Gleichstellungsanträge

Falls Sie eine Vorerkrankung haben, schauen Sie bitte zunächst in der oben genannten Impfverordnung in den § 3 und 4, ob Ihre Erkrankung dort genannt ist. Falls dies der Fall sein sollte, brauchen Sie keine Einzelfallentscheidung zu beantragen. Sie sind dann fest in dieser Priorität eingeordnet. Das Land NRW wird in Kürze entscheiden, wie und voraussichtlich wann mit der Impfung der Vorerkrankten begonnen werden kann. Falls Sie eine Vorerkrankung haben, die dort nicht aufgeführt ist, nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihrem behandelnden Arzt auf. Sie haben die Möglichkeit bei der Kreisverwaltung einen Antrag auf Gleichstellung in die Priorität 2 oder 3 zu stellen.

Antrag auf Gleichstellung in der Priorität 2

In der Priorität 2 (§ 3 Impfverordnung) hat u.a die Personengruppe einen Anspruch auf die Impfung, für die aufgrund einer Vorerkrankung ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht. In der Impfverordnung werden mehrere Krankheitsbilder explizit genannt. Da eine solche Auflistung aber nie abschließend sein kann, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit eröffnet, auf Antrag in Einzelfällen mit diesen Vorerkrankten gleichgestellt zu werden. Diese Möglichkeit besteht für Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht.

Antrag auf Gleichstellung in der Priorität 3

In der 3. Priorität ist u.a. in der Impfverordnung (§ 4) wiederum die Personengruppe mit entsprechenden Vorerkrankungen aufgeführt. Auch hier ist die Aufzählung nicht abschließend. Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, haben auch hier die Möglichkeit die Gleichstellung zu beantragen.

Verfahren für einen Antrag auf Gleichstellung

Der Antrag ist bei dem Kreis zu stellen, in welchem sich der Erstwohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthaltsort befindet. Voraussetzung ist ein ärztliches Attest. Sie müssen sich also unbedingt zuerst mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung setzen. Wenn Sie im Rheinisch-Bergischen Kreis wohnen und einen Antrag auf Einzelfallentscheidung zur Gleichstellung stellen möchten, benötigen Sie zuerst ein ärztliches Attest. Diese muss nach dem 08.02.2021 ausgestellt sein. Wenn dies vorliegt, stellen Sie bitte per Post oder E-Mail einen Antrag:

Rheinisch-Bergischer Kreis
Impfzentrum
Am Rübezahlwald 7
51469 Bergisch Gladbach

oder an impftermine@11d69dcc20f844b9b5f0da03c2a10cbdrbk-online.de.

Bitte schicken Sie nur Kopien und keine Originale. Sie erhalten so bald wie möglich eine Antwort. Bitte sehen Sie in der Zwischenzeit von telefonischen Rückfragen zum Stand der Bearbeitung ab. Wenn Sie Fragen zum Thema Einzelfallentscheidungen haben, wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsministerium NRW unter 0211 855-5.

Impfterminvergabe bei Genehmigung Ihres Antrages

Falls Ihr Antrag genehmigt wird, gehören Sie zu der Personengruppe der 2. oder 3. Priorität. Dies bedeutet, dass der Zeitpunkt für Ihren Anspruch auf eine Schutzimpfung davon abhängig ist, ab welchem Zeitpunkt die Vorerkrankten aus der jeweiligen Priorität ein Impfangebot erhalten. Wie oben bereits erläutert, werden Sie also genauso behandelt wie alle anderen Personen mit den entsprechenden Vorerkrankungen. Dies kann zur Folge haben, dass Sie nicht sofort einen Impftermin erhalten können. Zurzeit ist auch noch nicht abschließend vom Land NRW geklärt, wie, wann und wo die Vorerkrankten geimpft werden sollen. Bitte halten Sie die Veröffentlichungen des Landes NRW im Auge. Auf dieser Seite werden entsprechende Erläuterungen folgen.

II. Höchstpriorisierungsanträge

Es besteht auch die Möglichkeit einen Antrag auf Einstufung in eine höhere Priorisierung zu stellen. Mit einem Höchstpriorisierungsantrag würden Sie die Einstufung in die zurzeit zur Impfung berechtigten Priorisierungsgruppen beantragen. Da es sich hierbei um eine bevorzugte Impfung außerhalb der gesetzlichen Impfreihenfolge nach der Impfverordnung handelt, hat das Land NRW hierfür eine besondere Prüfung vorgesehen.

Verfahren

Der Antrag ist wie oben beschrieben bei der für Sie zuständigen Kreisverwaltung einzureichen. Dem Antrag sind begründete (fach-)ärztliche Zeugnisse der behandelnden Ärzte über das Vorliegen eines Einzelfalls beizufügen. Aus den Zeugnissen muss sich zweifelsfrei ergeben, dass die antragstellende Person ein sehr hohes, hohes oder erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hat. Die mit dem Antrag vorgelegten individuellen ärztlichen Zeugnisse müssen nach Inkrafttreten der CoronaImpfV vom 8. Februar 2021 ausgestellt sein.

Die Kreisverwaltung leitet diese Anträge an die Deutsche Rentenversicherung Rheinland mit der Bitte um ärztliche Beurteilung weiter, ob eine Impfpriorisierung aufgrund eines nicht gesetzlich geregelten Einzelfalles gerechtfertigt ist. Die Deutsche Rentenversicherung prüft die weitergeleiteten Anträge und gibt der Kreisverwaltung eine zeitnahe Rückmeldung zur Berechtigung des Antrages. Der Antrag wird dann von der Kreisverwaltung beschieden.

Impftermine für Senioren 

Bürgerinnen und Bürger aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, die über 80 Jahre alt sind, können sich aktuell für die kostenlose Impfung gegen das Corona-Virus im Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises anmelden. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) organisiert die Terminvergaben. Für Terminreservierungen stehen die Hotline 0800 116 117 01 sowie die Website www.116117.de zur Verfügung. Sie erhalten hier auch den Termin für die notwendige Folgeimpfung.

WICHTIG: Aufgrund der hohen Zugriffszahlen beim Buchungs-Portal und der Hotline der KVNO kommt es leider immer noch zu vorübergehenden Engpässen bei der Terminvergabe. Der Rheinisch-Bergische Kreis hat hierauf keinen Einfluss. Neue Termine werden von der KVNO nach und nach ins System eingestellt. So kann es vorkommen, dass für einzelne Impfzentren zeitweilig keine freien Termine verfügbar sind. Hier beantwortet die KVNO häufige Fragen zur Terminvergabe:
https://patienten.kvno.de/service/fragen-und-antworten-zur-terminvergabe-der-corona-impfung

Das Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises

Das Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises in der RheinBerg Galerie, Hauptstraße 131 in Bergisch Gladbach, ist betriebsbereit. Busbahnhof und S-Bahnhof liegen in unmittelbarer Nähe. Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Ein zweiter Standort im Nordkreis wird landesseitig geprüft und könnte durch den Kreis eingerichtet werden!

Das Impfen ist freiwillig. Die Beschaffung des Impfstoffs übernimmt der Bund. Verantwortlich für den gesamten Prozess in Nordrhein-Westfalen ist das Land. Es hat einen Ablaufplan entwickelt, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollen. Dabei geht es vor allem um sogenannte vulnerable (verletzliche) Menschen, wie Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- oder Pflegeeinrichtungen sowie allgemein Alte und Vorerkrankte. Sind sie ausreichend mobil, werden sie im Impfzentrum immunisiert. Gleichzeitig werden Berufsgruppen der pflegerischen Versorgung sowie anschließend der kritischen Infrastruktur bevorzugt geimpft, hier etwa Angehörige von Polizei oder Feuerwehr. Für diese praktische Umsetzung der Landespläne ist der Rheinisch-Bergische Kreis zuständig.

Aktuell erreichen den Rheinisch-Bergischen Kreis viele Fragen rund um das Thema "Impfen". Der Kreis ist nicht originär zuständig für die Durchführungen der Impfungen. Die Impfstoffe werden vom Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt und auch ausgeliefert. Der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) obliegt das eigentliche Impfen.

Die Impfzentren werden durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) betrieben. Die KV organisiert auch die Terminvergaben. Für Terminreservierungen steht die bundesweite Telefonnummer 116117 zur Verfügung.

Außerdem hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) ein Bürgertelefon zur Corona-Schutzimpfung eingerichtet.
Telefon: 0211 / 9119-1001
Montag - Freitag: 8 bis 20 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 18 Uhr
E-Mail: corona@a94243ee74e848f28e7ee91d89756ebdnrw.de

Alle Angaben beziehen sich auf aktuelle Planungsstände und werden derzeit laufend angepasst.

Eröffnung des Impfzentrums 

Startschuss im Impfzentrum für den Rheinisch-Bergischen Kreis im Untergeschoss der RheinBerg Galerie in Bergisch Gladbach

Mit dem Auto zum Impfzentrum

Mit dem ÖPNV zum Impfzentrum

Testlauf im Impfzentrum

Ein ausführlicher Testlauf im neuen Impfzentrum in der Rhein-Berg Galerie ist erfolgreich verlaufen. Dabei wurden noch einmal sämtliche Vorgänge überprüft und eingeübt, vom Empfang der Ankommenden über die Immunisierung selbst bis zur kurzen Wartephase für frisch Geimpfte.

Ein Video-Rundgang durch das Impfzentrum


FAQs - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Muss ich mich impfen lassen?

Nein. Die Impfung ist freiwillig.
Aber: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto weniger Menschen erkranken.

Was kostet die Corona-Impfung für mich?

Die Corona-Impfung ist kostenlos.

Die Kosten für das Impfmittel übernimmt die Bundesregierung. Die Kosten für Spritzen und Kanülen übernimmt das Land.

Wo finde ich mein Impfzentrum?

In jedem Kreis und in jeder kreisfreien Stadt befindet sich ein Impfzentrum.

Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen 53 Impfzentren. Alle Impfzentren im Überblick unter: https://www.land.nrw/de/corona/impfung

Wer kann zuerst geimpft werden?

  • Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen
  • Menschen ab 80 Jahre
  • Beschäftigte ambulanter Pflegedienste sowie in medizinischen Bereichen

Weitere Antworten finden Sie auf folgenden Websites

Antworten der Kassenärztlichen Vereinigung NORDRHEIN auf häufig gestellte Fragen

Antworten des Landes NRW auf häufig gestellte Fragen

Antworten des Robert Koch-Instituts (RKI) auf häufig gestellte Fragen


Wirkweise und potentielle Risiken der mRNA-Impfstoffe gegen COVID19

Martin Moder, österreichischer Molekularbiologe, Autor populärwissenschaftlicher Bücher und Teil der Wissenschaftskabarettgruppe Science Busters, erklärt die Wirkweise und potentiellen Risiken der mRNA-Impfstoffe gegen COVID19