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Vorreiter im Nordkreis: GGS Uferstraße als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert

Vorreiter im Nordkreis: GGS Uferstraße als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert
Haus der kleinen Forscher GGS Uferstr._1 mit v.l. Dr. Susanne Reinold, Schulleiterin Waltraud Lotz, Bürgermeister Frank Steffes, Schulrat Christoph Lützenkirchen und Sophia Tiemann, Leiterin des Amtes für Bildung beim Rheinisch-Bergischen Kreis

Als erste Grundschule im Nordkreis und sogar als eine von nur wenigen im gesamten Regierungsbezirk Köln ist die Städtische Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Uferstraße jetzt als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert worden. Diese Auszeichnung bekommen Schulen, die sich in besonderem Maße für das Forschen in den sogenannten MINT-Disziplinen, also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik engagieren. „Durch die spielerische Vermittlung von wissenschaftlichen Phänomenen wollen wir die Kinder mehr für die naturwissenschaftlichen Fächer begeistern“, sagt Sophia Tiemann, Leiterin des Amtes für Bildung beim Rheinisch-Bergischen Kreis. Bei der Zertifizierungsfeier gratulierten weiterhin Schulrat Christoph Lützenkirchen und Bürgermeister Frank Steffes. Die beiden zeigten sich begeistert von den Leistungen der Schüler. „Ich bin sehr stolz, dass wir die erste Schule im Nordkreis haben, die diese Zertifizierung bekommen hat. Man merkt, wie viel Spaß den Kindern das Forschen macht“, findet der Rathauschef aus Leichlingen. Auf der Bühne zeigten die engagierten Schüler nicht nur in einem Schullied, was sie musikalisch drauf haben, sondern auch in einem Experiment, was sie im Unterricht erforscht haben. Dabei kam es beim Versuch „Backpulver Vulkan“ zu einem Ausbruch durch das Zufügen von Backpulver in den Vulkankrater. Für Schulleiterin Waltraud Lotz ist das Forschen in den MINT-Disziplinen ein wichtiger Unterrichtsinhalt: „Ich bin stolz, dass die Kinder und Kollegen mit ihrem Engagement so gut mitgemacht haben. Wir wollen in Zukunft jeden Tag forschen“.

Viele Lehrer an der Grundschule Uferstraße haben unterschiedliche Workshops besucht, in denen sie gelernt haben, wie sie naturwissenschaftliche Phänomene kindgerecht und spannend vermitteln können. Organisiert wurden diese vom MINT-Netzwerk Rhein-Berg in Kooperation mit den außerschulischen Lernort-Partnern :aqualon und :metabolon. Die Fortbildungen griffen beispielsweise Themen wie „Wasser in Natur und Technik“, „Forschen mit Sprudelgas“ und „Technik – Kräfte und Wirkungen“ auf. Im Mittelpunkt steht dabei stets das selbstständige Experimentieren, Ausprobieren und Forschen der Schüler. Diese werden dazu angeleitet, Phänomene, Zusammenhänge und Hintergründe zu hinterfragen und eigene Lösungsansätze zu entwickeln. So werden sie selbst zu kleinen Forschern und nehmen ihren Alltag mit anderen Augen wahr. „So eine Auszeichnung ist nicht selbstverständlich. Da steckt sehr viel intensive Arbeit mit den Schülern dahinter“, bringt es Schulrat Christoph Lützenkirchen auf den Punkt.

Kleine Forscher experimentieren zu Wasser, Luft, Feuer, Magnetismus und Optik
Im Mittelpunkt der Experimente und Inhalte stehen die Themenfelder Wasser, Luft, Magnetismus und Optik. Dazu erkundeten die Kinder unter anderem bei einer Exkursion Wupperufer und Wupperwasser. Bei den Untersuchungen standen Wasserkreislauf, Wasserreinigung und Wassergewinnung im Fokus. Ein weiteres Highlight für die kleinen Forscher war der Besuch beim Naturgut Ophoven in Leverkusen. Hier wurde ihnen der kindgerechte Umgang mit elektrischer Energie und das Thema Stromerzeugung nahe gebracht.

Die Zertifizierung
Damit eine Bewerbung zu einer Zertifizierung erfolgreich ist, muss das Forschen als fester und regelmäßig wiederkehrender Bestandteil in den Schulalltag integriert sein. Daneben ist es wichtig, dass die Projekte, Beobachtungen und Versuche schriftlich dokumentiert werden. Zusätzlich sind die Pädagogen dazu verpflichtet, sich in regelmäßigen Workshops weiterzubilden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können die Schulen in einer schriftlichen Bewerbung ihr pädagogisches Konzept sowie bisherige Praxisbeispiele und -erfahrungen vorstellen. Diese Präsentation wird dann anhand festgelegter Qualitätskriterien geprüft. Sind alle Punkte ausreichend erfüllt, bekommt die Einrichtung eine Urkunde sowie eine Plakette, die belegen, dass sie offiziell als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert sind. Dr. Susanne Reinold der AWO übergab diese gestern offiziell an die Kinder der GGS Uferstraße. Die Auszeichnung gilt für zwei Jahre, danach kann man sich für eine Re-Zertifizierung bewerben.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis sind neben der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Uferstraße bereits die Grundschule Frankenforst und einige Kitas sowie der Offene Ganztag der KGS St. Michael und der GGS Vilkerath zertifiziert.

Über das MINT-Netzwerk
Das MINT-Netzwerk Rhein-Berg liegt in Trägerschaft des Rheinisch-Bergischen Kreises. Insgesamt kommen dort jetzt 89 Partner aus Kindertagesbetreuung, Schule, Unternehmen und von außerschulischen Bildungseinrichtungen zusammen, die gemeinsam eine praxisnahe Förderung von Kompetenzen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT, umsetzen. Das Netzwerk ist gleichzeitig ein zdi-Zentrum. zdi steht für „Zukunft durch Innovation.NRW“ und ist mit über 3.800 Partnern aus Wirtschaft, Schule und Hochschule das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen. Jährlich nehmen rund 300.000 Schülerinnen und Schüler an den Angeboten der mehr als 40 zdi-Zentren und über 50 zdi-Schülerlabore teil. Koordiniert wird zdi vom Wissenschaftsministerium NRW. Weitere landesweite Partner sind unter anderem das Schulministerium, das Wirtschaftsministerium, das Arbeitsministerium und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Weitere Informationen unter www.zdi-portal.de.

von: Rheinisch-Bergischer Kreis/Pressestelle

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