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Mit internationalen Pflegekräften dem Fachkräftemangel begegnen: Rheinisch-Bergischer Kreis startet Projekt in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz

Mit internationalen Pflegekräften dem Fachkräftemangel begegnen: Rheinisch-Bergischer Kreis startet Projekt in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz
Foto: Dezernent Jürgen Langenbucher (Mitte rechts) und Reinhold Feistl, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Rheinisch-Bergischer Kreis (Mitte links) mit den Pflegefachkräften aus Marokko; Bildquelle: Joachim Rieger/Rheinisch-Bergischer Kreis

Im April dieses Jahres ist das Projekt „Gewinnung internationaler Pflegefachkräfte“ des Rheinisch-Bergischen Kreises an den Start gegangen. Wichtiger Kooperationspartner ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Das DRK wirbt bereits ausgebildete Pflegefachkräfte aus Marokko an und qualifiziert diese über einen Zeitraum von sechs Monaten in der Zukunftswerkstatt in Overath, die nun offiziell eröffnet wurde. Nach der Qualifizierungsphase, die mit der Anerkennung der Ausbildung endet, werden die Pflegefachkräfte mit den Anbietern der pflegerischen Versorgung im Rheinisch-Bergischen Kreis zusammengebracht.

Die Eröffnungsfeier der DRK-Zukunftswerkstatt am 28. Juni in Overath-Klefhaus besuchte Jürgen Langenbucher, Dezernent für Soziales und Inklusion, Gesundheit, Familie und Jugend. Er würdigte die Initiative des DRK und betonte die gute Zusammenarbeit. „Die Nachfrage nach professioneller Pflege ist aktuell bereits hoch und wird in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen, bei gleichzeitigem Nachwuchsmangel. Ein Ansatz, diesem Mangel zu begegnen, ist das Konzept zur Gewinnung internationaler Pflegekräfte. In der Zukunftswerkstatt finden die engagierten Pflegerinnen und Pfleger optimale Bedingungen vor, um im Rheinisch-Bergischen Kreis anzukommen, eine qualifizierte Sprachausbildung zu erhalten und dauerhaft Fuß zu fassen“, so Jürgen Langenbucher. Der Dezernent zeigte sich begeistert von der Wohn- und Ausbildungsstätte und den professionellen Schulungsräumen für die internationalen Pflegefachkräfte.

Pflegerische Versorgung nachhaltig sichern
Für den Rheinisch-Bergischen Kreis hat das Thema Pflegefachkraftgewinnung und -sicherung eine zentrale Bedeutung. Der Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises und der Fachausschuss für Arbeit, Soziales und Pflege haben daher verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, die auf die Zielgruppen der Auszubildenden in der Pflege sowie Wieder- und Quereinsteigende in diese Branche abgestimmt sind. Das Projekt „Gewinnung internationaler Pflegefachkräfte““ hat das Ziel, internationale Pflegefachkräfte zu gewinnen, zu qualifizieren, zu integrieren und langfristig an den Kreis zu binden, indem die Fachkräfte Stellen bei professionellen ambulanten und stationären Pflegeanbietern im Rheinisch-Bergischen Kreis vermittelt bekommen.

„Durch die möglichst langfristige Bindung an die Unternehmen sollen die Kontinuität und Qualität der pflegerischen Versorgung verbessert und gleichzeitig der Fachkräftemangel in der Pflege gemindert werden. Den internationalen Pflegefachkräften soll eine unterstützende und integrative Arbeitsumgebung geboten werden, die ihre berufliche Entwicklung fördert“, erklärt Pamela Drechsler, die im Amt für Soziales und Inklusion das Projekt „Gewinnung internationaler Pflegefachkräfte“ koordiniert. Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises unterstützt die Pflegefachkräfte während der Ausbildungsphase mit Workshops, beispielsweise zu den Themen Verträge, Finanzen und Versicherungen. Auch nach der Qualifizierungsphase ist der Kreis zum Bespiel bei der Eingewöhnung beim neuen Arbeitgeber behilflich und unterstützt die Pflegefachkräfte bei der Wohnungssuche.

Im Rahmen des Konzepts erhalten die Träger der stationären, teilstationären sowie ambulanten Pflegeeinrichtungen und -dienste bei unbefristeter Anstellung internationaler Pflegefachkräfte in Einrichtungen im Kreisgebiet eine finanzielle Zuwendung. Voraussetzung hierfür ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Trägern und dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Sieben Einrichtungen der pflegerischen Versorgung haben die Kooperationsvereinbarung bereits unterzeichnet.


von: Rheinisch-Bergischer Kreis/Pressestelle

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