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Änderung Fahrerlaubnisrecht

Neue Fahrerlaubnisklassen, Anhängerregelungen und neuer Führerschein ab dem 19.01.2013. Sie haben Fragen über die wichtigen Änderungen?


Änderungen zum Führerschein ab dem 19.01.2013

Damit das Fahrerlaubnisrecht der europäischen Mitgliedstaaten einheitlicher und besser vergleichbar wird, wurde bereits im Jahre 2006 die dritte EU-Führerscheinrichtlinie beschlossen. Aus dem EU - Recht ergeben sich nunmehr auch Änderungen, die das deutsche Fahrerlaubnisrecht betreffen.

Hier die wichtigsten Änderungen ab dem 19.01.2013

1. Einführung neuer befristeter Führerscheindokumente
- Ab dem 19.01.2013 gibt es neue EU einheitliche Führerscheindokumente. Diese Dokumente sind ähnlich dem deutschen Personalausweis zu befristen. Im Gegensatz zum Personalausweis beträgt der Gültigkeitszeitraum beim Führerschein jedoch 15 Jahre. Die Befristung des Führerscheindokumentes hat keine Auswirkungen auf die bisher erteilten Fahrerlaubnisse. Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer ist das Dokument – nur verwaltungsmäßig – zu erneuern. Hintergrund dieser Regelung ist, dass das Dokument eine höhere Fälschungssicherheit erhält und den Fahrerlaubnisinhaber durch das jeweils neu einzureichende Lichtbild sicherer erkennen lässt. Zu den jeweils erforderlichen Führerscheinerneuerungen nach 15 Jahren sind keine weiteren Prüfungen oder die Einreichung ärztlicher Nachweise vorgesehen.

- Eine generelle Umtauschpflicht aller bisherigen deutschen Führerscheindokumente (grau, rosa und auch das derzeitige Kartenführerscheinmodell)  besteht bis zum 19.01.2033.

- Regelungen zum Pflichtumtausch der alten Dokumente wird es voraussichtlich ab 2014 geben.

2. Änderung der Zweiradklassen (Motorräder)
- Wegfall der bisherigen Klassen „S + M“ mit Einführung der Klasse „AM“.
- Die Klasse “ A beschränkt“  wird modifiziert zur Klasse „A2“
- Die Geschwindigkeitsbegrenzung für unter 18 jährige Fahrzeugführer der Klasse „A1“ entfällt.
- Trikes dürfen je nach Leistungsstufe nur noch mit den jeweiligen Leistungsstufen der Klassen: AM, A1, A2 oder A geführt werden. Die alten Besitzstände bleiben erhalten.
- Zwischen den einzelnen Zweiradklassen ist jeweils eine Aufstiegsprüfung zu absolvieren.

3. Anhängerregelungen
- Mit der Fahrerlaubnisklasse „B“ dürfen nunmehr Fahrzeugkombinationen (Zugfahrzeug und Anhänger) ohne Einschränkung der Verhältnisse von Leermasse zu Gesamtmasse geführt werden. Die Kombination darf jedoch insgesamt 3.500 kg nicht übersteigen.
- Anhänger der Klasse „BE“ werden auf eine Gesamtmasse von 3.500 kg beschränkt.
- Nach einer absolvierten Fahrschulausbildung wird im Führerschein die Schlüsselzahl „B96“ eingetragen. Es dürfen alsdann Fahrzeugkombinationen bis zu 4.250 kg auch ohne Besitz der Klasse „BE“ geführt werden.

4. Mindestalter Voraussetzungen für die Klassen „C und D“
- Das Mindestalter für den Erwerb der Klassen „C und CE“ beträgt 21 Jahre.
- Das Mindestalter für den Erwerb der Klassen „D und DE“ beträgt 24 Jahre.

5. Personenbeförderung
- Für alle Antragsarten, die auf Personenbeförderungen ausgerichtet sind, ist eine kostenpflichtige Auskunft aus dem Bundeszentralregister (Führungszeugnis) einzuholen.

Letzte Aktualisierung: 23.01.2018

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