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Die Grippewelle rollt – Gute Hygiene hilft gegen Verbreitung

Winterzeit ist Grippezeit, eine unangenehme und manchmal auch schwere Erkrankung. Die Grippe (Influenza) nimmt unter den durch Viren hervorgerufenen Erkältungskrankheiten, den sogenannten grippalen Infekten, aufgrund des oft sehr schweren Krankheitsbildes eine besondere Stellung ein. Um die Verbreitung möglichst einzudämmen, ist besonders eine gute Hygiene wichtig.


Übertragung
Erfolgt überwiegend durch die Luft als Tröpfcheninfektion, wenn die Erreger durch Husten oder Niesen in die Luft gelangen. Aber auch durch direkten Kontakt mit dem virushaltigen Sekret behafteten Oberflächen – beispielsweise beim Händeschütteln – kann die Krankheit übertragen werden.

Ansteckungsgefahr
Schon einen Tag vor dem Auftreten von Krankheitszeichen bis circa drei bis fünf Tage nach Krankheitsbeginn besteht die Gefahr einer Ansteckung.

Inkubationszeit
Die Inkubationszeit beträgt meist ein bis zwei, manchmal bis zu fünf Tage.

Symptomatik
Die Influenza kann leicht, mittelschwer oder schwer verlaufen. Für den typischen schweren Verlauf ist der plötzliche Beginn mit schwerem Krankheitsgefühl, hohem Fieber, ausgeprägten Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Reizhusten typisch. Im weiteren Verlauf kann es zu Lungenentzündung, aber auch Entzündungen von Gehirn und Herzmuskel kommen. Sogar tödliche Verläufe sind möglich. Gefährdet sind vor allem ältere und/oder durch bestimmte Grunderkrankungen geschwächte Menschen. Dazu zählen beispielsweise chronisch Lungen- oder Herzkranke, Diabetiker, Immungeschwächte.

Therapie
Bei unkompliziertem Verlauf zielt die Behandlung auf die Linderung der Symptome ab. Bei Auftreten von Komplikationen und bei besonders gefährdeten Personen besteht die Möglichkeit, eine Therapie mit bestimmten, gegen Viren wirksamen, Medikamenten durchzuführen. Meist kann die Behandlung ambulant erfolgen.

Meldepflicht
Eine Meldepflicht besteht nur, wenn mit Laboruntersuchungen einschließlich „Schnelltest“ der Krankheitserreger direkt nachgewiesen wird. In diesem Falle sind Arztpraxen, Krankenhäuser und die Labore selbst zur Meldung verpflichtet.

Rückkehr in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita, Schule und Altenheim
Die Rückkehr in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergarten und Schule ist nach Abklingen der Krankheitssymptome möglich. Die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung ist dafür nicht erforderlich. Personen aus dem näheren Umfeld einer an Influenza erkrankten Person dürfen Gemeinschaftseinrichtungen weiterhin besuchen, solange keine Symptome vorliegen.

Schutzmaßnahmen
Es ist ganz wichtig, die Hygiene einzuhalten. Die Kranken sollten es vermeiden, andere Personen anzuhusten, anzuniesen oder deren Hände zu schütteln. Mit einer gründlichen Händehygiene kann daher schon viel zur Eindämmung der Krankheit erreicht werden. Die Erkrankten Personen sollten ebenfalls ein eigenes Handtuch nutzen oder zu Einmalhandtüchern und -taschentüchern greifen. Präventiv sind jährliche Grippeimpfung, insbesondere für Personen über 60 Jahre, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen, chronisch Kranken (Atemwegs-, Herz, Leber-, Nierenleiden, Zuckerkrankheit, Erkrankungen des Immunsystems), medizinisches Personal, Personen in Berufen/Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sinnvoll.

Verschiedene Influenzaviren
Erreger der Krankheit sind die Influenzaviren, unterteilt in die Gruppen A, B und C. Die Typen A und B können beim Menschen zu Erkrankungen führen. Während Grippeviren vom Typ B nur beim Menschen vorkommen (humane Influenzaviren), erkranken am Typ A auch Tiere, insbesondere bei Vögeln (aviäre Influenza) als Erreger der Vogelgrippe. Diese kann gelegentlich auch auf Menschen übergehen. Grippeviren können ihre genetische Gestalt rasch verändern. Daher ist es möglich, dass jedes Jahr ein neues Virus auftritt, gegen das noch keine Immunität vorliegt. So kann eine neue Erkrankungswelle ausgelöst werden.

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Letzte Aktualisierung: 25.11.2019

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