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Geflügelpest - aktueller Ausbruch in Wipperfürth

Geflügelpest - Maßnahmen im Rheinisch-Bergischen Kreis


Am 01. Februar 2022 ist im benachbarten Oberbergischen Kreis ein Ausbruch von Geflügelpest festgestellt worden.

Um den Ausbruchsbestand wurden eine Schutz- und eine Überwachungszone eingerichtet. Die Überwachungszone erstreckt sich auch auf Teile von Wermelskirchen und Kürten im Rheinisch-Bergischen Kreis.

In der Allgemeinverfügung  (siehe unten) sind die genauen Maßnahmen beschrieben.

Eine Kartendarstellung der Überwachungszone finden Sie im Geoportal.

Wer in der Überwachungszone Geflügel - also Hühner, Enten, Gänse, aber auch Perlhühner, Puten (Truthühner), Wachteln, Fasane, Rebhühner oder Laufvögel - hält, muss sich ab sofort an strenge Auflagen halten.
Die wichtigsten sind hier aufgeführt:

Anzeigepflicht:
Alle Geflügelhaltungen – auch kleine Hobbyherden - müssen dem Veterinäramt gemeldet sein. Noch nicht erfolgte Anmeldungen sind unverzüglich nachzuholen. Das gilt auch für Geflügel außerhalb der aktuellen Überwachungszone. Bitte teilen Sie den Standort, die aktuelle Zahl der gehaltenen Vögel und die Nutzungsart (z.B. Legehennen, Masthühner) möglichst mit diesemAnmeldeformular  per E-Mail an veterinaer@38a7530411b54954bb3e967b554b2606rbk-online.de mit (bitte nicht an die Tierseuchenkasse schicken, das Veterinäramt leitet den Bogen dorthin weiter!).
Wenn der neue Tierbestand bereits im letzten Jahr direkt bei der Tierseuchenkasse angemeldet wurde, muss jetzt keine zusätzliche Meldung an das Veterinäramt ergehen. Tierseuchenkasse und Veterinäramt stehen im Datenaustausch.

Abschirmungs- und Aufstallungsgebot:
Gehaltene Vögel dürfen keinen Kontakt zu wildlebenden Vögeln haben. Dazu müssen sie in geschlossenen Ställen oder unter Schutzvorrichtungen untergebracht werden, in die kein Wildvogel und kein Wildvogelkot gelangen kann. Ausgenommen von der Aufstallungspflicht sind derzeit nur Tauben.

Verbringungsverbot:
Geflügeltransporte in diesem Bereich sind verboten – also: kein Vogel verlässt den Bestand und keiner kommt dazu! Auch Eier und Fleisch von Geflügel oder Federwild dürfen aus den Beständen grundsätzlich nicht verbracht werden. Ausnahmegenehmigungen können im Einzelfall durch das Veterinäramt erteilt werden.

Grundlegende Biosicherheitsmaßnahmen:
Um den Erregern nicht versehentlich in den Stall zu tragen, muss der Zugang so gesichert sein, dass unbefugte Personen keinen Zutritt haben. Es sollten ohnehin möglichst wenige Personen Kontakt zu den Tieren haben und dazu vor dem Betreten des Stalles die Schuhe wechseln und Schutzkleidung (Kittel, Overall) anziehen. Außerdem müssen eine einsatzbereite Handwaschgelegenheit und eine Möglichkeit zur Desinfektion der Schuhe vorhanden sein.

Die Details und weitere Auflagen sind in der Allgemeinverfügung nachzulesen.

Das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises appelliert auch an alle Geflügelhaltende außerhalb der aktuellen Überwachungszone, einem möglichen Ausbruch der Geflügelpest entgegenzuwirken. Einfache Maßnahmen verringern die Gefahr, dass der Krankheitserreger verschleppt wird:

Hierzu zählen die Schuhe und die Hände zu reinigen und zu desinfizieren, fremden Personen keinen Zutritt zum Stall zu gewähren, keine Speiseabfälle oder Eierschalen zu verfüttern, sofort den Hoftierarzt zu benachrichtigen, wenn Tiere erkranken oder sterben und mit einem Bestandsregister den Überblick zu behalten.

Es wird empfohlen, die Tiere jetzt schon aufstallen oder das Gehege von oben abdecken und an den Seiten mit Netzen oder engmaschigem Draht versehen, so dass kein virushaltiger Vogelkot oder ein Wildvogel in das Gehege gelangen kann. Futter und Wasser darf nur an Stellen angeboten werden, an die keine Wildvögel kommen können.

Ein weiterer Appell richtet sich an Jäger, Geflügelhalter und Spaziergänger: Verendetes Wildgeflügel, wie auch Verdachtsfälle in Sachen Vogelgrippe sollen gemeldet werden. Als klinische Symptome der Geflügelpest gelten Apathie, hohes Fieber, Durchfall und Appetitlosigkeit, dazu können Atemnot, Niesen und Ausfluss an Augen und Schnabel kommen. Weitere Anhaltspunkte sind Wassereinlagerungen am Kopf, blau verfärbte Köpfe und Füße sowie eine deutlich verminderte Legeleistung.

Seit Mitte Oktober 2021 wurden in Deutschland erneut Hunderte von HPAIV-infizierten Wildvögeln aus mindestens zwölf Bundesländern sowie über 50 Ausbrüche bei Geflügel und gehaltenen Vögeln aus zahlreichen Bundesländern gemeldet. In Nordrhein-Westfalen sind mehrere Geflügelpestausbrüche in Ostwestfalen, im Kreis Wesel und zuletzt im Oberbergischen Kreis aufgetreten. Als Schutzmaßnahme gegen den Eintrag des Virus besteht dort eine großflächige Stallpflicht für alle empfänglichen Vögel. Sollten in unserer Region weitere Fälle auftreten, ist auch hier mit einer kreisweiten Stallpflicht zu rechnen.

Letzte Aktualisierung: 04.02.2022

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