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Erstes Netzwerktreffen der Biberpatinnen und -paten im Rheinisch-Bergischen Kreis: Wichtiger Meilenstein für das Bibermanagement

Erstes Netzwerktreffen der Biberpatinnen und -paten im Rheinisch-Bergischen Kreis: Wichtiger Meilenstein für das Bibermanagement
Biberpatinnen und Biberpaten an einer Wasserfläche, die durch die Aktivität eines Bibers entstanden ist. Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis

Der Biber ist zurück an Agger und Sülz. Im Jahr 2023 wurden die ersten Tiere im Rheinisch-Bergischen Kreis entdeckt und haben sich seitdem an einigen Stellen angesiedelt. „Die Rückkehr des Europäischen Bibers in den Rheinisch-Bergischen Kreis bereichert die Biodiversität und verbessert die Widerstandskraft unserer Landschaft vor Klimaextremen, stellt den Natur- und Artenschutz jedoch ebenso wie die kommunale Gefahrenabwehr vor neue Aufgaben“, erklärt Kreisveterinär Dr. Thomas Mönig.  
Um den Herausforderungen, die der Biber mit sich bringt, zu begegnen, hat der Rheinisch-Bergische Kreis ein eigenes Bibermanagement aufgebaut, das nach der Auftaktveranstaltung im Oktober 2024 nun mit dem ersten offiziellen Netzwerktreffen der Biberpaten und -patinnen einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht hat.

Patinnen und Paten beobachten die Biberaktivitäten vor Ort
Die 15 ehrenamtlich Engagierten übernehmen das Bibermonitoring in einem der Biberreviere im Kreisgebiet und leisten damit einen zentralen Beitrag zum konfliktarmen Zusammenleben von Mensch und Tier. „Ich freue mich, dass wir so viele interessierte Naturfreundinnen und 
-freunde für die Mitarbeit als Biberpatinnen und Biberpaten begeistern konnten“, so Biologin Ulrike Wolpers aus dem Veterinäramt, „in der Fläche viele ‚Augen‘ zu haben, erhöht die Wahrscheinlichkeit, Neuzugänge von Bibern rasch zu erkennen und mögliche Risiken bewerten zu können.“ 
Der Europäische Biber ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und darf weder gestört noch gefangen oder getötet werden. „Ein funktionierendes Bibermanagement trägt dazu bei, Konflikte erst gar nicht entstehen zu lassen. Zwar ist die Zahl der Biberreviere mit Paaren und Jungtieren im Kreisgebiet derzeit noch überschaubar, die zunehmenden Fraßspuren entlang von Bächen und Flüssen in den vergangenen drei Jahren zeigen jedoch deutlich, dass das Bibermanagement künftig weiter an Bedeutung gewinnen wird“, erklärt Dr. Thomas Mönig.

Bei regelmäßigen Kontrollgängen erfassen die Biberpaten und -patinnen Veränderungen in den Revieren über die interne App-Anwendung „Biber-Monitor“. Die Anwendung haben der Rheinisch-Bergischen Kreis, die Biologischen Stationen Rhein-Berg, Oberberg, Mittlere Wupper und Leverkusen-Köln, der Wupperverband und der Aggerverband gemeinsam entwickelt. Die Patinnen und Paten melden insbesondere Gefahrenpotenziale wie angenagte und instabile Bäume, die auf Wege oder Straßen stürzen können, Dammbauten, die zu Wasseranstau und Überflutungen führen können, sowie Treibgut, das Gewässer und bauliche Anlagen verstopfen kann. Besteht ein Gefahrenpotenzial, werden automatisch E-Mails an die zuständigen Stellen weitergeleitet. So können mögliche Konflikte frühzeitig, sachlich und effektiv gelöst werden – ein Vorgehen, das sich in den vergangenen Monaten bereits mehrfach bewährt hat. 
Das Netzwerktreffen wurde von den Beteiligten als gelungene Veranstaltung bewertet. Es umfasste neben einer Exkursion zu einem Biberrevier im Kreisgebiet auch Fachvorträge und einen intensiven Austausch im Technologiepark Bergisch Gladbach. 
Für interessierte Bürgerinnen und Bürger stellt der Kreis einen Infoflyer zum Download zur Verfügung: https://t1p.de/2pl8v. Dieser kann auch per E-Mail an artenschutz@rbk-online.de bestellt werden. Für weitere Fragen steht das Veterinäramt, Bereich Artenschutz, telefonisch unter 02202 13-2815 zur Verfügung.

 

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