Streuobstwiese am Forsthaus Steinhaus wird erweitert: Rheinisch-Bergischer Kreis stärkt Naturschutz, regionale Landwirtschaft und Umweltbildung
Mit der Pflanzung von zwölf neuen Obstbäumen setzt der Rheinisch-Bergische Kreis ein sichtbares Zeichen für den Erhalt der Bergischen Kulturlandschaft, den Schutz der Artenvielfalt und die Stärkung regionaler Landwirtschaft. Copyright Fotos: Rheinisch-Bergischer Kreis / Nadine KlemuschMit der Pflanzung von zwölf neuen Obstbäumen setzt der Rheinisch-Bergische Kreis ein sichtbares Zeichen für den Erhalt der Bergischen Kulturlandschaft, den Schutz der Artenvielfalt und die Stärkung regionaler Landwirtschaft. Gemeinsam mit Partnern aus Naturschutz, Forstwirtschaft und Ehrenamt hat Landrat Arne von Boetticher die Erweiterung der Streuobstwiese am Forsthaus Steinhaus jetzt auf den Weg gebracht.
Starkes Netzwerk für den Naturschutz
Die Pflanzung am Forsthaus Steinhaus wird von den Rangern umgesetzt, die im Rahmen eines fünfjährigen Kooperationsprojekts des Rheinisch-Bergischen Kreises mit dem Regionalforstamt Bergisches Land tätig sind. Die Planung erfolgte durch die Untere Naturschutzbehörde in enger Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Rhein-Berg. Die spätere Pflege der Obstbäume übernimmt ehrenamtlich der Bergische Naturschutzverein.
An der Pflanzaktion nahmen auch der Leiter des Regionalforstamtes Bergisches Land, Jörn Hevendehl, Matthias Wirtz-Amling, Geschäftsführer der Biologischen Stationen Rhein-Berg und Oberberg sowie der Leiter des Amtes für Planung und Landschaftsschutz, Bernhard Fleischer, teil.
„Als Landrat unterstütze ich das gemeinsame Engagement der verschiedenen Akteure bei der Anlage von Streuobstwiesen als gelungenes Beispiel für gelebten Naturschutz und Heimatpflege. Übrigens sehen wir hier auch den Nutzen eines Förderprogramms der Europäischen Union. Das EU LEADER Projekt streuobstBERG bringt ein Stück Europa in unsere Bergische Heimat“, hebt Arne von Boetticher hervor.
Matthias Wirtz-Amling betont: „Mit jeder neu gepflanzten Streuobstwiese stärken wir die Artenvielfalt, sichern regionale Lebensmittel und zeigen, wie erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Netzwerk streuobstBERG funktioniert. Das Projekt am Forsthaus Steinhaus ist ein sichtbares Beispiel dafür.“
Beitrag zum Erhalt der Bergischen Kulturlandschaft
Streuobstwiesen sind ein prägender Bestandteil der Bergischen Kulturlandschaft und zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sie bieten Lebensraum für teilweise über 5.000 Tier- und Pflanzenarten und sind daher naturschutzfachlich von herausragender Bedeutung. Viele der bestehenden Streuobstwiesen im Rheinisch-Bergischen Kreis sind jedoch überaltert und drohen in den kommenden zwei Jahrzehnten aus der Landschaft zu verschwinden. Die Neuanlage und Ergänzung bestehender Flächen ist daher ein zentraler Baustein für ihren langfristigen Erhalt.
Viele Streuobstwiesen im Rheinisch-Bergischen Kreis werden im Rahmen des Vertragsnaturschutzes von Landwirten bewirtschaftet. Dabei entstehen hochwertige regionale Produkte wie Streuobstsaft. Das zugrunde liegende Förderprogramm wird von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen getragen. Zusätzlich ist vorgesehen, einen Teil der Pflanzung gemeinsam mit einer Schulklasse durchzuführen. Die Maßnahme leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung und zeigt, wie erfolgreicher Naturschutz im Zusammenspiel verschiedener Akteure gelingen kann.
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