30 Jahre Engagement für ältere Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis – Kreisseniorenbeirat feiert besonderes Jubiläum im Kreishaus
(von hinten nach vorne/ links nach rechts) Josef Hemrich (Seniorenbeirat Kürten), Hardy Schumacher (Seniorenbeirat Rösrath), Sonja Blume (Seniorenbeirat Rösrath), Peter Dahl (Seniorenbeirat Rösrath), Martina Derda (Seniorenbeirat Bergisch Gladbach), Matthias Noparlik (Abteilungsleiter, Amt für Soziales und Inklusion Rheinisch-Bergischer Kreis), Helga Coen (Seniorenbeirat Burscheid), Heidi Meurer (Seniorenbeirat Rösrath), Martina Vogt (Seniorenbeirat Wermelskirchen), Lisa Valerius (Geschäftsführung Kreisseniorenbeirat Rheinisch-Bergischer Kreis) Christa Koll (Seniorenbeauftragte Odenthal und Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates), Jürgen Langenbucher (Dezernent für Soziales, Arbeit und Inklusion, Gesundheit, Familie und Jugend des Rheinisch-Bergischen Kreises) und Annika Möller (Geschäftsführung Kreisseniorenbeirat Rheinisch-Bergischer Kreis) Bildquelle: Rheinisch-Bergischer KreisDer Kreisseniorenbeirat des Rheinisch-Bergischen Kreises hat in diesem Jahr gleich zwei Gründe zu feiern: Im Februar kam er zu seiner 100. Sitzung zusammen und gleichzeitig feiert das Gremium 2026 sein 30‑jähriges Bestehen – ein bedeutender Anlass für Rückblick und Würdigung. Bei einer Feierstunde im Kreishaus Heidkamp beglückwünschte der erste stellvertretende Landrat Peter Lautz den Kreisseniorenbeirat für 30 Jahre Einsatz für die ältere Generation und 100 Sitzungen konstruktive Zusammenarbeit: „Beides sind Meilensteine, die Anlass geben, innezuhalten, zurückzublicken und vor allem Dank und Anerkennung auszusprechen. Ihr Einsatz, Ihre Gemeinschaft und Ihr unermüdliches Engagement zeigen eindrucksvoll, wie viel Kraft und Positivität im Alter stecken. Sie beweisen Tag für Tag, dass das Älterwerden nicht nur eine Herausforderung, sondern vor allem eine Chance ist: eine Chance, Erfahrungen weiterzugeben, Gemeinschaft zu leben und das Miteinander in Ihrer Stadt oder Gemeinde und in unserem Rheinisch-Bergischen Kreis aktiv mitzugestalten.“
Starkes Netzwerk für ältere Menschen in den Kommunen und im Kreis
Seit seiner Gründung im Jahr 1996 setzt sich der Kreisseniorenbeirat kontinuierlich für die Belange älterer Menschen im Kreisgebiet ein. Der Kreisseniorenbeirat ist eine gesetzlich anerkannte, politisch und konfessionell unabhängige Institution. Er versteht sich als Bindeglied zwischen den Städten und Gemeinden sowie dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Seine Mitglieder sind die ehrenamtlichen Vorsitzenden der Seniorenbeiräte und Seniorenvertretungen aus den kreisangehörigen Kommunen. Sie kennen die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung vor Ort und bringen diese in die kreisweite Arbeit ein. Sechs der acht Kommunen verfügen derzeit über eine aktive Seniorenvertretung – ein Wert, mit dem der Rheinisch-Bergische Kreis im Landesvergleich besonders positiv hervorsticht. Der Kreisseniorenbeirat hat in den vergangenen 30 Jahren viel für die ältere Generation bewegt. Gemeinsam mit den örtlichen Seniorenvertretungen wurden beispielsweise in einigen Städten und Gemeinden Generationenparkplätze eingerichtet. Auch sorgt der Kreisseniorenbeirat dafür, dass Seniorinnen und Senioren im Rheinisch-Bergischen Kreis gut informiert sind: In Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. hat er die Broschüre „Bewegt älter werden im Rheinisch-Bergischen Kreis“ herausgegeben. Auch die Notfallkarte wurde durch den Kreisseniorenbeirat 2012 entwickelt.
In den vergangenen drei Jahrzehnten hat der Kreisseniorenbeirat in rund 100 Sitzungen intensiv diskutiert, vernetzt und zahlreiche Maßnahmen angestoßen. „Mit Sachverstand, Kontinuität und großem ehrenamtlichem Engagement setzen sich die Mitglieder des Kreisseniorenbeirats für Mitbestimmung, Teilhabe und für eine starke Stimme der Seniorinnen und Senioren im Kreis ein. Die örtlichen Seniorenvertretungen in den sechs kreisangehörigen Kommunen sind das Fundament dieser Arbeit. Sie kennen die Bedürfnisse der Menschen in ihren Kommunen und bringen diese mit Nachdruck und Sachlichkeit in die kreisweite Arbeit ein. Ohne dieses starke Netzwerk wäre die erfolgreiche Arbeit des Kreisseniorenbeirates nicht denkbar“, so Sozialdezernent Jürgen Langenbucher.
Zu der Feier im Kreishaus Heidkamp waren alle ehrenamtlichen Seniorenvertretungen der Städte und Gemeinden, deren Vorsitzenden und Mitglieder sowie die hauptamtlichen Gremienbetreuerinnen und Geschäftsführungen der Städte und Gemeinden eingeladen. Gundula Michel aus dem Vorstand der Landesseniorenvertretung NRW e. V. ging bei einem Impulsvortrag auf die Bedeutung von Seniorenvertretungen in den Städten, Gemeinden und auf Kreisebene ein. Die Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates und Seniorenbeauftragte der Gemeinde Odenthal, Christa Koll, setzte sich in einer Büttenrede humoristisch mit der Seniorenbeiratsarbeit auseinander. Der Seniorenbeirat Rösrath steuerte einen Rollatoren-Tanz zum Programm bei und für die musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgte das Senioren-Orchester „Bergische Ohrwürmer“ aus Bergisch Gladbach.
Der Kreisseniorenbeirat: Teilhabe seit 1996
Seinen Ursprung hat das Gremium in einem Altenhilfe-Gutachten, das 1994 vorgestellt wurde. Damals wurden erstmals die Strukturen der Altenhilfe im Kreisgebiet umfassend analysiert und Empfehlungen zur Verbesserung formuliert. Dazu gehörte auch der Vorschlag, einen kreisweiten Seniorenbeirat einzurichten. Der Kreistag folgte dieser Empfehlung und beschloss am 29. Juni 1995 die Gründung des Kreisseniorenbeirates. Am 23. September 1996 fand schließlich die konstituierende Sitzung statt. In der Folge wurden in nahezu allen Kommunen des Kreises Seniorenbeiräte aufgebaut. Heute ist der Kreisseniorenbeirat ein fest verankerter Bestandteil der Beteiligungsstrukturen im Rheinisch-Bergischen Kreis und trägt dazu bei, die Lebensbedingungen älterer Menschen aktiv mitzugestalten und für die Zukunft aufzustellen.
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