Einweihung des neuen Teilstandorts der Martin-Buber-Schule in Wermelskirchen – Landrat Arne von Boetticher: „Mehr Raum für die pädagogische Arbeit“
Landrat Arne von Boetticher übergab an die Schulleiterinnen Antje Tracht (links) und Heike Effelsberg sowie die Schülersprecherinnen symbolisch den Schlüssel zur Schule. Bildquelle: Alexander Schiele/Rheinisch-Bergischer Kreis Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit ist der neue Teilstandort der Martin-Buber-Schule in Wermelskirchen seit Mitte April in Betrieb, die Berufspraxisstufen sind bereits seit Oktober letzten Jahres vor Ort und brachten Leben ins Gebäude. Nun wurde die Eröffnung im Rahmen eines Schulfestes gefeiert und unter dem Motto „Von Wermelskirchen bis Kuhle, wir bleiben eine Schule“.
Arne von Boetticher, Landrat Rheinisch-Bergischer Kreis, weihte die Förderschule gemeinsam mit den Schulleiterinnen Antje Tracht und Heike Effelsberg sowie die Schülersprecherinnen offiziell ein. Symbolisch erhielten sie einen großen Schlüssel für das Gebäude. Außerdem brachte der Landrat noch ein Pausenspiel mit. „Mein herzlicher Dank gilt der Schulleitung und dem gesamten Kollegium. Trotz vieler Herausforderungen ist es gelungen, für die Kinder ein positives Lern- und Lebensumfeld zu schaffen. Ebenso danke ich für die enge Zusammenarbeit mit dem Schulträger und der Schulverwaltung, durch die gute Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler geschaffen wurden. Mit dem neuen Standort entspannt sich die Situation nun deutlich. Dadurch entsteht in Leichlingen und Wermelskirchen wieder mehr Raum für die pädagogische Arbeit und dafür, das neue Gebäude in Wermelskirchen mit dem besonderen ‚Martin-Buber-Geist‘ zu füllen“, sagte der Landrat bei dem Schulfest.
Die Schulleiterinnen berichteten, dass es auf dem Weg zum neuen Teilstandort viele Herausforderungen zu meistern gab, die aber mit Geduld, Kreativität und dem großen Zusammenhalt im Team gemeistert habe. Ein besonderes Anliegen war es ihnen, Hausmeister Norbert Schauerte und Wolfgang Siewert von der Schulverwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises zu ehren, die jeweils einen großen Beitrag dazu leisteten, dass der neue Schulstandort jetzt seine Türen öffnete. Ebenso lobten Antje Tracht und Heike Effelsberg die Zusammenarbeit mit der Vermieter-Familie Schöpp und dem Büro Hilverkus Architekten aus Wermelskirchen.
Stefan Leßenich, stellvertretender Wermelskirchener Bürgermeister und Thorsten Schmalt, Vorsitzender der Schulausschusses des Rheinisch-Bergischen Kreises, nahmen ebenfalls an der Feier teil. Auch Schulrat Martin Schneider ließ es sich nicht nehmen, zur Eröffnung des neunen Standorts alles Gute zu wünschen.
Im Rahmen der Feier bestand auch die Möglichkeit, die Schule zu besichtigen, die von den vielen Gästen ausgiebig genutzt wurde. Parallel dazu startete das Schulfest mit diversen Angeboten zum Mitmachen. Für Speisen und Getränke war ebenso gesorgt, der Erlös ging an den Förderverein der Schule, um einen weiteren Schulbus zu finanzieren. Die Schulband begleitete die Eröffnungsfeier musikalisch.
Der neue Teilstandort im Überblick
In den vergangenen Jahren sind die Schülerzahlen der Förderschulen für geistige Entwicklung in Trägerschaft des Rheinisch-Bergischen Kreises massiv angestiegen. Da dieser Trend anhält und die Ausbaureserven an den bisherigen Standorten nicht ausreichen, um genügend Schulplätze zu schaffen, wurde das Objekt in Wermelskirchen angemietet und seit Februar 2025 für die schulische Nutzung umgebaut sowie saniert. In einem ersten Schritt hatten die beiden Klassen der Berufspraxisstufe die Schule nach den Herbstferien 2025 bezogen, nach den Osterferien ab Mitte April startete der Vollbetrieb. Das pädagogische Konzept der Schule sieht vor, dass alle jüngeren Schülerinnen und Schüler in Leichlingen-Kuhle verbleiben und die älteren in Wermelskirchen unterrichtet werden. Insgesamt verfügt die Martin-Buber-Schule am Standort in Wermelskirchen über schulisch genutzte Flächen von rund 2.700 m² auf vier Etagen.
Der Schulstandort wird als Dependance der Martin-Buber-Schule (MBS) geführt und die Schulleitung der MBS ist damit ebenfalls verantwortlich für den Schulbetrieb in Wermelskirchen. In den neun verfügbaren Klassenräumen findet Unterricht für rund 100 Kinder und Jugendliche statt. Daneben stehen auch die notwendigen Fachräume wie beispielsweise Werkraum, Kunstraum, Musikraum oder auch eine Lehrküche zur Verfügung. Aufgrund der besonderen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler wurden die benötigten Einrichtungen wie beispielsweise Pflegebäder und Orte für Physiotherapie geschaffen. Das Objekt beinhaltet eine Verteilerküche, über die die Schülerverpflegung an der Schule, die im gebundenen Ganztag betrieben wird, sichergestellt wird. Der Sportunterrichterfolgt erfolgt in einem Bewegungsraum innerhalb der schulischen Nutzfläche, durch Kooperation mit dem angrenzenden Fitnessstudio im dortigen Kursraum sowie in Sportstätten der Stadt Wermelskirchen.
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