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Kreisweites Netzwerkangebot eröffnet Jugendlichen neue Perspektiven für die Zeit nach der Schule

Kreisweites Netzwerkangebot eröffnet Jugendlichen neue Perspektiven für die Zeit nach der Schule

Wie es nach dem Schulabschluss weitergehen kann, stand auch in diesem Jahr im Mittelpunkt der Aktion „Eiskalt noch eine Ausbildung klarmachen“: Auf dem Gelände des Berufsbildungszentrums der Kreishandwerkerschaft in Bergisch Gladbach bot sich rund 250 Jugendlichen die Gelegenheit, mit Akteuren verschiedener Beratungs- und Vermittlungsstellen ins Gespräch zu kommen und sich über mögliche Ausbildungs- und Berufswege zu informieren. Ziel der Veranstaltung war es, junge Menschen zu erreichen, die ihre Schulzeit beenden und bislang noch keine konkrete Anschlussperspektive gefunden haben. Gemeinsam wurden dann Interessen, Stärken und individuelle Möglichkeiten ausgelotet sowie konkrete nächste Schritte entwickelt. Für eine Erfrischung sorgte zwischendurch ein Eis, das der Aktion ihren Namen gab.
Getragen wurde das Angebot von einem starken regionalen Netzwerk. Beteiligt waren die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, das Jobcenter Rhein-Berg, die IHK Köln, die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land sowie das Kolping-Bildungswerk. Organisiert wurde das Ganze vom Koordinierungsbüro „Übergang Schule-Beruf“ des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Frühzeitige Unterstützung durch die regionale Verantwortungskette
Der Aktionstag bildete den Abschluss eines länger angelegten Beratungsprozesses in der Region. Bereits zu Beginn des Frühjahrs erfassten die Schulen im Rheinisch-Bergischen Kreis gezielt diejenigen Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge, die noch keinen Ausbildungsplatz, keine Zusage für eine weiterführende Schule oder eine andere konkrete Anschlussperspektive hatten. Auf dieser Grundlage konnten frühzeitig individuelle Unterstützungsangebote auf den Weg gebracht werden.
In den darauffolgenden Wochen führte die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach an den Schulen spezielle Beratungssprechstunden durch. Dort erhielten die Jugendlichen erste Orientierung und konkrete Vorschläge für ihre berufliche Zukunft. Je nach persönlicher Situation wurden sie zudem an weitere Partner des Netzwerks, unter anderem die Wirtschaftskammern, weitervermittelt.

Jugendliche, die Ende Mai weiterhin ohne Ausbildungs- oder Schulplatz waren, wurden anschließend gezielt zur Aktion „Eiskalt noch eine Ausbildung klarmachen“ eingeladen. Dort konnten sie die Kontakte zu den beteiligten Institutionen nutzen und offene Fragen klären. Viele von ihnen nahmen die Chance wahr verschiedene Berufe für sich in Betracht zu ziehen und sich von den Expertinnen und Experten bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützen zu lassen.

Wie wertvoll die persönlichen Gespräche und die niedrigschwellige Atmosphäre des Aktionstages waren, zeigte sich auch in den Rückmeldungen der Jugendlichen. „Eigentlich bin ich nur wegen des Eises gekommen. Jetzt habe ich aber einige neue Ideen für meinen beruflichen Weg“, berichtete ein Teilnehmer. Eine andere Schülerin nutzte die Gelegenheit, um konkrete nächste Schritte zu planen: „Ich weiß noch nicht genau, wie es nach der Schule weitergeht. Aber ich habe jetzt einen Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit vereinbart.“ Die Aussagen verdeutlichen, dass bereits ein erster Austausch helfen kann, Perspektiven zu entwickeln und den Übergang von der Schule in den Beruf aktiv zu gestalten.

Foto: Großer Andrang bei der Eisausgabe vom Koordinierungsbüro „Übergang Schule-Beruf“ des Rheinisch-Bergischen Kreises

Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis


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