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Familienministerium zeichnet Bündnis für Familie Rhein-Berg aus – Engagement für Übergang von Schule in soziale Berufe

Familienministerium zeichnet Bündnis für Familie Rhein-Berg aus – Engagement für Übergang von Schule in soziale Berufe
Landrat Arne von Boetticher und Sozialdezernent Jürgen Langenbucher (r.) nahmen die Ehrung entgegen. Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis/Alexander Schiele

Wenn der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf ansteht, brauchen Jugendliche Orientierung – und Eltern oft ebenso. Im Rheinisch-Bergischen Kreis setzt das Bündnis für Familie Rhein-Berg genau hier an: Gemeinsam mit Verwaltung, Jobcenter, Agentur für Arbeit und Wirtschaftsförderung stärkt es die Berufsorientierung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für dieses Engagement zeichnet das Bundesfamilienministerium das Bündnis für Familie Rhein-Berg als „Bündnis des Monats Juni“ aus. Landrat Arne von Boetticher und Sozialdezernent Jürgen Langenbucher nahmen nun die Auszeichnung stellvertretend für alle Netzwerkpartner entgegen. „Das Bündnis für Familie Rhein-Berg zeigt, wie erfolgreich Netzwerkarbeit vor Ort gelingen kann: Verwaltung, Arbeitsmarktakteure und Wirtschaft arbeiten hier Hand in Hand, um Familien konkret zu unterstützen und gleichzeitig wichtige Zukunftsthemen wie die Fachkräftesicherung und die Berufsorientierung aktiv anzugehen“, erläutert der Landrat die Bedeutung. 

 

„Im Mittelpunkt der Berufsorientierung stehen die sozialen Berufe, da in den sozialen und pflegerischen Arbeitsfeldern ein immer größerer Fachkräftebedarf besteht“, sagt Sozialdezernent Jürgen Langenbucher und ergänzt, dass es häufig jedoch an Informationen und Orientierung fehle – „sowohl bei den Jugendlichen als auch bei ihren Eltern.“ Hier setzen die Bündnispartner an: Sie bieten Beratung, Trainings und Kontakte zu Unternehmen und Einrichtungen an. Ziel ist es, berufliche Perspektiven sichtbar zu machen und Vorurteile gegenüber sozialen Berufen abzubauen.

 

Eltern als wichtige Wegbegleiter

Da Eltern die Berufswahl ihrer Kinder maßgeblich beeinflussen, richtet sich die Berufsorientierung des Bündnisses nicht nur an Jugendliche, sondern ebenso an deren Eltern. Informationen werden gebündelt, Perspektiven aufgezeigt und Fragen zu Ausbildungs- und Karrierewegen beantwortet.

Bei der Berufswahl der Kinder achten Eltern oft auf Faktoren wie Bezahlung und langfristige Jobsicherheit, während für Jugendliche häufig die persönliche Motivation im Vordergrund steht. Ziel des Bündnisses für Familie Rhein-Berg ist es zu zeigen, dass soziale Berufe beides bieten können und die beiden Perspektiven zu vereinen. 

 

Gezielter Ausbau der Angebote

Nach einer Analyse der Bedarfe von Familien und Unternehmen hat das Bündnis seine weiteren Aktivitäten ausgerichtet. Geplant ist unter anderem eine neue Informationsplattform zu sozialen Berufen auf der Website www.kluge-koepfe-arbeiten-hier.de. Dort sollen Berufsbilder, Praxiseinblicke, Entwicklungsmöglichkeiten und Informationen zu den Rahmenbedingungen verschiedener Berufe gebündelt werden. Weiterhin ist ein Veranstaltungsformat geplant, das unterschiedliche Zielgruppen zusammenbringt: Jugendliche in der Berufsorientierung, Wieder- und Quereinsteigende sowie Eltern.

 

Netzwerk für Familien und Fachkräftesicherung

Das Bündnis für Familie wurde 2019 gegründet und versteht sich als Plattform, die lokale Angebote sichtbar macht, Akteurinnen und Akteure vernetzt und Bedarfe in Familien- und Vereinbarkeitsthemen identifiziert. Ziel ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Familien im Rheinisch-Bergischen Kreis nachhaltig zu verbessern und den Kreis als Wohn- und Arbeitsort zu stärken.

Durch zusätzliche personelle Ressourcen konnte das Netzwerk deutlich wachsen: Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Mitglieder auf rund 40 verdoppelt. Das Bündnis arbeitet in den vier Themenfeldern Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, Unterstützungsleistungen für Familien, Freizeit und Erholung sowie Wohnen und Leben. 

 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, denn Familie bedeutet nicht nur Vater, Mutter und Kind, sondern umfasst ebenso Menschen mittleren Alters ohne eigene Kinder, die pflegebedürftige Eltern unterstützen. Besonders eng arbeitet das Bündnis mit den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter und in der Agentur für Arbeit sowie mit der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderung (RBW) zusammen. Gemeinsam entstehen neue Angebote und Projekte, die Familien direkt erreichen. Ein Beispiel ist die Elternzeitmesse, die jungen Familien Orientierung bietet und auf passende Unterstützungsangebote aufmerksam macht.

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