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„Concrete Jungle – Doom City“: Im Workshop des zdi-Netzwerks MINT Rhein-Berg erweckten Jugendliche Fantasiewelten zum Leben

„Concrete Jungle – Doom City“: Im Workshop des zdi-Netzwerks MINT Rhein-Berg erweckten Jugendliche Fantasiewelten zum Leben
Die Teilnehmenden des Workshops gestalteten ihre eigene Fantasiestadt und setzen sie filmisch in Szene. Bildquelle: Nina Eckardt / Rheinisch-Bergischer Kreis

Eine verlassene Stadt, überwuchert von Natur und bevölkert von geheimnisvollen Wesen: Dieses Szenario entstand im Kreativprojekt „Concrete Jungle – Doom City“, bei dem Jugendliche über mehrere Tage hinweg ihre eigene Fantasiestadt gestalteten, modellierten und filmisch in Szene setzten. Der Workshop war ein Angebot des zdi-Netzwerks MINT Rhein-Berg.

„Doom City“ entsteht – von der analogen Kulisse zum digitalen Film
An zwei intensiven Bautagen erschufen die Teilnehmenden aus Holzresten, Heißkleber, Draht, Pappe, Papier, Farbe und vielen weiteren Materialien ihre eigene Stadtlandschaft. Straßen, Häuser, Ruinen und eine „grüne Hölle“ entstanden – eine Welt, in der später die selbst erfundenen Geschichten spielten. Um die Stadt lebendig und wild wirken zu lassen, verwendeten die Teilnehmenden auch Naturmaterialien wie Moos, Zweige oder Blätter.
Für die Kulisse malten die jungen Künstlerinnen und Künstler Panoramabilder, die den Horizont, den Himmel und die Atmosphäre der „Doom City“ bestimmten. Eine selbstgebaute oder mitgebrachte Figur wurde zum Held oder zur Heldin der Geschichte. 

Am dritten Projekttag filmten die Jugendlichen die Modelllandschaft mit Licht und Schatten sowie einer speziellen Kamera digital oder analog. Mit simplen photogrammetrischen Methoden oder mit professionellen 3D-Scannern transportierten die jungen Regisseurinnen und Regisseure ihre selbstgebastelten Objekte ins Digitale. Die Aufnahmen erzeugten einen tiefen Raum und ließen die Stadt groß und real wirken. „Der Workshop verbindet auf faszinierende Weise kreatives Gestalten mit digitaler Technik. Die Jugendlichen erleben, wie künstlerische Kulissenbau‑Elemente und die virtuelle Welt am Computer zusammenfinden – und genau diese Mischung begeistert sie besonders. Sie sind Erschaffende und Teilnehmende gleichzeitig, da sie ihre Welten erst mit den Händen bauen und anschließend digital hindurchlaufen können“, erläuterte Simon Gasch von 8K Vision, der für die Digitalisierung verantwortlich war. 
Anschließend schnitten die jungen Künstlerinnen und Künstler ihre Filme mit einem Videoschnittprogramm. Sie ergänzten Soundeffekte und Musik und gestalteten so ihren eigenen Kurzfilm – eine kreative Reise durch die selbst erschaffene „Doom City“. „Es hat viel Spaß gemacht, erst die Modelle und Figuren zu bauen und sie anschließend digital weiterzubearbeiten. Die eigene Stadt im Rechner zum Leben zu erwecken und daraus einen Film zu schneiden – das war spannend“, fasste ein Teilnehmer begeistert zusammen.

Fantasie zum Leben erwecken und gleichzeitig Berufe kennenlernen 
Das Projekt verband handwerkliches Arbeiten, künstlerische Gestaltung und digitale Medienkompetenz. „Die Jugendlichen haben sich Gedanken über die Handlung gemacht, in ihren Köpfen Szenen entwickelt, diese auf Storyboards festgehalten und so Spannungsbögen für ihre Filme geschaffen“, erklärte Judith Ganz, die mit ihrem Kollegen Peter Halves den künstlerischen Part des Workshops übernahm. 

In der Woche lernten die Jugendlichen aus verschiedenen Schulen im Rheinisch-Bergischen Kreis ganz nebenbei verschiedene Berufsfelder in der Filmindustrie kennen, in denen kreative handwerkliche Arbeit und digitale Computer-Bearbeitung zum Alltag gehören. Dazu zählten beispielsweise Bühnenbild oder Tontechnik. Auch in weitere Tätigkeiten beim Film – wie Regie führen und mit der Kamera Bilder aufnehmen – erhielten die Teilnehmenden Einblicke.


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