Überregionales Sommercamp „Bewegung, Aktion und Technik“: Rund 30 Kinder erforschten verschiedene technische und naturwissenschaftliche Phänomene
Beim Besuch von :metabolon ging es um Kunststoffe und die Gefahren von Mikroplastik. Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis/Katrin GyrPapier schöpfen im Papiermuseum Alte Dombach, der Vielfalt von Lebewesen im Wasser auf den Grund gehen, ein Fachwerk bauen und Roboter programmieren: Beim kreisweiten Sommercamp „Bewegung, Aktion und Technik“ des zdi-Netzwerks MINT Rhein-Berg in Kooperation mit umliegenden Regionen widmeten sich rund 30 Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren verschiedenen naturwissenschaftlichen Phänomenen und kamen dabei richtig in Bewegung. „Ich dachte erst, dass Forschen vielleicht langweilig ist. Aber wir haben sehr viele Sachen ausprobiert und konnten auch selbst eine Menge machen. Am besten war für mich, die Roboter zu programmieren und die BayArena zu besuchen“, fasste ein junger Teilnehmer die ereignisreiche Woche zusammen. Eine andere Forscherin „fand es cool, dass wir jeden Tag etwas anderes gemacht haben.“
Eine Woche lang beschäftigten sich die Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher an verschiedenen außerschulischen Lernorten mit den MINT-Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wer so viel forscht, durfte sich danach bei verschiedenen Aktivitäten richtig austoben. Los ging es an jedem Tag in der Museumsherberge Gut Dahl im LVR-Freilichtmuseum in Lindlar – die Jugendherberge war eine Woche lang die Heimat für die Forscherinnen und Forscher. Ausgerichtet wurde das Sommerferiencamp vom Rheinisch-Bergischen Kreis, der Stadt Leverkusen und dem Oberbergischen Kreis sowie dem außerschulischen Lernort :metabolon.
Beim Besuch von :metabolon, das auf dem Entsorgungszentrum Leppe in Lindlar beheimatet ist, ging es um Kunststoffe und die Gefahren von Mikroplastik für den Menschen und die Umwelt. Dabei wurde geklärt, wie das Material in die Natur kommt und auf welchem Weg die kleinen Plastikteilchen über die Nahrungskette mitsamt ihren Schadstoffen in den menschlichen Körper gelangen. Dazu wurde experimentiert und danach gaben alle mehrmals Vollgas auf der langen Rutsche.
In Leverkusen besuchte die Gruppe die Stadtbücherei, wo die Kinder einen Dash-Roboter programmierten, um ihn anschließend in einem Parcours verschiedene Aufgaben lösen zu lassen. Bei einem zweiten Workshop bauten sie aus Plastikbausteinen eigene Roboter zusammen und testeten diese auf ihre Funktionstüchtigkeit.
Während der Führung durch die BayArena des Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen kamen die Kinder ganz nah ans Spielfeld ran und erhielten spannende Einblicke hinter die Kulissen. Sogar der ein oder andere Profispieler lief ihnen dort über den Weg. Zur Abkühlung ging es ins benachbarte Freizeitbad CaLevornia.
Am Tag im Lindlarer LVR-Freilichtmuseum lernten die Kinder den Weg „Von der Kuh ins Kühlregal“ kennen. Beim Besuch auf dem historischen Hof Peters entdeckten sie, wie Milch früher verarbeitet wurde und wie das heute geschieht. Anschließend stellen sie selbst Butter her. Mit historischen Geräten und viel Tatkraft tauchten die Kinder in die Zeit vor der Elektrifizierung ein und lernten ein „Leben ohne Strom“ kennen und wie aufwändig das war. Beim Workshop „Spiel, Spaß & Seilkunst“ stand die Zeit still. Neben dem traditionellen Handwerk des Seileschlagens erwarteten die Kinder spannende Spiele. Auf der einst 40 Meter langen Reeperbahn führte ein Museumshandwerker die Arbeit mit Kammgeschirr, Leitholz und Litze vor. Miteinander wurden robuste Seile gefertigt, die sich ideal zum Springen oder Tauziehen eignen. Keine Angst vor Dreck und Matsch zeigten die Forscherinnen und Forscher bei Einblicken in den „Lehm- und Fachwerkbau – alte Technik, neue Wände“.
Am letzten Tag ging es zum NaturGut Ophoven, wo es verschiedene Themen zur Auswahl gab. Eine Gruppe entdeckte in Leverkusen den Boden unter ihren Füßen und auf einer Entdeckungsreise in die Unterwelt erforschten die Kinder, wie wertvoll fruchtbare Böden sind und suchten nach Lösungen, wie diese in Zukunft bewahrt und geschützt werden können.
Nach einer abwechslungsreichen Ferienwoche nahmen die rund 30 Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher viele neue Eindrücke und reichlich Wissen mit, das sie in Zukunft anwenden und weiter vertiefen können.
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