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Interkommunale Zusammenarbeit stärkt seit mehr als 25 Jahren die Jugendhilfe im Rheinisch Bergischen Kreis

Der Rheinisch‑Bergische Kreis erfüllt zentrale Aufgaben der Kinder‑ und Jugendhilfe gemeinsam mit den kreisangehörigen Jugendämtern, der Gesundheitshilfe sowie anerkannten Trägern der freien Jugendhilfe. Durch diese langjährige Kooperation entstehen flächendeckende, qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Angebote, die ohne die gemeinsame Finanzierung nur mit erheblich höherem Aufwand möglich wären.

Zu den gemeinsam getragenen Strukturangeboten gehören unter anderem die Evangelische und Katholische Erziehungsberatungsstellen, die Fachberatungsstelle MehrBlick, das Programm KIDS & Co., das Kooperationsangebot Hand in Hand, die Präventionsdienste Nord und Süd, die Mädchenberatungsstelle, die gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle sowie weitere spezialisierte Dienste freier Träger. Sie alle unterstützen Kinder, Jugendliche und Familien frühzeitig, um Probleme zeitnah zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden. „Für das Kreisjugendamt, zuständig für rund 55.000 Einwohnerinnen und Einwohner, wäre es weder fachlich noch wirtschaftlich möglich, mit einem eigenen Mitteleinsatz von rund 500.000 Euro ein vergleichbar breites Angebot vorzuhalten. Erst durch die interkommunale Zusammenarbeit entsteht ein Gesamtfördervolumen von rund 3,44 Millionen Euro, das ein Vielfaches an Leistungen aktiviert und sicherstellt“, erklärt Thomas Straßer, Leiter des Jugendamts.

Neben der gemeinsamen Finanzierung ist die enge fachliche Zusammenarbeit ein wesentlicher Bestandteil der modernen Jugendhilfe im Kreis. In zahlreichen Arbeitskreisen und Netzwerken arbeiten das Kreisjugendamt, die Kommunen, Schulen, Kitas, das Gesundheitswesen, die Polizei, die freie Träger und weitere Institutionen zusammen. Ziel ist es, Fachwissen zu bündeln, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Angebote bedarfsgerecht abzustimmen. So werden Präventionsketten gestärkt, Doppelstrukturen vermieden und Unterstützungsangebote gezielt an den Bedarfen der Familien ausgerichtet.
„Die präventive Ausrichtung der Strukturangebote ist nicht nur fachlich geboten, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll: Frühzeitige Beratung und Unterstützung helfen, Kindeswohlgefährdungen vorzubeugen, Hilfen zur Erziehung zu vermeiden oder zu verkürzen und langfristige kostenintensive Verläufe zu verhindern. Damit leisten die Angebote einen zentralen Beitrag zum nachhaltigen Erfolg der Jugendhilfe“, so Thomas Straßer.

Das Kreisjugendamt erfüllt mit dieser Struktur seine gesetzliche Gesamtverantwortung und stellt sicher, dass die im Rahmen der Jugendhilfeplanung festgestellten Bedarfe dauerhaft abgedeckt werden. Mit einem Mitteleinsatz von lediglich rund zwei Prozent des Gesamtetats aus dem Haushalt  des Jugendamts wird ein über sechsfaches Leistungsvolumen ermöglicht. Die interkommunale Zusammenarbeit bleibt damit ein tragendes Fundament einer leistungsfähigen, wirtschaftlichen und zukunftsorientierten Jugendhilfe im Rheinisch‑Bergischen Kreis.

 


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