„Bevor ich den Löffel abgebe, möchte ich …“: Kreisweite Aktion regt zum Nachdenken und Austausch an – Arbeitskreis Hospiz- und Palliativversorgung zieht positive Bilanz
Viele Menschen beteiligten sich an der Aktion des Arbeitskreises Hospiz- und Palliativversorgung und schrieben auf, welche Wünsche sie noch haben, bevor sie „den Löffel abgeben“. (Foto: RBK)Eine Reise machen, eine Familie gründen oder erweitern, Frieden finden, dankbar sein und Zeit mit Freunden und Familie verbringen: So vielfältig waren die Wünsche, die Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis auf Löffeln festhielten. Unter dem Motto „Bevor ich den Löffel abgebe, möchte ich…“ hatte der Arbeitskreis Hospiz- und Palliativversorgung rund um den Welthospiztag im Oktober zu einer gemeinsamen Aktion eingeladen. An vier der acht Aktionstage wurden rund 210 Löffel gesammelt, einige Mitmachende haben ihren Löffel als Erinnerung mit nach Hause genommen.
Ziel war es, die Öffentlichkeit für die Themen Sterben, Tod und Trauer zu sensibilisieren und über die vielfältigen Hospiz- und Palliativangebote im Kreis zu informieren. Die kreisweite Aktion erreichte viele Menschen und bot einen niedrigschwelligen Anlass, sich mit dem Lebensende auseinanderzusetzen. Die persönlichen Wünsche und Gedanken auf den Löffeln regten zum Nachdenken an und eröffneten wertvolle Gespräche darüber, was im Leben wichtig ist. Der Arbeitskreis Hospiz- und Palliativversorgung zieht eine positive Bilanz: Die Beteiligung zahlreicher Organisationen und das große Interesse der Menschen machten deutlich, dass auch schwierige Themen offen und zugänglich angesprochen werden können. Die Aktion half, Berührungsängste gegenüber Sterben, Tod sowie Hospiz- und Palliativangeboten abzubauen und die Unterstützungsmöglichkeiten im Rheinisch-Bergischen Kreis sichtbarer zu machen.
Über den Arbeitskreis Hospiz- und Palliativversorgung
Der Arbeitskreis wurde 2017 als Teil der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Gesundheitsamts gegründet. Er vereint Organisationen, Institutionen und Ehrenamtliche, die in der Hospiz- und Palliativversorgung sowie der Trauerbegleitung tätig sind. Der Arbeitskreis versteht sich als zentrale Informations- und Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige sowie als Interessenvertretung der beteiligten Akteure. Ziel ist eine kontinuierliche, nachhaltige und bedarfsgerechte Versorgung im Rheinisch‑Bergischen Kreis. Das Gesundheitsamt des Kreises unterstützt die Arbeit gemeinsam mit dem Sprecherteam maßgeblich.
Weitere Informationen zu Angeboten und Kontakten finden Interessierte unter: https://t1p.de/4ofre
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