Der Arbeitskreis „Runder Tisch – Keine Gewalt an Frauen“ ist ein Netzwerk verschiedener Fachstellen und Institutionen im Rheinisch-Bergischen Kreis. Dazu gehören unter anderem Frauenberatungsstellen, Frauenhäuser, Gleichstellungsstellen, Polizei, Justiz, Jugendämter und Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Die Beteiligten arbeiten zusammen, um Betroffenen von Gewalt geeignete Hilfs- und Unterstützungsangebote zugänglich zu machen. Durch den fachlichen Austausch werden bestehende Angebote vernetzt, gemeinsame Maßnahmen entwickelt und die Prävention von Gewalt gestärkt.
Vertraulichkeit und Diskretion sind dabei selbstverständlich.
Sie sind von Gewalt betroffen?
Wenn Sie Gewalt erleben oder erlebt haben, müssen Sie damit nicht allein bleiben. Es gibt professionelle Beratungs- und Unterstützungsangebote, die Ihnen vertraulich zur Seite stehen.
Auch wenn Sie unsicher sind, ob das Erlebte als Gewalt einzuordnen ist, können Sie sich beraten lassen.
Hier erhalten Sie Hilfe:
Polizei
Telefon: 110
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Telefon: 08000 116 016
Das Hilfetelefon bietet rund um die Uhr Unterstützung für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Die Beratung ist kostenfrei und anonym möglich.
Allgemeine Frauenberatungsstelle für den Rheinisch-Bergischen Kreis
Telefon: 02202 45112
E-Mail: frauenberatungsstelle-bgl@t-online.de
Internet: https://www.bergischgladbach.de/frauen-helfen-frauen-portraet.aspx
Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt für den Rheinisch-Bergischen Kreis
Telefon: 02174 1047
E-Mail: team@frauenberatung-burscheid.de
Internet: https://www.frauenberatung-burscheid.de/
Bei akuter Gefahr wählen Sie bitte den Polizeinotruf 110.
Gewalt kann viele unterschiedliche Formen annehmen. Dazu gehören unter anderem:
- Körperliche Gewalt: Schlagen, Treten, Festhalten oder andere körperliche Übergriffe.
- Psychische Gewalt: Beleidigungen, Bedrohungen, Einschüchterung, Kontrolle oder Demütigung.
- Sexualisierte Gewalt: Sexuelle Handlungen gegen den Willen einer Person oder ohne deren Einverständnis.
- Häusliche Gewalt: Gewalt innerhalb von Partnerschaften, Familien oder im häuslichen Umfeld.
- Ökonomische Gewalt: Einschränkung der finanziellen Selbstständigkeit, beispielsweise durch Kontrolle über Geld oder den Zugang zu finanziellen Mitteln.
- Soziale Gewalt: Isolation von Familie und Freunden oder die gezielte Einschränkung sozialer Kontakte.
- Digitale Gewalt: Bedrohungen, Belästigungen oder Kontrolle über digitale Medien und Kommunikationswege.
Gewalt kann unabhängig von Alter, Herkunft, Einkommen oder sozialem Status auftreten.
Auch Angehörige, Freunde und andere Menschen im Umfeld von Betroffenen können eine wichtige Unterstützung sein.
Es kann helfen, zuzuhören, die betroffene Person ernst zu nehmen und ihr ohne Vorwürfe oder Druck zur Seite zu stehen. Wichtig ist, die Entscheidungen der betroffenen Person zu respektieren und sie bei Bedarf auf professionelle Beratungsangebote aufmerksam zu machen.
Das Netzwerk des Runden Tisches bietet auch für Angehörige und andere Beteiligte Unterstützung und Orientierung.
Weitere Informationen zu Gewaltformen, Prävention und Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie im Opferschutzportal Nordrhein-Westfalen.
Das Portal bietet eine Übersicht über Beratungsstellen, Zufluchtsorte, Hilfetelefone und weitere Anlaufstellen für Betroffene, Angehörige und Interessierte.
Internet: https://www.opferschutzportal.nrw/
Der Runde Tisch engagiert sich mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen für die Aufklärung und Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen.
Dazu gehören beispielsweise Informationsveranstaltungen, Fachtage, Workshops, öffentliche Aktionen und Kampagnen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November.
Mit diesen Maßnahmen wird auf Gewalt aufmerksam gemacht, die Öffentlichkeit sensibilisiert und ein Zeichen für ein gewaltfreies Miteinander gesetzt.