Mehr als drei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung wirken die Folgen der Teilung noch immer nach, auch in den Bildern und Zuschreibungen, mit denen Frauen aus Ost- und Westdeutschland konfrontiert sind. Was ist dran an diesen Klischees? Waren Frauen in Ostdeutschland tatsächlich emanzipierter als im Westen? Und haben westdeutsche Frauen wirklich den Großteil ihres Lebens „hinterm Herd“ verbracht? Woher stammen diese Bilder und lassen sich Lebensentwürfe von Frauen in Ost und West überhaupt so eindeutig voneinander trennen?
Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geht diesen Fragen nach. Sie beleuchtet die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR der 1970er und 1980er Jahre. Ein Balanceakt zwischen Erwerbsarbeit und Familie, politischem Anspruch und persönlicher Selbstbestimmung.
Ergänzt wird die historische Ausstellung durch zeitgenössische künstlerische Positionen von Künstlerinnen und Autorinnen aus Ost- und Westdeutschland. Diese Arbeiten öffnen neue Perspektiven auf bis heute wirksame Narrative, Brüche und Kontinuitäten und laden dazu ein, tradierte Bilder zu hinterfragen und gegenwärtige Erfahrungen sichtbar zu machen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Kulturamts und der Gleichstellungsstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises und wird im Rahmen des Internationalen Frauentags sowie des Forums Ost-West präsentiert.
Wann: Dienstag, 03. März 2026, 19 Uhr, Eintritt frei
Adresse: Kreishaus Heidkamp, Am Rübezahlwald 7, 51469 Bergisch Gladbach
Kontakt: Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises, Tel.: 02202 13-2770, E-Mail: kultur@rbk-online.de