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Wiener Kongress und Preußen

Blechschild „Preußischer Landrat“ (o.D.)

Wiener Kongress

Nach zweijähriger provisorischer Verwaltung wurde das als Generalgouvernement Berg noch bestehende Großherzogtum durch den Wiener Kongress am 31. Mai 1815 dem Königreich Preußen zugesprochen. Bereits ein Jahr später war die preußische Verwaltungseinteilung in Provinzen, Regierungsbezirke, Kreise und kreisfreie Städte eingeführt. Es entstand die Provinz Jülich-Kleve-Berg als Vorläufer der späteren Rheinprovinz mit den Regierungsbezirken Düsseldorf, Kleve und Köln. Darunter wurden unter anderem die Kreise Wipperfürth und Mülheim am Rhein im neuen Regierungsbezirk Köln eingerichtet.

Bestallungsurkunde Landrat Eduard von Niesewand (1868)

Einführung der preußischen Kreisordnung

1816 wurde die „Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden“, die König Friedrich Wilhelm III. bereits am 30. April 1815 erlassen hatte, auch im Rheinland umgesetzt. „Jeder Regierungsbezirk wird in Kreise eingeteilt“ heißt es in dieser Verordnung. Das Neuartige war die gleichmäßige Einteilung aller Stadt- und Landgemeinden in eigene Verwaltungsbezirke. An der Spitze eines jeden Kreises sollte ein Landrat zur Vollziehung der Regierungsverfügung stehen. „Mit der sorgfältigsten Schonung bestehender Verhältnisse“ sollte die Einteilung der neuen Kreise erfolgen und so wurden im Bergischen die Kreise Opladen, Solingen, Lennep, Mülheim und Wipperfürth, die Vorgänger des heutigen Rheinisch-Bergischen Kreises, eingerichtet.
Dem Kreis Opladen wurden Opladen, Leichlingen, Burscheid, Schlebusch, Monheim sowie Richrath zugeordnet. Der Kreis Solingen bestand aus Dorp, Gräfrath, Höhscheid, Merscheid, Solingen und Wald und aus den Gemeinden Burg und Cronenberg. Zum Kreis Lennep kamen Dabringhausen, Hückeswagen, Lennep, Lüttringhausen, Radevormwald, Remscheid, Ronsdorf, Wermelskirchen und später Burg vom Kreis Solingen. Zum Kreis Mülheim kamen Bensberg, Gladbach, Heumar, Merheim, Mülheim, Odenthal, Overath, Rösrath und Wahn. Der Kreis Wipperfürth wurde aus Engelskirchen, Klüppelberg, Kürten, Lindlar, Olpe und Wipperfürth gebildet.
Am 30. Oktober 1819 wurden die Kreise Opladen und Solingen zum Kreis Solingen vereinigt. Die bergischen Kreise wurden 1822 Teil der preußischen Rheinprovinz. 1856 erhält Bergisch Gladbach neben Wipperfürth die Stadtrechte, 1858 werden Opladen
die Stadtrechte verliehen.

Der Kreis Mülheim (1816-1932)

Das Deutsche Kaiserreich

Stadt Remscheid wuchs weiter und verließ 1888 den Kreis Lennep. Die Stadt Solingen wurde 1896 kreisfrei und Wipperfürth wurde Kreisstadt des Kreises Wipperfürth. Bisher hatte der Sitz des Kreises Wipperfürth zwischen Haus Alsbach, Lindlar (Heiligenhoven)
und Ehreshoven gewechselt. Die Kreisstadt Mülheim wurde am 1. Mai 1901 kreisfrei. 1914 wurde der Sitz des Kreises Solingen von der jetzt kreisfreien Stadt Solingen nach Opladen verlegt. Im selben Jahr konnte in Opladen das neu errichtete Kreishaus bezogen werden. Auch die Stadt Köln wuchs, sodass
1914 die Bürgermeisterei Merheim aus dem Kreis Mülheim ausschied und wie die Stadt Mülheim nach Köln eingemeindet.

Kreishaus des Kreises Mülheim am Rhein (Mülheimer Freiheit/Salzstraße, o.D)