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Persönlichkeitsentwicklung als Kompass für die berufliche Orientierung

(c) Alexander Schiele

Wie können Schulen Jugendliche darin stärken, ihren eigenen Berufs- und Lebensweg selbstbewusst und reflektiert zu gestalten? Unser Forum zeigt, wie Formate der Persönlichkeitsentwicklung genau dabei unterstützen: Sie helfen jungen Menschen, ihre Werte zu erkennen, Zukunftsbilder zu entwerfen, Stresssituationen souverän zu meistern und klar zu kommunizieren. Gemeinsam entwickeln wir erste Arbeitshypothesen, bevor wir anhand kurzer Videobeispiele konkrete Einblicke in die Praxis am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, dem Goldenberg Europakolleg und der Hauptschule Im Kleefeld geben.
Zum Abschluss öffnen wir den Raum für einen strukturierten, inspirierenden Austausch: Welche Erfahrungen gibt es bereits? Wo liegen ungenutzte Potenziale? Und wie können wir Formate stärken, die Schülerinnen und Schülen Resilienz, Orientierung und Mut für ihren eigenen Zukunftsweg geben?

Ablauf des Fachforums

  • Vorstellung und ggf. Ergänzung erster Arbeitshypothesen
  • Vorstellung des Filmprojektes des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums zu verschiedenen Formaten der Persönlichkeitsentwicklung
    • am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium
    • am Goldenberg Europakolleg
    • an der Hauptschule Im Kleefeld
  • Formulierung von Handlungsempfehlungen für die Region

Arbeitshypothesen

Im Vorfeld der Konferenz wurden erste Ideen und Arbeitshypothesen dazu entwickelt, inwiefern Inhalte der Persönlichkeitsentwicklung einen positiven Einfluss auf Prozesse der beruflichen Orientierung nehmen können.
Diese Überlegungen wurden systematisch drei zentralen Bereichen zugeordnet: „Persönliche Ressourcen“, „Entscheidungsfindung“ sowie „Öffnung der Berufswahlperspektive“.
In dem Fachforum 2 wurden die formulierten Arbeitshypothesen anhand konkreter Schulbeispiele, die in Form eines Filmes präsentiert wurden, reflektiert und diskutiert. Unterstützt durch Mentimeter-Abstimmungen wurden Einschätzungen der Teilnehmenden eingeholt, gebündelt und zur gemeinsamen Formulierung der Handlungsempfehlungen genutzt.

Persönliche Ressourcen

  • Ressourcenorientierung steigert Selbstvertrauen
    Formate, die individuelle Stärken sichtbar machen, erhöhen die Zuversicht, passende berufliche Wege einschlagen zu können.
  • Beiträge zur Resilienz-Entwicklung fördern das Durchhaltevermögen. Persönlichkeitsstärkende Formate helfen dabei, Rückschläge im Orientierungsprozess produktiv zu nutzen und nicht vorschnell aufzugeben.
  • Kommunikationskompetenz erweitert Handlungsspielräume
    Wer Bedürfnisse klar kommunizieren kann, führt Bewerbungsgespräche sicherer, nutzt Beratungsangebote gezielter und tritt souveräner auf.
  • Beziehungs- und Feedbackkompetenz erleichtern Übergänge
    Schüler*innen, die konstruktiv mit Feedback umgehen und Beziehungen gestalten können, navigieren Übergänge in Praktikum, Ausbildung oder Studium leichter. 

Entscheidungsfindung

  • Werteklärung fördert die Entscheidungsfindung
    Wenn Schüler*innen ihre persönlichen Werte kennen, treffen sie berufliche Entscheidungen bewusster und konsistenter.
  • Stärkung der Selbstregulation verbessert Entscheidungsfähigkeit
    Schüler*innen, die gelernt haben, Emotionen und Stresssituationen zu regulieren, können Berufs- und Studienwahlprozesse reflektierter durchlaufen.
  • Coaching-Ansätze stärken Autonomie
    Coaching-Elemente in der Schule fördern eigenständiges Denken und die Fähigkeit, Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen.

Öffnung der Berufswahlperspektive

  • Selbstreflexion führt zu realistischeren Berufsentscheidungen
    Regelmäßige Reflexionsanlässe unterstützen Jugendliche darin, eigene Interessen kritisch zu überprüfen und Fremdbilder einzubeziehen.
  • Ein positives Selbstbild erhöht die Bereitschaft zur Erkundung
    Wer sich selbst als kompetent erlebt, ist eher bereit, neue berufliche Felder auszuprobieren und Chancen wahrzunehmen.
  • Konkrete Zukunftsbilder erhöhen Motivation und Zielklarheit
    Die Auseinandersetzung mit möglichen Lebens- und Arbeitsentwürfen unterstützt Jugendliche dabei, realistische und motivierende Berufsziele zu entwickeln.

Mentimeter-Abstimmung zu den Arbeitshypothesen

Film zur Persönlichkeitsentwicklung

Im Film werden anhand konkreter Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Schulformen verschiedene  Zugänge zur Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern vorgestellt.

Es werden Erfahrungen aus den Projekten Herausforderung, Meditationsprojekt und Mentorenprojekt am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, am Goldenberg Europakolleg „Persönlichkeitsentwicklung als verbindendes Element“ sowie das Pilotprojekt Persönlichkeitsentwicklung an der Hauptschule Im Kleefeld vorgestellt, welches Persönlichkeitsentwicklung gezielt mit Berufsorientierung verknüpft.

Der Film entstand zusammen mit der Klasse 10c des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und veranschaulichte eindrucksvoll verschiedene schulische Formate der Persönlichkeitsentwicklung.

Regionale Handlungsempfehlungen

  • Bedeutung zentraler personaler Kompetenzen im beruflichen Orientierunsprozess überprüfen und schärfen
    Es sollte systematisch überprüft werden, welche Rolle Selbstregulationskompetenz und ein ganzheitliches Selbstkonzept innerhalb der bestehenden Maßnahmen der Berufsorientierung einnehmen. Diesen Kompetenzen kommt eine hohe Bedeutung zu, da sie als zentrale Voraussetzungen für die Anpassungsfähigkeit an zukünftige Herausforderungen in der Arbeitswelt gelten (Zentrale Leitperspektive der Leopoldina). 
  • Schulformspezifische Erprobung von Persönlichkeitsentwicklungsformaten
    Verschiedene Formate der Persönlichkeitsentwicklung sollten gezielt und systematisch in Abhängigkeit von Schulform, Lerngruppe und Rahmenbedingungen erprobt werden, um passgenaue Ansätze zu identifizieren.
  • Strukturelle Voraussetzungen schaffen
    Es sollten die notwendigen zeitlichen und personellen Rahmenbedingungen erarbeitet werden, die eine nachhaltige Etablierung von Persönlichkeitsentwicklungsformaten im schulischen Alltag ermöglichen.
  • Verankerung in „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) prüfen
    Die Möglichkeiten sollten eruiert werden, ob und wie Formate der Persönlichkeitsentwicklung verbindlich in die bestehenden Strukturen von KAoA integriert werden können, um Synergien zwischen Berufsorientierung und Persönlichkeitsbildung zu nutzen.
  • Langfristige Wirksamkeit evaluieren
    Es sollten Maßnahmen geplant werden, um die mittel- und langfristige Wirkung von Persönlichkeitsentwicklungsformaten im Kontext der Berufsorientierung zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
  • Regionale Fortbildungsangebote etablieren
    Es wird empfohlen eine regionale und schulformübergreifende Fortbildung für pädagogische Fachkräfte anzubieten, die Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung vermittelt und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für die Berufsorientierung aufzeigt.

Das Fachforum 2 in Bildern 

(c) Alexander Schiele
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Foto: Fotografie Joachim Rieger
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