Im Vorfeld der Konferenz wurden erste Ideen und Arbeitshypothesen entwickelt, inwiefern Inhalte der Persönlichkeitsentwicklung einen positiven Einfluss auf Prozesse der beruflichen Orientierung nehmen können. Diese Überlegungen wurden systematisch drei zentralen Bereichen zugeordnet: „Persönliche Ressourcen“, „Entscheidungsfindung“ sowie „Öffnung der Berufswahlperspektive“.
Im Fachforum 2 wurden die formulierten Arbeitshypothesen anhand konkreter Schulbeispiele, die in Form eines Filmes präsentiert wurden, reflektiert und diskutiert. Unterstützt durch Mentimeter-Abstimmungen wurden Einschätzungen der Teilnehmenden eingeholt, gebündelt und zur gemeinsamen Formulierung der Handlungsempfehlungen genutzt.
Persönliche Ressourcen
- Ressourcenorientierung steigert Selbstvertrauen
Formate, die individuelle Stärken sichtbar machen, erhöhen die Zuversicht, passende berufliche Wege einschlagen zu können.
- Beiträge zur Resilienz-Entwicklung fördern das Durchhaltevermögen. Persönlichkeitsstärkende Formate helfen dabei, Rückschläge im Orientierungsprozess produktiv zu nutzen und nicht vorschnell aufzugeben.
- Kommunikationskompetenz erweitert Handlungsspielräume
Wer Bedürfnisse klar kommunizieren kann, führt Bewerbungsgespräche sicherer, nutzt Beratungsangebote gezielter und tritt souveräner auf.
- Beziehungs- und Feedbackkompetenz erleichtern Übergänge
Schüler*innen, die konstruktiv mit Feedback umgehen und Beziehungen gestalten können, navigieren Übergänge in Praktikum, Ausbildung oder Studium leichter.
Mentimeter-Abstimmung zu den Arbeitshypothesen
Entscheidungsfindung
- Werteklärung fördert die Entscheidungsfindung
Wenn Schüler*innen ihre persönlichen Werte kennen, treffen sie berufliche Entscheidungen bewusster und konsistenter.
- Stärkung der Selbstregulation verbessert Entscheidungsfähigkeit
Schüler*innen, die gelernt haben, Emotionen und Stresssituationen zu regulieren, können Berufs- und Studienwahlprozesse reflektierter durchlaufen.
- Coaching-Ansätze stärken Autonomie
Coaching-Elemente in der Schule fördern eigenständiges Denken und die Fähigkeit, Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen.
Öffnung der Berufswahlperspektive
- Selbstreflexion führt zu realistischeren Berufsentscheidungen
Regelmäßige Reflexionsanlässe unterstützen Jugendliche darin, eigene Interessen kritisch zu überprüfen und Fremdbilder einzubeziehen.
- Ein positives Selbstbild erhöht die Bereitschaft zur Erkundung
Wer sich selbst als kompetent erlebt, ist eher bereit, neue berufliche Felder auszuprobieren und Chancen wahrzunehmen.
- Konkrete Zukunftsbilder erhöhen Motivation und Zielklarheit
Die Auseinandersetzung mit möglichen Lebens- und Arbeitsentwürfen unterstützt Jugendliche dabei, realistische und motivierende Berufsziele zu entwickeln.