Das World Café ist eine methodisch strukturierte Form der Gruppenarbeit mit rotierenden Kleingruppen. Im Fachforum 2 wurden in den drei Gruppen entweder die benötigte soziale, persönliche oder fachliche Kompetenz der Auszubildenden diskutiert. Nach jeweils zehn Minuten wechselten die Teilnehmenden den Tisch, sodass jede Person die Möglichkeit hatte, sich mit allen drei Kompetenzbereichen auseinanderzusetzen. Im Plenum wurden die wichtigsten Kompetenzen zusammengetragen, die Betriebe unserer Region von ihren (zukünftigen) Auszubildenden und Fachkräften erwarten und aus diesen Empfehlungen zur Stärkung der Kompetenzbereiche entwickelt.
Soziale Kompetenz
Im Austausch zur Frage, welche sozialen Kompetenzen für die Ausbildung besonders relevant sind, wurde Teamfähigkeit am häufigsten genannt. Ebenso wichtig erschienen den Teilnehmenden Kommunikation und Empathie sowie die Selbstreflexion. Die Kompetenzen Toleranz und Respekt gehörten für die Teilnehmer zwingend zur Teamfähigkeit und bilden damit keine eigene Kategorie. Im Gesprächsverlauf wurde zudem die Kritikfähigkeit der Jugendlichen als weitere Kompetenz genannt.
Es stellte sich jedoch auch heraus, dass die geforderten Kompetenzen branchenabhängig sind. So wird in der Pflege anderes erwartet als z.B. im Handwerk. Im Sinne einer guten Feedbackkultur müssen auch die Betriebe ihre eigenen sozialen Kompetenzen reflektieren.
Persönliche Kompetenz
Auf die Frage, was Betriebe benötigen, um persönliche Kompetenzen fördern zu können, wurden feste Ansprechpartner sowie Buddy- oder Mentorenprogramme auf Augenhöhe genannt, zum Beispiel über das Berufskolleg. Darüber hinaus wünschten sich die Betriebe mehr Zeit, Raum zum Ausprobieren, eine gelebte Feedback-Kultur zur Förderung der Selbstreflexion sowie Mut und Eigenantrieb seitens der Jugendlichen.
Fachliche Kompetenz
Bei den Fachkompetenzen im Betrieb und berufsübergreifend haben die Teilnehmenden das handwerkliche Geschick, Organisations- und Methodenkompetenz, analytische und digitale Fähigkeiten, MINT-Grundlagen sowie Konzentration, Durchhaltevermögen und Neugier genannt. Auf die Frage, wie Schule diese Kompetenzen fördern kann, wurden mehr Praxisbezug durch Praktika, intensivere Berufserkundungstage, gemeinsame Projektarbeiten mit Betrieben, Raum zum Ausprobieren sowie ein stärkerer Alltags- und Fächerbezug genannt.