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Was erwarten Betriebe von ihren (zukünftigen) Auszubildenden und Fachkräften?

(c) Alexander Schiele

Laut einer Studie des Weltwirtschaftsforums sind die vier K-Kompetenzen entscheidend für den Erfolg in der modernen Arbeitswelt: Kreativität, Kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration. Doch welche Kompetenzen sind den Betrieben im Rheinisch-Bergischen Kreis wichtig? Sind es die sogenannten Hard Skills, also fachliche, messbare und erlernbare Fähigkeiten oder doch eher Soft Skills, die persönliche und soziale Eigenschaften beschreiben? Was können Betriebe heute noch voraussetzen und passen die Vorstellungen der Betriebe noch in die Lebenswelt der Jugendlichen? Im Fachforum beschäftigen wir uns dabei mit den drei zentralen Kompetenzbereichen: Persönliche Kompetenz, Soziale Kompetenz und fachliche Kompetenz.

Zusammen mit den regionalen Betrieben aus den Bereichen Industrie- und Handel, Handwerk und Soziales möchten wir die regionale Perspektive diskutieren und gemeinsam Ideen entwickeln, die ausbildungswillige Schülerinnen und Schüler und Betriebe wieder näher zusammenbringen.

Programm des Fachforums

  • Begrüßung & Videoeinspieler
  • World-Café
  • Vorstellung Fördermöglichkeiten in der Ausbildung
  • Vorstellung der Ergebnisse aus den Gruppen
  • Abschließender Austausch und Formulierung der Handlungsempfehlung

World Café

Das World Café ist eine methodisch strukturierte Form der Gruppenarbeit mit rotierenden Kleingruppen. Im Fachforum 2 wurden in den drei Gruppen entweder die benötigte soziale, persönliche oder fachliche Kompetenz der Auszubildenden diskutiert. Nach jeweils zehn Minuten wechselten die Teilnehmenden den Tisch, sodass jede Person die Möglichkeit hatte, sich mit allen drei Kompetenzbereichen auseinanderzusetzen. Im Plenum wurden die wichtigsten Kompetenzen zusammengetragen, die Betriebe unserer Region von ihren (zukünftigen) Auszubildenden und Fachkräften erwarten und aus diesen Empfehlungen zur Stärkung der Kompetenzbereiche entwickelt.

Soziale Kompetenz
Im Austausch zur Frage, welche sozialen Kompetenzen für die Ausbildung besonders relevant sind, wurde Teamfähigkeit am häufigsten genannt. Ebenso wichtig erschienen den Teilnehmenden Kommunikation und Empathie sowie die Selbstreflexion. Die Kompetenzen Toleranz und Respekt gehörten für die Teilnehmer zwingend zur Teamfähigkeit und bilden damit keine eigene Kategorie. Im Gesprächsverlauf wurde zudem die Kritikfähigkeit der Jugendlichen als weitere Kompetenz genannt.
Es stellte sich jedoch auch heraus, dass die geforderten Kompetenzen branchenabhängig sind. So wird in der Pflege anderes erwartet als z.B. im Handwerk. Im Sinne einer guten Feedbackkultur müssen auch die Betriebe ihre eigenen sozialen Kompetenzen reflektieren.

Persönliche Kompetenz
Auf die Frage, was Betriebe benötigen, um persönliche Kompetenzen fördern zu können, wurden feste Ansprechpartner sowie Buddy- oder Mentorenprogramme auf Augenhöhe genannt, zum Beispiel über das Berufskolleg. Darüber hinaus wünschten sich die Betriebe mehr Zeit, Raum zum Ausprobieren, eine gelebte Feedback-Kultur zur Förderung der Selbstreflexion sowie Mut und Eigenantrieb seitens der Jugendlichen.

Fachliche Kompetenz
Bei den Fachkompetenzen im Betrieb und berufsübergreifend haben die Teilnehmenden das handwerkliche Geschick, Organisations- und Methodenkompetenz, analytische und digitale Fähigkeiten, MINT-Grundlagen sowie Konzentration, Durchhaltevermögen und Neugier genannt. Auf die Frage, wie Schule diese Kompetenzen fördern kann, wurden mehr Praxisbezug durch Praktika, intensivere Berufserkundungstage, gemeinsame Projektarbeiten mit Betrieben, Raum zum Ausprobieren sowie ein stärkerer Alltags- und Fächerbezug genannt.

Handlungsempfehlungen 


Im Rahmen des Forums „Betriebe“ wurden von den Teilnehmenden verschiedene Kompetenzen benannt, die die regionalen Unternehmen von Jugendlichen erwarten. Dazu zählen insbesondere soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, die von Toleranz und Respekt geprägt ist, eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Ebenso wichtig sind fachliche Kompetenzen. Hier wurden eine strukturierte und sorgfältige Arbeitsweise, gutes Textverständnis sowie grundlegende Computerkenntnisse hervorgehoben. Darüber hinaus spielt die Fähigkeit, projektorientiert zu arbeiten und sich aktiv in Projektarbeit einzubringen, eine bedeutende Rolle. Ergänzend dazu wurden persönliche Kompetenzen betont, darunter Neugier und Lernbereitschaft, Konzentrationsfähigkeit, Eigenantrieb und Mut. Auch Zuverlässigkeit, Kritikfähigkeit im Sinne einer konstruktiven Feedbackkultur, eine gesunde Selbsteinschätzung sowie Durchhaltevermögen werden von Unternehmen als zentrale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben angesehen.

Aus den benannten Kompetenzanforderungen, der regionalen Wirtschaft ergeben sich folgende regionale Handlungsempfehlungen:

Praxisnähe ausbauen: Schulen sollten projektorientierte und praxisnahe Lernformate stärken. Unternehmen können dies durch Praxisprojekte, Betriebsbesuche und Fachimpulse unterstützen.

Individualisierte Begleitung fördern: Durch gezielte Beratung, Feedback und Kompetenzanalysen sollten Jugendliche individuell begleitet werden. Betriebe können ergänzend Mentoring während Praktika anbieten.

Vernetzung intensivieren: Regelmäßiger Austausch zwischen Schulen und regionalen Unternehmen schafft Transparenz über Erwartungen und erleichtert die Abstimmung von Lerninhalten.

Räume für Ausprobieren schaffen: Projektarbeit, Schülerfirmen oder Werkstattformate fördern Eigeninitiative, Mut und Problemlösefähigkeit in einem geschützten Rahmen.

Das Fachforum 3 in Bildern

(c) Alexander Schiele
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Foto: Fotografie Joachim Rieger

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