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Zusammen Zukunft gestalten - Elternbeteiligung, die wirkt

(c) Alexander Schiele

Die Angebote und Perspektiven rund um Ausbildung, Studium, Beruf und Zukunft der Jugendlichen sind heute so vielseitig, spannend und individuell gestaltet wie nie zuvor. Laut der aktuellen Studie „Eltern im Fokus“ der Körber-Stiftung unterstützen zwei Drittel (68 %) der Eltern ihre Kinder bei der beruflichen Orientierung. Somit haben Eltern nach wie vor großen Einfluss auf die Berufswahlentscheidung und benötigen in ihrer zentralen Begleitfunktion verlässliche Partner*innen – Schule und externe Akteur*innen – die Orientierung, Rückhalt und konkrete Hilfen bieten.
Doch welche Angebote erreichen Eltern zuverlässig und wo gibt es weitere Potenziale? Wie können Akteure ihre Angebote gezielt aufeinander abstimmen und gemeinsam weiterentwickeln? Wo werden Herausforderungen zu Chancen? Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch

Programm des Fachforums

  • Begrüßung und Einstieg ins Thema
  • Einblicke in die Praxis: Eltern AG Leverkusen und "Go for Job" des Gymnasiums Odenthal
  • Ergebnisse der landesweitern Umfrage der TALENTBRÜCKE Köln "Power your life" 
  • Austausch über einen "Walk and Talk" 
  • Zusammenfassung des "Walk and Talk" und Formulierung der Handlungsempfehlungen 

Walk and Talk

Angesichts der breiten Themenvielfalt im Bereich der Elternarbeit und der heterogenen Teilnehmerschaft wurde im Forum die Methode „Walk & Talk“ eingesetzt. An drei Themenschwerpunkten, die an separaten Stellwänden präsentiert wurden und nacheinander besucht wurden, konnten sich die Teilnehmenden zu unterschiedlichen Themen in Kleingruppen austauschen, verschiedene Perspektiven einbringen und gemeinsam neue Impulse entwickeln. Auf Basis dieses Austauschs wurden dann die gemeinsamen Handlungsempfehlungen entwickelt.

(c) Alexander Schiele 

Der Blick der Eltern auf die aktuelle Übergangsgestaltung
Viele Informationen zur beruflichen Orientierung aus der Schule erreichen die Eltern häufig nicht bzw. erst sehr spät. Grundsätzlich gäbe es zwar viele Informationsquellen, jedoch dauere die Suche nach passenden Informationen sehr lang. Es würde des Weiteren mehrsprachige Informationen benötigt. Es besteht der Wunsch nach einer gemeinsamen Beratung zwischen der Berufsberatung, Eltern(-teil) und Jugendlichen, um eine gemeinsame Ausgangsbasis zu schaffen und Vorstellungen abzugleichen. Der Wegfall der Berufseinstiegsbegleitungen (BeRebs) wurde mehrfach kritisiert, Einsparungen bei den KAoA-Elemente bemängelt.

(c) Alexander Schiele 

Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner:innen / Netzwerkarbeit
Die Teilnehmenden zählten zunächst die ihnen bekannten Kooperationspartner:innen auf. Im Austausch kristallisierte sich schnell heraus, dass insbesondere den Eltern nicht alle Institution und ihre Erreichbarkeit bekannt sind. Es fehle eine transparente Übersicht aller unterstützenden Institutionen. Es sei wichtig, möglichst viele Kanäle zu bedienen (Print / Social Media / Onlineveranstaltungen, WhatsApp etc.), da DIE Elternschaft nicht homogen sei. Insbesondere die Ansprache für bestimmte Zielgruppen sei zu berücksichtigen wie beispielsweise Texte und Informationsflyer in leichter Sprache bzw. in verschiedenen Sprachen.

(c) Alexander Schiele

Visionen einer optimalen Übergangsgestaltung - „Was, wenn alles möglich wäre?“ 
Die Schule gibt den Startschuss zur Beruflichen Orientierung mit allen erforderlichen Infoflyern (ggf. in verschiedenen Sprachen). Gemeinsame Beratung in der Schule ist erwünscht, um auf Augenhöhe mit allen Beteiligten den Prozess zu gestalten. Eine zentrale Informationsplattform sei hier sehr hilfreich. Diese Vorarbeit dient dazu, dass sich Eltern ganz bewusst eine Elternzeit für den Berufswahlprozess freigeben und sich als wichtigen Teil des Prozesses erkennen. Die Lehrkräfte / StuBOs wünschen sich mehr Zeit und Wertschätzung für ihre Arbeit, insbesondere im Transfer zum Rest des Kollegiums. 

Handlungsempfehlungen 

  • Transparente Angebotslandschaft für die Region schaffen
    • Bündelung der Informationen für Eltern an einem zentralen Ort als Ausgangspunkt 
    • Jahresplaner für Eltern zum BO-Prozess (z.B. auch pro Schuljahr)
    • Kooperationspartner:innen mit Kontaktdaten sowie der Erreichbarkeit unter Berücksichtigung unseres Flächenkreises
  • Alltagstaugliche und zielgruppenspezifische Formate für Eltern anbieten wie
    • Digitale Elternabende, individuelle Sprechzeiten, Veranstaltungen unter Berücksichtigung des Flächenkreises
  • Verschiedene Kanäle in der Elternarbeit nutzen, hierbei ist Mehrsprachigkeit und eine Ansprache in leichter Sprache zu berücksichtigen
  • Gemeinsame Beratung von Jugendlichen / Eltern in Schule mit Einbindung möglicher Kooperationspartner:innen, um eine gemeinsame Gestaltung des BO-Prozesses auf Augenhöhe zu gewährleisten
  • Mehr Ressourcen zur Elternbeteiligung für die StuBOs

Ihre Ansprechpartnerin

Foto: Fotografie Joachim Rieger
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