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Das Zika-Virus

Bild zu Das Zika-VirusAktuelle Informationen zum Zika-Virus

Das 1947 im afrikanischen Uganda entdeckte Zika-Virus galt bislang als relativ harmlos und ist noch wenig untersucht. Es hat sich aber inzwischen in Afrika und Asien, seit 2015 sehr rasch auch in Lateinamerika, ausgebreitet.

Übertragen wird das Virus vor allem durch Stiche der tropischen, am Tage aktiven Gelbfiebermücke, die in Deutschland jedoch nicht vorkommt. Auch die asiatische Tigermücke konnte bei Laborversuchen das Zika-Virus übertragen, doch auch diese Mücke kommt in Deutschland kaum vor. Größere Ausbrüche von Zika in Deutschland  sind nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts auch aufgrund der dafür ungünstigen klimatischen Verhältnisse nicht zu erwarten. Zwar kann das Zika-Virus auch sexuell übertragen werden und wurde in Urin und Speichel infizierter Personen nachgewiesen. Die WHO geht dennoch davon aus, dass die Übertragung zu fast 100% über Mückenstiche erfolgt.

Eine Infektion mit dem Zika-Virus verläuft in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle symptomlos. Lediglich eine Minderheit von bis zu 30% der Infizierten bekommt Beschwerden wie bei einem Erkältungsinfekt (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen), eventuell auch einen juckenden Hautausschlag. Die Symptome verschwinden nach wenigen Tagen wieder. Todesfälle scheinen selten zu sein.

In den Blickpunkt geraten ist das Zika-Virus in letzter Zeit allerdings durch ein von Experten vermutetes erhöhtes Risiko von Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) bei Kindern infizierter Schwangerer; bewiesen ist dieser Zusammenhang allerdings bisher nicht. Es könnten auch andere Ursachen (z.B. Medikamente) für die vor allem in Brasilien in jüngster Zeit beobachtete Zunahme solcher Fehlbildungen verantwortlich sein. Vermutet wird ferner ein möglicher Zusammenhang von Zika-Infektionen mit einer in Rio de Janeiro beobachteten Zunahme des sog. Guillain-Barré-Syndroms, einer seltenen, mit Lähmungen einhergehenden entzündlichen Erkrankung des Nervensystems, die gelegentlich, vor allem nach Infektionen, beobachtet wird.

Behandelt werden kann das Zika-Fieber nur symptomatisch. Ein Heilmittel oder eine Impfung gibt es bislang noch nicht. Ihre Entwicklung wird voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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Letzte Aktualisierung: 27.09.2016

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