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"Initiative Zukunft Rhein-Berg" -
Mit Durchblick zum Beruf:
Koordiniertes Übergangsmanagement
Schule-Beruf im Rheinisch-Bergischen Kreis

© Coloures-pic - Fotolia.com

Zur gemeinsamen Gestaltung des Themas Übergang Schule/Hochschule-Beruf haben sich im Rheinisch-Bergischen Kreis enge Kooperationsstrukturen gebildet:

  • Schulaufsicht, Kreishandwerkerschaft, Industrie- und Handelskammer zu Köln, Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach und der Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises gründeten im Rahmen der regional gewachsenen Zusammenarbeit 2009 eine „Initiative für ein koordiniertes Übergangsmanagement Schule-Beruf“ mit den Zielen:
    Schulen der Sekundarstufe I in dem Aufgabenfeld Studien- und Berufsorientierung derart zu unterstützen, dass die Qualität der Berufsorientierung einem Standard entspricht. Auf dieser Grundlage gelingt es, jedem ausbildungsreifen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz und jedem ausbildungsbereiten Betrieb in der Region eine geeigneten Bewerberin oder einen Bewerber zu vermitteln.
  • Für Schülerinnen und Schüler, die noch nicht über eine gesicherte Ausbildungsreife verfügen, sollen Maßnahmen zum begleiteten Übergang in den Beruf beziehungsweise in Angebote zur Weiterqualifizierung umgesetzt werden. 
  • Schülerinnen und Schüler mit besonderen Interessen und Begabungen sollen in ihren individuellen Potenzialen gefördert und gefordert werden. 

Aus diesem regionalen Konsens entstanden gemeinsam mit den Schulen der Region Konzepte sowie Kooperations- und Arbeitsstrukturen, die seitdem systematisch gewachsen sind. Der Initiative schlossen sich weitere Akteure wie der Arbeitgeberverband Metall & Elektro, die Wirtschaftsförderunsgesellschaft Rhein-Berg, der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Jobcenter und die Bezirksregierung mit der oberen Schulaufsicht an. Als "Initiative Zukunft Rhein-Berg" verfolgen sie seitdem als Motor des Prozesses in der Region die gemeinsame Zielsetzung, Jugendlichen den Weg zum Beruf zu ebnen.

Ein Kernstück der früh ansetzenden schulischen Berufswahlorientierung der Region sind die Zukunftskonferenzen der Hauptschulen und die gemeinsamen Mindeststandards für die Berufswahlelemente der Schulen, die im Rheinisch-Bergischen Kreis seit 2006 kreisweit umgesetzt werden. Die Übergangsquote in die duale Ausbildung hat sich dadurch deutlich verbessert. Damit verringert sich zugleich der Anteil der Jugendlichen, die nach Schulabgang in berufsvorbereitenden Maßnahmen zum Teil unnötige Warteschleifen durchlaufen.

Um diese guten Ansätze auf weitere Schulformen auszuweiten und darüberhinaus eine kreisweit abgestimmte Struktur der berufsorientierenden und berufsvorbereitenden Angebote zu erhalten, beteiligte sich der Rheinisch-Bergische Kreis 2010 als Modellregion an dem Programm „Ein-Topf“ des Landes NRW. Es wurde ein Koordinierungsbüro gegründet, welches die Prozesse zur Abstimmung der verschiedenen Fördertöpfe in der Region initiierte. Besonders förderbedürftige Jugendliche an Haupt-, Förder- und Gesamtschulen wurden bei ihrem Weg hin zu einer Ausbildung oder in weiterführende Angebote und Bildungswege begleitet.

Seit Anfang 2012 ist der Rheinisch-Bergische Kreis aufgrund dieser koordinierten und partnerschaftlichen Umsetzungsschritte und damit erzielter Erfolge Referenzkommune für das Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf NRW" geworden. Mithilfe der finanziellen Förderung der schulischen Standardelemente wie zum Beispiel der Potentialanalysen für alle Schulen und einer Kommunalen Koordinierungkönnen nun zum Beispiel die in der Region bereits bewährten Elemente auf alle Schulformen ausgeweitet und schulformbezogen weiterentwickelt werden.