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Kultur fördern gemeinsam mit starken Partnern: Landrat besucht Kulturinstitutionen im Kreis

Kultur fördern gemeinsam mit starken Partnern: Landrat besucht Kulturinstitutionen im Kreis
Susanne Bonenkamp und Stephan Santelmann mit Dr. Petra Oelschlägel, Leiterin des Kunstmuseums

Viele Projekte leben davon, dass man starke Partner hat, mit denen man auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblicken kann. Wie gut Kulturarbeit im Kreis funktioniert, davon überzeugte sich Landrat Stephan Santelmann bei einem Besuch dreier ganz unterschiedlicher Institutionen.

Musikschule Wermelskirchen
Ein Instrument erlernen und spielen, Singen, Klang erleben und Gemeinsamkeiten durch Musik entdecken – all das ermöglicht die Musikschule in Wermelskirchen. Organisiert als Verein, ist sie für derzeit rund 800 Schülerinnen und Schüler eine wichtige Anlaufstelle. Die Altersspanne reicht dabei vom ersten Lebensjahr bis zum hohen Alter von 91 Jahren, denn Musik ist etwas für jedes Alter. „Früher sprach man häufig von den Jugendmusikschulen, das hat sich heute gewandelt“, erzählt David Hecker, der Leiter der Musikschule, „auch die Arbeit mit Erwachsenen ist mir sehr wichtig.“ Rund 70 Erwachsene nutzen die verschiedenen Angebote, darunter auch Kooperationsprojekte mit Altenheimen. Denn Musik begleitet durch das ganze Leben und gerade im Zusammenhang mit Demenz werden musikalische Angebote als aktivierend wahrgenommen. Dass in der Musik das Alter eine untergeordnete Rolle spielt, zeigt sich auch bei den beliebten Liebhaber-Orchestern, in denen Jung und Alt zusammen kommen und gemeinsam ihrem Hobby nachgehen. Daneben gibt es Projekte mit und für Menschen mit Behinderung, Kooperationen mit Schulen, musikalische Früherziehung für die Allerkleinsten und viele weitere Angebote, die zum Teil auch finanziell gefördert werden, um allen die Teilhabe zu ermöglichen. „Hier wird nicht nur Musik und Kultur gelebt und vermittelt“, zeigt sich Landrat Stephan Santelmann begeistert. „Die Musikschule präsentiert sich vielmehr als soziales Zentrum und Mehrgenerationenhaus.“ Ein recht professionelles Niveau findet sich dabei häufig beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, der auch durch das Kulturbüro des Kreises unterstützt wird. „Dennoch soll es ein Schülerwettbewerb bleiben, bei dem die Motivation und das Erfolgserlebnis für den Nachwuchs im Vordergrund steht“, betont David Hecker.

Kunstmuseum Villa Zanders Bergisch Gladbach
Ein ebenso langjähriger wie qualitativ hochwertiger Partner des Kulturbüros ist das Kunstmuseum Villa Zanders. Seit 1994 beteiligt sich das Museum bei FORUM OSTWEST und hat in diesem Rahmen zahlreiche Ausstellungen begleitet und gezeigt. Aber auch bei vielen weiteren Projekten, wie beispielsweise den KulturScouts Bergisches Land oder etwa dem Lesefest Käpt´n Book, arbeitet das Kulturbüro des Kreises eng mit dem Team rund um Leiterin Dr. Petra Oelschlägel zusammen. „Uns ist es wichtig, den Kontakt mit den Schulen zu pflegen. Die KulturScouts sind dafür ein guter Weg“, betont die Museumsleiterin. Anknüpfend an die Tradition der Papierproduktion der Firma Zanders in Bergisch Gladbach, zieht sich dieses Thema wie ein roter Faden durch das Programm des Museums und wird in unterschiedlichen Facetten immer wieder neu umgesetzt. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und lockt viele Besucherinnen und Besucher auch von weiter weg an“, freut sich Dr. Petra Oelschlägel. Dennoch wünscht sie sich, auch in den Kommunen des Kreises, die nicht in direkter Nähe zu Bergisch Gladbach liegen, stärker wahrgenommen zu werden. „Hierbei unterstützen wir Sie gerne“, versprach Landrat Stephan Santelmann und verwies gleichzeitig auf die Regionale 2025, die aus seiner Sicht auch für das Kunstmuseum Villa Zanders hohes Potenzial und eine Vielzahl an Möglichkeiten der Vernetzung böte.

LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, Außenstelle Gut Eichtal, Overath
„Geschichte der Region“ zu liefern, diesen Anspruch erhebt das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege, welches mit einer Außenstelle auf Gut Eichtal angesiedelt ist. Seit 1988 betreut der Landschaftsverband Rheinland von hier aus archäologisch das gesamte Bergische Land, den Rhein-Kreis Neuss und den Rhein-Sieg-Kreis und ist damit für insgesamt 164 Kommunen zuständig. Archäologische Funde werden erfasst, aufbereitet und bewertet. „Unsere Aufgabe ist es, sogenannte Bodendenkmäler zu schützen, zu pflegen und zu erforschen“, erklärt Dr. Erik Claßen den wissenschaftlichen Ansatz. Dabei nimmt das Amt auch eine beratende Funktion bei neuen Bauvorhaben ein und ist „eine Art Bau-Nebengewerbe“, wie es der Leiter des Amtes, Prof. Dr. Jügen Kunow, mit einem Augenzwinkern betitelt. Der Öffentlichkeit wird dieses Wissen bei Veranstaltungen oder Vorträgen zugänglich gemacht, wie etwa im Rahmen der „Archäologietour Bergisches Land“ 2017, die durch das Kulturbüro des Rheinisch-Bergischen Kreises begleitet wurde. Hier hatten Interessierte die Möglichkeit, bei geführten Wanderungen die archäologische Vielfalt der Region kennenzulernen. Ebenso wie das Kunstmuseum Villa Zanders ist auch Gut Eichtal eine Anlaufstelle für die KulturScouts. Hier können die Schülerinnen und Schüler Archäologie und Geschichte ganz praktisch erleben und beispielsweise auf den Spuren des Aggergoldes wandeln oder erfahren, wie das Schreiben erfunden wurde.

von: Rheinisch-Bergischer Kreis/Pressestelle

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