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Landrat verleiht Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Heidrun Nitschke aus Bergisch Gladbach

Landrat verleiht Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Heidrun Nitschke aus Bergisch Gladbach
Foto: Heidrun Nitschke und Landrat Stephan Santelmann

Frau Heidrun Nitschke engagiert sich ehrenamtlich im Bereich der HIV-/AIDS-Prävention und -Versorgung. Ihr fachlicher Schwerpunkt ist die gesundheitliche Versorgung im Bereich der sexuellen Gesundheit und der STI - STI beschäftigt sich mit sexuell übertragbaren Infektionen - für Menschen am Rande der Gesellschaft, wie Sexarbeiterinnen sowie Migrantinnen und Migranten ohne Zugang zu medizinischer Versorgung. Viele Jahre hat sie sich sehr engagiert und qualifiziert in die Vorstandsarbeit der „Deutschen STI Gesellschaft“ eingebracht. Darüber hinaus hat sie Fortbildungen und Kongresse wie den „Deutschen STI Kongress“ oder die Tagung „Forschung zur Sexarbeit und Forschung zu sexuell übertragbaren Infektionen“ mitgestaltet.

Seit der Gründung der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit im Jahre 2007 war Frau Nitschke bis 2017 Mitglied des Fachbeirates. Die Stiftung fördert vorrangig Projekte zur Selbsthilfe im Bereich der sexuellen Aufklärung und der Gesundheit. Als Mitglied im Nationalen AIDS-Beirat, einem interdisziplinären Beratungsgremium des Bundesministeriums für Gesundheit, beschäftigt sich Frau Nitschke seit 2011 mit medizinischen, rechtlichen und ethischen Fragestellungen und hat federführend zur Erarbeitung und Veröffentlichung von Stellungnahmen beigetragen. Von 1999 bis 2015 war sie berufenes Mitglied in der Landeskommission AIDS. Ab 2005 leitete sie eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema „AIDS und Migration“. In das Konzept „Weiterentwicklung der AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen - Neuinfektionen minimieren“ wurden Ergebnisse aus beiden Arbeitsbereichen aufgenommen.

Von 2012 bis 2014 war sie als Vertreterin der kommunalen Spitzenverbände Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW“, einem Gremium, das die Akteurinnen und Akteure der HIV/AIDS-Prävention aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst und der freien Trägerschaft in Nordrhein-Westfalen verbindet.

Weit über ihre dienstlichen Pflichten hinaus engagiert sich Heidrun Nitschke auch in der Gesundheitsförderung besonders benachteiligter Gruppen, wie zum Beispiel der afrikanischen Community. Sie initiierte und begleitet das Projekt „Mwangaza“, welches seit 2003 besteht. Dieses Projekt richtet sich vor allem an afrikanische Frauen und ihre Familien und unterstützt lebensnah und ganzheitlich in den Bereichen Gesundheit, Aufenthalt und Soziales.

Sie engagierte sich ebenfalls für Flüchtlinge oder Frauen, die der Prostitution nachgingen - aber nicht nur für deren gesundheitliche Belange, sondern auch, wenn es um grundsätzliche Fragen der Lebenssituation ging.

Als Organisatorin, Referentin und Ideengeberin verfolgt Frau Nitschke mit großer Energie das Ziel, die Prävention und die Versorgung im Bereich HIV/STI weiterzuentwickeln. Dabei leistet sie nicht zuletzt durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen, Vorträge und Fortbildungen sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene einen erheblichen Beitrag. Wegen der schwierigen Personalsituation hat sich Heidrun Nitschke bereit erklärt, das Gesundheitsamt der Stadt Köln, über den Beginn ihres regulären Ruhestands hinaus, zwei weitere Jahre bis zum 30. September 2018 fachlich zu unterstützen.

Heidrun Nitschke hat über einen langen Zeitraum einen Beitrag geleistet für die Akzeptanz der HIV- und AIDS-Patientinnen und -Patienten und gegen deren gesellschaftliche Ausgrenzung.

2009 wurde Frau Nitschke von der Deutschen AIDS-Gesellschaft mit dem 1. Frauenforschungsförderpreis der Sektion All Around Women Special ausgezeichnet.

von: Rheinisch-Bergischer Kreis/Pressestelle

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